DOSB Traineroffensive

Alfons Hörmann, Hermann Weinbuch, Christa Thiel, Silvia Neid und Wolfgang Niersbach (v.l.) bei der Auszeichnung zum Trainer des Jahres 2013. Foto: picture-alliance/Jan Haas
Alfons Hörmann, Hermann Weinbuch, Christa Thiel, Silvia Neid und Wolfgang Niersbach (v.l.) bei der Auszeichnung zum Trainer des Jahres 2013. Foto: picture-alliance/Jan Haas

Seit der Verabschiedung der Traineroffensive am 29. November 2005 durch den Bundesvorstand Leistungssport mit dem Ziel die Position und den Stellenwert von Trainerinnen und Trainern zu verstärken konnten einige Punkte erreicht werden. Die konzeptionelle Verankerung erfolgte im Opens external link in new window„Neuen Steuerungsmodell Leistungssport des DOSB“, welches 2006 von der Mitgliederversammlung verabschiedet wurde. Dort ist die Traineroffensive als wesentliches Element aufgeführt und mit folgenden Zielstellungen verbunden:

  • Ausbau der Trainerstrukturen
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Trainerberuf
  • Größere Wertschätzung des Trainerberufs in der Öffentlichkeit
  • Steigerung der Attraktivität des Trainerberufs
  • Motivierung des Trainernachwuchses

Unter der Prämisse „Der Trainer ist der wichtigste Partner des Athleten“ sind folgende Maßnahmen eingeleitet worden:

Prämierung des/der „DOSB- Trainers/Trainerin des Jahres“

Zur Honorierung herausragender Leistungen verleiht der DOSB seit 2006 den Preis „DOSB-Trainer/Trainerin des Jahres“. Die Prämierung erfolgt auf Vorschlag der Verbände und ist mit 10.000 € dotiert. Seit 2011 findet sie im Rahmen der Verleihung „Sportler des Jahres“ im Dezember in Baden-Baden statt. Diese öffentlichkeitswirksame Prämierung soll sowohl den Trainernachwuchs motivieren als auch die gesellschaftliche Anerkennung des Trainerberufs erhöhen.

Schrittweise Anpassung der Trainervergütung

Im Jahr 2008 erfolgte eine Gehaltsanpassung für die bundesfinanzierten Trainer von 7,75 Prozent. Die BMI-Förderung des Leistungssportpersonals wurde in diesem Zusammenhang zweckgebunden um 1,3 Mio. € erhöht. Dennoch sind die Gehälter nach wie vor unter dem Niveau der führenden Sportnationen, sodass insbesondere erfolgreiche Trainer mit ihrem fachspezifischen Wissen lukrative Angebote aus dem Ausland erhalten.

Analog zu der Gehaltsanpassung wurden im Dezember 2008 die BMI-Richtlinien zur Förderung der Bundessportfachverbände dahingehend geändert, dass die Obergrenzen für die Bezuschussung der einzelnen Leistungssportpersonalstellen angehoben wurden: Sportdirektor/Cheftrainer bis zu 94.000 €, Disziplin-/Funktionstrainer  bis zu 85.000 €, Leistungssportreferent/Nachwuchstrainer bis zu 77.000 €, Stützpunkttrainer bis zu 67.000 €). Diese Summen verstehen sich inklusive der Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen. Eine Anhebung der Gehälter ist mit Eigen- oder Fremdmitteln möglich.

Einführung und Finanzierung eines Prämiensystems

Im Jahr 2010 wurden vom BMI erstmals zusätzliche Haushaltsmittel für Medaillenprämien bei Olympischen Spielen bereitgestellt. Für die insgesamt 30 Medaillen bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver wurden zusätzlich zur bestehenden Grund- und Projektförderung insgesamt 661.500 € ausgeschüttet.

Die Besonderheit der Prämierung für Erfolge bei Olympischen Spielen im Vergleich zu den Prämienkonzepten der Spitzenverbände besteht darin, dass nicht nur das bundesgeförderte Leistungssportpersonal berücksichtig werden kann, sondern auch Trainerinnen und Trainer, die außerhalb des geförderten Bereichs bezahlt werden. Diese Herangehensweise ermöglicht es u.a. Förderer des Talents einzubeziehen.

Damit das neue Prämiensystem bis nach unten in die Nachwuchsförderung wirksam wird, sind verschiedene Parameter vom BMI festgelegt worden.

  • Goldmedaille         bis zu 40.000 €
  • Silbermedaille       bis zu 25.000 €
  • Bronzemedaille     bis zu 15.000 €

Die maximale Prämie pro Empfänger ist je Gold-, Silber- oder Bronzemedaille höchstens 15.000 €, 10.000 € bzw. 5.000 €; für mehrere Medaillen zusammen aber nicht mehr als insgesamt 30.000 €.

Erhöhung der Anzahl der Bundestrainerstellen

Der DOSB hatte 2008 in seinem Konzept „Zur Zukunftsfähigkeit der Sportförderung in Deutschland“ im Rahmen seiner Traineroffensive einen strategischen Mehrbedarf von rund 100 hauptberuflichen Trainerstellen für die olympischen Spitzenverbänden definiert. Bei einer Durchschnittsvergütung von 60.000 € entspricht dies einem Mehrbedarf von rund sechs Millionen Euro.

Im Laufe des Olympiazyklus ist es gelungen, schrittweise 54 hauptamtliche und 40 mischfinanzierte  Bundestrainer sowie weitere Honorarbundestrainer anzustellen; ein Großteil davon bereits im Jahr 2009. Das BMI hat für diese Trainerstellen zusätzlich ca. 4,5 Millionen Euro in den Sporthaushalt eingestellt.

Auch das Bundesverteidigungsministerium hat seinen Beitrag zur DOSB-Traineroffensive geleistet. Im Jahr 2010 sind im Rahmen des Kontingentes der Spitzensportförderung der Bundeswehr bis zu 50 Trainerstellen für die Spitzenverbände eingerichtet worden.

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