Landessportbünde sprechen sich für Hörmann aus

28.10.2013

Die Konferenz der Landessportbünde (LSB-Konferenz) sprach sich am Samstag, 26. Oktober, in Hamburg einstimmig für die Wahl von Alfons Hörmann zum DOSB-Präsidenten aus.

Alfons Hörmann bei der Konferenz der Landessportbünde in Hamburg. Foto: HSB/Witters

Verabschiedet wurde zuvor eine Hamburger Erklärung zu aktuellen sportpolitischen Positionen. Die LSB-Konferenz setzt ein Zeichen im Anti-Doping-Kampf, erhöht den Beitrag der Landessportbünde zur Finanzierung der NADA auf 100.000 Euro und fordert die Prüfung der Einführung einer Strafnorm „Dopingbetrug im Berufssport“.

Der Kandidat für das Amt des DOSB-Präsidenten, Alfons Hörmann, konnte die Landessportbünde überzeugen. Hörmann betonte mit Blick auf das Angebot der Spitzenverbände ihn zu nominieren: „50 plus x ist mir nicht genug. Ich brauche die breite Unterstützung des Sports in Deutschland, um dieses Amt ausüben zu können.“ Der amtierende Präsident des Deutschen Skiverbands ergänzte, er habe „nicht nur Schnee im Kopf“ sondern sei selber auch Segler, Fußballer und Leichtathlet. Nach dem einstimmigen Votum der LSB-Konferenz erklärte Hörmann offiziell, bei der Wahl des DOSB-Präsidenten anzutreten. Hörmann ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Beruflich ist er Vorstandsvorsitzender der Hörmann-Gruppe (Automotive und Kommunikation).

Ebenfalls vorgestellt hatte sich Ulrich Bittner. Der Bauingenieur Bittner stammt aus Hanau, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bittner sagte der Konferenz, er wolle kein Gegenkandidat zu Hörmann sein sondern ein Alternativkandidat. Er wolle eine unvoreingenommene Sicht aus der Wirtschaft in das Amt des DOSB-Präsidenten einbringen. Bittner zog nach dem Votum der LSB-Konferenz seine Kandidatur zurück.

Die LSB-Konferenz verabschiedete eine Initiates file downloadHamburger Erklärung mit der sie sich an politisch Verantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen richtet. Die Erklärung formuliert sportpolitische Positionen zu folgenden Themen: Sport als Staatsziel im Grundgesetz, Beteiligung des Sports an Einnahmen aus Sportwetten, ein neues Präventionsgesetz, Ganztagsschule und Sport, die Talentsichtung und -bindung im Nachwuchsleistungssport, Integration und Inklusion, Lärmschutz und Sport sowie Anti-Doping.

Die Landessportbünde sehen sich in einem engen Schulterschluss mit den Lotteriegesellschaften in den Ländern. Die Einführung einer Deutschen Sportlotterie mit überwiegend kommerzieller Gesellschafterstruktur lehnte die LSB-Konferenz ab, da die bewährte Förderung des Breitensports sowie des Kinder- und Jugendsports hierdurch nachhaltig gefährdet würde.

Die LSB-Konferenz vertritt in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des DOSB eine Null-Toleranz-Politik gegen Doping. Die Landessportbünde setzen im Anti-Doping-Kampf ein Zeichen und vervierfachen ihren Beitrag zur Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) auf 100.000 Euro pro Jahr. Außerdem fordert sie den Gesetzgeber auf, die Einführung einer Strafnorm „Dopingbetrug im Berufssport“ zu prüfen. Die LSB-Konferenz betonte dabei, dass die Behandlung von Dopingfällen nach den bisherigen Grundsätzen und Regeln des Sportrechts uneingeschränkt erhalten bleiben muss.

(Quelle: Hamburger Sportbund)

 
 

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