Sport unterstützt Entwicklungsziele

06.04.2017

Als Dachverband des organisierten Sports in Deutschland verfügt der DOSB mit seinen Mitgliedsorganisationen über eine große Erfahrung im nationalen und internationalen Sport.

Das Kernprojekt in Namibia, die „Basketball Artist School“, vermittelt Kindern und Jugendlichen neben dem Basketballsport life skills und Wissen im Bereich der Gesundheitsförderung (z. B. im Bereich AIDS/HIV Prävention). Foto: DOSB

Ob in kurzfristig angelegten Sofortmaßnahmen der humanitären Hilfe oder in langfristig, nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit; ob im lokalen, regionalen oder globalen Maßstab eingesetzt – Sport kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen von Entwicklungszielen leisten. Die Befähigung von Kindern und Jugendlichen zu einem selbstbestimmten Leben steht im Zentrum aller Projektbemühungen.

Entwicklung durch Sport

Als Dachverband des organisierten Sports in Deutschland verfügt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit seinen Mitgliedsorganisationen über eine breite Expertise im nationalen und internationalen Sport. Gemeinsam mit den Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit wie Regierungen und Entwicklungsorganisationen nutzt der DOSB den Sport als anerkanntes, wirkungsvolles und kosteneffizientes Mittel für das Erreichen von Entwicklungszielen. Sowohl die Entwicklung des Sports bzw. der internationalen Sportförderung, als auch die gesellschaftliche Entwicklung durch Sport sind im Fokus der Bemühungen. Die Sportwelt und die Akteure der Entwicklungszusammenarbeit teilen gemeinsame Grundwerte als Basis für ihre Zusammenarbeit.

Internationaler Rückenwind für den Sport

Auch international herrscht Konsens – Sport unterstützt Entwicklungsziele. Im Jahr 2001 ernannten die Vereinten Nationen (UN) zum ersten Mal einen Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden und 2014 wurde der 6. April zum „Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden“ erklärt – ein weiterer Meilenstein in der globalen Anerkennung des Sports, einen Betrag zur Gestaltung der Gesellschaft gerade auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zu leisten. 2014 haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Vereinten Nationen (UN) den wichtigen Beitrag des Sports in der internationalen Zusammenarbeit auf höchster Ebene anerkannt. Der Sport ist in zahlreiche Entwicklungsprogramme integriert und als wichtiger Akteur zur Erreichung der Sustainable Development Goals in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UN festgeschrieben.

Im Team zum Erfolg

„Sport für Entwicklung“ ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ein Querschnittsthema mit zahlreichen Verbindungen zu verschiedenen entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung. Der DOSB unterstützt die Bundesregierung, in Zusammenarbeit mit seinen Partnern, Sport als Instrument
zur Erreichung von entwicklungspolitischen Zielen zu etablieren.

Sport vor Ort – das läuft aktuell

Der DOSB arbeitet zusammen mit seinen Partnern parallel an mehreren internationalen Entwicklungsprojekten:

  •  „weltwärts im Sport“: Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst hat zum Ziel, Sport als Mittel für Entwicklung und Frieden im „weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu stärken.
  • Namibia: Das Kernprojekt, die „Basketball Artist School“, vermittelt Kindern und Jugendlichen neben dem Basketballsport life skills und Wissen im Bereich der Gesundheitsförderung (z. B. im Bereich AIDS/HIV Prävention)
  • Türkei: Über verschiedene Sport- und Bewegungsangebote werden in der Grenzregion zu Syrien Begegnungsstätten für syrische und türkische Jugendliche geschaffen, Multiplikatoren ausgebildet und Materialien entwickelt um einen Beitrag zur sozialen Kohäsion zu leisten.

Mit Hilfe der Projekte gelingt es dem Sport immer wieder, Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu geben. Alle Projekte werden von fachlich kompetenten und interkulturell geschulten Projektleitern durchgeführt. Ein Hauptaugenmerk legen die Projektleiter darauf, den Sport situativ, d. h. angepasst an die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort, angemessen zu initiieren und zu moderieren. Nachhaltig zu wirken ist das Ziel aller Projektschritte. Lokale Multiplikatoren sorgen dafür, dass das erworbene Wissen langfristig in die lokalen Strukturen einfließt und somit ein Beitrag zur lebendigen Zivilgesellschaft in den Zielländern geleistet wird. Langfristig nutzbare neue Sporträume werden ebenso geschaffen wie sichere und gewaltfreie Orte (safe places) zum Sporttreiben für die Menschen vor Ort. Der DOSB erarbeitet darüber hinaus Methoden, um Sport in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit weiter zu entwickeln. „ Neben einer positiven Wertevermittlung kann der Sport jedem einzelnen Menschen dabei helfen, wertvolle ‚lifeskills‘ – zum Beispiel Disziplin, Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl – zu erwerben, die sich auf das alltägliche Leben der Menschen übertragen", sagt Britta Heidemann, Fecht-Olympiasiegerin und Botschafterin „Sport für Entwicklung“. "Das beeinflusst auch die eigenen Zukunftsperspektiven und hat somit auch eine positive Auswirkung auf die Gemeinschaft vor Ort."

Auftraggeber für die Projekte sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Partner sind Sportverbände/-vereine und zivilgesellschaftliche Akteure sowie Partner in Partnerländern.

Zu den thematischen Schwerpunkten zählen Bildung, Gesundheitsförderung, Gewaltprävention, Friedensförderung, Traumabewältigung, Umweltschutz, Selbstbestimmung, Inklusion, soziale Kohäsion, Gleichstellung der Geschlechter.

(Quelle: DOSB)


 
 

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