Aktuelle Ausgabe Leistungssport mit Schwerpunkt Trainingslehre

14.01.2016

Die aktuelle Ausgabe der DOSB-Zeitschrift Leistungssport beschäftigt sich mit neuen sportwissenschaftlichen Ergebnissen sowie trainings- und wettkampfpraktischen Erfahrungen.

Screenshot vom Titelbild der Ausgabe 1/2016 der Zeitschrift Leistungssport

Ohne Weltklasse-Trainer keine Weltklasse-Athleten: Unter dieser Prämisse sind Investitionen in die Entwicklung des Trainerberufs Investitionen in die Konkurrenzfähigkeit einer Nation bei internationalen Meisterschaften und Olympischen Spielen. Wer sportliche Erfolge absichern möchte, muss vor allem die Standards für einen gesellschaftlich anerkannten Beruf des Trainers in den Blick nehmen. In dem Beitrag "Zur Zukunft des Trainerberufes" (Helmut Digel) werden mögliche Szenarien dazu aufgezeigt.

Um den Herausforderungen moderner und komplexer Wettkampfsysteme besser Rechnung tragen zu können, ist eine intensive Diskussion um die Individualisierung des Trainings im Spitzen- und auch Nachwuchsleistungssport erforderlich. Ziel muss es sein, die Wissensstände der Sportwissenschaft und der Trainingspraxis zusammenzuführen. Der Artikel Individualisierung im Hochleistungssport – Möglichkeiten und Grenzen aus trainingswissenschaftlicher Perspektive (Jürgen Wick) zeigt Möglichkeiten und Grenzen der Individualisierung anhand des Vergleichs verschiedener Belastungsfaktoren im Training von drei Weltspitzenathleten im Biathlon auf.

Nachwuchsförderung und Talentselektion werden in der Schweiz als eine zentrale Komponente der Spitzensportförderung angesehen. In Zusammenarbeit des Bundesamts für Sport mit der Eidgenössischen Hochschule Magglingen ist es dem Schweizerischen Fußballverband gelungen, mit PISTE ein schweizweit anerkanntes Talentselektionsinstrument konsequent in allen Altersstufen anzuwenden. Der Beitrag Nachwuchsförderung und Talentselektion im Schweizer Fußball von Michael Romann u.a. stellt diesen „breiten“ interdisziplinären Ansatz am Beispiel des Fußballs vor.

In dem Beitrag Aktuelle Tendenzen im Beachvolleyball anhand einer Strukturanalyse – Ein Vergleich im oberen internationalen Leistungsbereich (Jimmy Czimek u.a.) wird die innere und äußere Struktur des Sportspiels Beachvolleyball bei Frauen und Männern auf höchstem internationalem Niveau systematisch untersucht, um technische und taktische Tendenzen hervorzuheben. Anhand der sorgfältigen Analyse und Interpretation dieser Ergebnisse erfolgt eine praxisnahe und spielpraktische Auswertung mit zahlreichen konkreten Trainingshinweisen für Beachvolleyballtrainer.

Ziel der Studie Kurzzeitige Effekte von elastischem Tape auf die Freiwurfleistung im Wasserball (Pia M. Vinken u.a.) war die Untersuchung der Auswirkungen von elastischen Tapeanlagen auf die Freiwurfleistung im Wasserball. Dazu absolvierten 16 aktive Wasserballspielerinnen und -spieler Frei-würfe unter den vier Tapebedingungen Baseline (ohne Tape), Brust-, Rücken- und Kontroll-(Bauch-)Tape. Als Parameter für die Freiwurfleistung wurden die Wurfgeschwindigkeit und die Wurfpräzision ermittelt.

Zur Wirkung des Außenarmzuges auf die Kräfte am Innenhebel und Stemmbrett im Riemenrudern informiert der Beitrag von Klaus Mattes und Mitarbeitern. Die Studie untersuchte an 26 männlichen Kaderathleten des Deutschen Ruderverbands die Kräfte und Zugkraftrichtung im Riemenvierer durch zusätzliche Erfassung der Außenarm- und Längskraft am Innenhebel sowie der separaten Stemmbrettkraft von Innen- und Außenbein, um sowohl die wissenschaftlichen als auch trainingspraktischen Grundlagen für die Erhöhung der Vortriebswirksamkeit zu erweitern.

Der Beitrag Olympiastützpunkte in Deutschland – Zur Qualität der Betreuung (Olav Spahl/Michael Scharf) widmet sich dem Qualitätsmanagement, das sich im Sport bzw. den Organisationen des Sports bislang nur sehr begrenzt etabliert hat. Dies trifft insbesondere für den Leistungssport zu. Mit diesem Artikel wird der Versuch unternommen, zehn Jahre nach der Evaluierung der Olympiastützpunkte den aktuellen Sachstand zum Qualitätsmanagement an den Olympiastützpunkten zu beschreiben. Die vorgestellte Metrik wird als eine Option zur Messung von Qualität in die Diskussion eingebracht.

Der Beitrag „Soweit alles klar jetzt?“ Zum Problem gelingender Verständigung in der Trainer-Athlet-Kommunikation (Klaus Cachay/Carmen Borggrefe) bildet den Auftakt einer Serie von sechs Aufsätzen, in denen ausgewählte Forschungsergebnisse zu den Problemen der Trainer-Athlet-Kommunikation im Spitzensport vorgestellt werden. Ausgehend von der wohl begründeten Auffassung, dass es sich bei der Trainer-Athlet-Kommunikation um einen zentralen Faktor sportlicher Leistungserstellung handelt – dessen Qualität über Sieg und Niederlage entscheiden kann –, wird mit der Veröffentlichung dieser an der konkreten Praxis gewonnen Einsichten die Hoffnung verbunden, Trainern wertvolle Anregungen zur Optimierung ihres Arbeitsalltages zu bieten.

In der Rubrik Trainerforum gewähren der Heimtrainer Wolfgang Heinig und die von ihm trainierte WM-Dritte über 3000-m-Hindernis Gesa Felicitas Krause Einblicke in deren Trainings- und Wettkampfalltag. Darüber hinaus werden in der Rubrik Trainers Digest leistungssportrelevante Fragestellungen aufgegriffen.

(Quelle: DOSB)


 
 

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