Karate-WM 2014 mit goldenem Abschluss

10.11.2014

Die deutsche Kata-Damen-Mannschaft ist bei der 22. Karate-Weltmeisterschaft in Bremen zum ersten Mal Weltmeister geworden.

Die Kata-Damen Jasmin Bleul (l.) und Christine Heinrich, die zusammen mit Sophie Wachter Gold gewannen.

Noah Bitsch (l.) punktet im Finale gegen seien iranischen Gegner. Fotos: Karate-WM 2014/Melanie Müller

Die drei Athletinnen Jasmin Bleul, Sophie Wachter und Christine Heinrich besiegten die japanische Auswahl mit 3:2.

Gute Bilanz der deutschen Mannschaft

Die Kumite-Herren mit Mehmet Bolat, Noah Bitsch, Nikolosz „Nika“ Tsurtsumia, Jonathan Horne und Heinrich Leistenschneide konnten sich trotz großen Einsatzes letztlich nicht gegen den Iran durchsetzen und unterlag nach fünf Kämpfen mit 2:3 denkbar knapp.

Der dreißigjährige Ilja Smorguner hatte in der Vorrunde unter anderem den amtierenden Weltmeister Antonio Diaz entthront und war absolut dominierend in die Finalrunde eingezogen. Dort traf er auf den Japaner Ryo Kiyuna, der seine „Annan“ eindrucksvoll in der mit rund 10.000 Zuschauern ausverkauften Arena präsentierte. Smorguner, der in München trainiert und den 3. Dan im Shito Ryu trägt, konterte den Auftritt mit der „Annan“.

Trotz einer starken Vorführung und der Unterstützung durch das Publikum entschieden die Kampfrichter für den Japaner. Dennoch ist der Erfolg Smorguners ein historisches Abschneiden: Es handelt sich um die erste Medaille in dieser Disziplin seit 30 Jahren – und zugleich die höchstwertige, die bisher erreicht worden ist.

Der DKV gewann damit insgesamt eine goldene, drei silberne und drei bronzene Medaillen in der Bremer ÖVB-Arena.

Trotz der beiden Finalniederlagen am Sonntag ist die sportliche Leitung der Nationalmannschaft mit dem Ergebnis der WM mehr als zufrieden. „Das hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagte Sportdirektor Ralph Masella zur Bilanz. Besonders der Titel für die Kata-Damen sei sensationell, aber auch das Abschneiden aller anderen Medaillengewinner belege den richtigen Ansatz und die intensiven Vorbereitungen des Teams in den vergangenen Jahren. Nun gelte es, auf dieser Basis weiterzuarbeiten.

Karate empfiehlt sich für Olympia

An der 22. Karate-Weltmeisterschaft und der 1. WM für Menschen mit Behinderung nahmen insgesamt 116 Nationen mit über 1.000 Athleten teil, das entspricht den Zahlen der 21. WM 2012 in Paris. An den beiden Finaltagen war die ÖVB-Arena mit rund 10.000 Zuschauern ausverkauft. Auch der Vorrundenfreitag stand kurz vor der Begrenzung. Mit der Organisation des 13-köpfigen OK-Teams um Horst Kaireit und Reiner Zimbalski war die World Karate Federation zufrieden. „Es war eine tolle Weltmeisterschaft und zeigt, dass Karate zur olympischen Familie gehören sollte“, sagt der Präsident des Deutschen Karate Verbandes, Wolfgang Weigert.

(Quelle: OK Karate-WM)

 

 

 
 

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