Präsidium regt Diskurs über Olympische Spiele an

11.09.2014

Das DOSB-Präsidium hat die Antworten von Berlin und Hamburg auf den DOSB-Fragenkatalog erstmals geprüft und das weitere Vorgehen beraten.

Das Präsidium des DOSB bei der Mitgliederversammlung 2013 in Wiesbaden. Foto: picture-alliance/Frank May

Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat auf seiner 70. Sitzung in Berlin am Donnerstag die Antworten derOpens external link in new window Bundeshauptstadt Berlin und der Opens external link in new windowFreien und Hansestadt Hamburg auf die vom DOSB gestellten Fragen zu einer möglichen Olympiabewerbung in erster Lesung zur Kenntnis genommen und wird sie nun sorgfältig auswerten. Es wird den Städten zusätzliche Workshops anbieten, bei denen offene Fragen zu den Sportstättenkonzepten aufgegriffen werden sollen, um im Einzelfall positive Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Auf seiner Sitzung am 28. Oktober 2014 wird über das weitere Vorgehen beraten.

Unabhängig von der Frage, ob, wann und mit welcher Stadt sich der DOSB um Olympische Spiele bewerben wird, hält das Präsidium einen intensiven Dialog mit Vertretern/innen der Zivilgesellschaft über Chancen und Risiken der Ausrichtung von Olympischen Spielen für sinnvoll und notwendig. DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte: „Wir werden eine Gesprächsreihe initiieren und zu einem Auftaktgespräch möglichst zeitnah einladen. Wir erwarten Hinweise darauf, ob es im Zuge einer Olympiabewerbung zu einem gesamtgesellschaftlichen Aufbruch kommen kann, der von Sport, Politik, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam getragen wird.“

Hörmann kündigte an, man werde die Antworten beider Städte in enger Abstimmung mit den Mitgliedsorganisationen des DOSB auswerten, um sich ein konkretes Bild einer möglichen Bewerbung zu machen. Dazu zähle auch der intensive Austausch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) über dessen Bewerbung um die Fußball-EM 2024. In die Entscheidung werden neben Ergebnissen der Auswertung des Fragenkatalogs auch die Zustimmung der Bevölkerung, die weltweite Ausgangssituation und die internationalen Erfolgsaussichten sowie die Ergebnisse des IOC-Reformprozesses „Agenda 2020“ einfließen. Das alles gelte es auch in den im Oktober festzulegenden Zeitplan einzubeziehen.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper erklärte: „Am Ende müssen wir entscheiden, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Stadt wir uns um Olympische Spiele bewerben. Wichtig ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass wir am Anfang eines langen Prozesses stehen, dessen klares Ziel es ist, Olympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen. Falls wir uns bereits für 2024 entscheiden, müssen wir dies dem IOC bis zum Herbst 2015 mitteilen.“ 

Quelle: DOSB


 
 

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