Athletenkommission fordert Schwerpunkt Duale Karriere

21.02.2013

Nach Vorstellung der Studie „Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen aus Sicht von Bevölkerung und Athleten“ erklärt die Athletenkommission unter Vorsitz von Christian Breuer:

Christian Breuer fordert bessere Rahmenbedingungen für eine Duale Karriere von Athletinnen und Athleten. Foto: picture-alliance

„Mit Verwunderung, aber großem Interesse hat die Athletenkommission die jüngste Veröffentlichung einer Befragung von Sporthilfe-geförderten Sportlern durch die Sporthochschule Köln zur Kenntnis genommen.

Wir distanzieren uns entschieden von Behauptungen in den Medien, dass Sportler korrupt seien und massenhaft manipulieren würden. Das geht aus der Studie nicht hervor.

Allerdings ist es längst an der Zeit, die Nöte und komplexen Belastungen unserer Sportler auf dem Weg in die Weltspitze ernst zu nehmen und durch angemessene Unterstützungs- und Fördermaßnahmen in den Mittelpunkt der Spitzensportförderung zu rücken.

300 Euro pro Monat der Deutschen Sporthilfe nehmen unseren Athleten nicht die Ängste um ihre spätere berufliche Existenz. Die Athletenkommission fordert Rahmenbedingungen für eine Duale Karriere, Ausbildung/Beruf UND Spitzensport sowie ein neues Trainerkonzept; dies alles mit der Zielstellung, Weltspitzenleistungen erreichen zu können.

Hierzu müssen die zuständigen Instanzen der deutschen Sportlandschaft – aus Politik, Sportorganisationen und Partnern (Bildung, Wirtschaft) – ein aufeinander abgestimmtes, flächendeckendes und schlüssig vom Nachwuchs bis zur Spitze strukturiertes Fördersystem entwickeln, um alle Ressourcen in Deutschland effektiv zu nutzen und damit unseren Athleten nicht nur die Hauptlast ihrer Sorgen zu nehmen, sondern verbindliche Lösungen für die Bewältigung der Doppelbelastung anzubieten.“

Opens external link in new windowZur Studie "Dysfunktionen des Spitzensports" >>>

(Quelle: DOSB)

 
 

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