Bach beruft sieben Deutsche in Agenda-2020-Arbeitsgruppen

22.05.2014

IOC-Präsident Thomas Bach hat die 14 Arbeitsgruppen benannt, die über die wichtigsten Themen und Vorschläge zur olympischen Agenda 2020 diskutieren sollen.

Arbeit an der olympischen Zukunft: IOC Präsident Thomas Bach vor einem bunten Ringe-Motiv. Foto: picture-alliance

Berufen wurden Persönlichkeiten aus der Olympischen Bewegung, neben IOC-Mitgliedern auch Athleten und Vertreter Internationaler Fachverbände und Nationaler Olympischer Komitees, aber auch Experten aus anderen internationalen Organisationen, Nichtregierungs-Organisationen, aus Wirtschaft, Medien und Kultur. Bach, der selbst die Arbeitsgruppe olympischer TV-Kanal leiten wird, benannte am Donnerstag (22. Mai) auch sieben deutsche Vertreter.

So ist DOSB-Generaldirektor Michael Vesper Mitglied der Arbeitsgruppe, die Vorschläge zur Reform des Olympia-Vergabeverfahrens sondieren wird. IOC-Athletensprecherin Claudia Bokel ist in zwei Arbeitsgruppen vertreten: Sie ist dabei, wenn es um die künftige Programmgestaltung der Spiele geht, und sie ist Vorsitzende der Gruppe „Schutz sauberer Athleten“. DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank arbeitet an der künftigen Gestaltung der Spiele mit. Klaus Schormann, Präsident des Weltverbandes für Modernen Fünfkampf, ist Mitglied in der Arbeitsgruppe „Kulturpolitik“. Prof. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin für Bildung und olympische Erziehung, wird an Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Olympischen Jugendspiele mitwirken. 

Auch Geigerin Vanessa Mae ist eingeladen

Zu den Experten, die Bach einlud, zählen auch UN-Sonderbotschafter Willi Lemke (Arbeitsgruppe „gelebter Olympismus und Jugend“) und Prof. Martin Roth, Direktor des Londoner Victoria and Albert Museums („Kulturpolitik“).

Hier arbeitet beispielsweise auch Eric Schmidt mit, Vorstandsvorsitzender von Google. Oder die Geigerin Vanessa Mae, die als Skiläuferin auch an den Olympischen Winterspielen in Sotschi teilnahm. Ebenso hat die Clinton Foundation, eine gemeinnützige Stiftung, die der frühere US-Präsident Bill Clinton gegründet hat, die Einladung angenommen.  

Opens external link in new windowDie 14 Gruppen werden Vorschläge zur olympischen Zukunft begutachten, die aus der Olympischen Bewegung, dem internationalen Sport und auch von Privatpersonen eingereicht wurden. Die insgesamt 150 Teilnehmer werden sich im Juni in ihren Gruppen treffen und ihre Erkenntnisse dem IOC-Exekutivkomitee im Juli präsentieren, ehe der ebenfalls für Juli geplante Olympische Gipfel mit den wichtigsten Akteuren der Olympischen Bewegung darüber diskutieren wird. Anschließend werden die Beiträge den IOC-Kommissionen vorgelegt und im Oktober abermals in der Exekutive beraten, ehe die verfeinerten Vorschläge für die Olympia-Agenda 2020 der Außerordentlichen Session am 8. und 9. Dezember in Monaco zur Verabschiedung vorgelegt werden.

Bach hatte bei der 126. Session im Februar in Sotschi zur Diskussion über fünf Hauptthemen eingeladen: die Einzigartigkeit der Olympischen Spiele, die Athleten als Mittelpunkt der Olympischen Bewegung, Olympismus in Aktion, die Rolle des IOC sowie Struktur und Organisation des IOC. Allein in Sotschi zählte das IOC insgesamt 211 Beiträge seiner Mitglieder. Aber Bach lud auch den gesamten internationalen Sport und auch Interessierte außerhalb der Olympischen Bewegung ein, sich bis zum 15. April zu beteiligen. 

(Quelle: IOC/DOSB)

 

 


 
 

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