Professorin Dr. Renate Zimmer wird 70 Jahre alt

24.10.2017

Die renommierte Osnabrücker Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Renate Zimmer vollendet am heutigen Dienstag, dem 24. Oktober 2017, ihr 70. Lebensjahr.

Renate Zimmer setzt sich für frühkindliche Bildung und Entwicklung ein. Foto: privat

Sie wurde 1981 zur Professorin für Sportwissenschaft an der Universität Osnabrück berufen und vertrat dort bis zu ihrer Emeritierung im März 2016 u.a. die Bereiche Sportpädagogik und Sportdidaktik in den verschiedenen Lehramtsstudiengängen. Ihr besonderer Arbeitsschwerpunkt war und ist immer noch die „Frühe Bewegte Kindheit“. Renate Zimmer ist seit 2007 (Gründungs)Direktorin des eigenständigen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nife) e.V., das mit der Universität Osnabrück kooperiert und deutschlandweit, wenn nicht sogar weltweit seinesgleichen sucht.

Renate Zimmer wurde in Sinspelt im Eifelkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) geboren, studierte zunächst Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und ließ sich dann am Hochschulinstitut für Leibeserziehung an der Universität Mainz zur Sportpädagogin ausbilden. Danach arbeite sie einige Jahre im Schuldienst und absolvierte ein weiteres Studium mit dem Abschluss als Diplom-Erziehungswissenschaftlerin an der Hochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung Worms. Der Einstieg in die akademische Laufbahn erfolgte 1976 mit der Übernahme einer Assistentenstelle an der Hochschule Hildesheim. Der Titel ihrer Dissertation, die 1980 an der Universität Osnabrück angenommen wurde, lautete: „Motorik und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern im vorschulischen Alter. Eine empirische Studie zum Zusammenhang motorischer, kognitiver, emotionaler und sozialer Variablen“. Kurze Zeit später erfolgte der Ruf an das heutige Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften dort.

Renate Zimmer ist national und international bekannt und etabliert durch eine große Anzahl an Vorträgen im In- und Ausland sowie einer Fülle einschlägiger Publikationen – dies in einem Ausmaße, das in ihrer Fachrichtung einzigartig sein dürfte: Sie hat mehr als 45 Bücher zu den Themen Entwicklungsförderung, Bewegtes Lernen (ihren Titel: „Toben macht schlau!“ haben viele – wenn nicht gelesen – so doch sicher schon mal gehört!), Psychomotorik, Bewegung und Sprache geschrieben, die wiederum in etliche andere Sprachen übersetzt worden sind (u.a. ins Griechische, Koreanische, Chinesische, Finnische und Polnische).

Renate Zimmer wurde im Jahre 2007 für ihr breites bildungs- und gesellschaftspolitisches Engagement für Kinder mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Im Jahre 2010 wählte sie die Zeitschrift „Unicum Beruf“ zur „Professorin des Jahres“ – eine Auszeichnung, die vor allem die hervorragende Lehrleistung von Renate Zimmer und damit ihr hohes Ansehen bei den Studierenden anerkennt. Als Expertin ist Renate Zimmer u.a. Mitglied in Redaktionsbeiräten verschiedener Fachzeitschriften; sie wirkt in wissenschaftlichen Beiräten u.a. von Stiftungen; ihr geschätzter Rat wird ständig von zahlreichen Ministerien in Bund und Ländern nachgefragt. Auch hochschulpolitisch war Renate Zimmer initiativ: Sie gründete u.a. die von ihr über mehrere Jahre geleitete Konferenz der Sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen Niedersachsens (KSHN), der sich sogleich alle acht Standorte des Faches Sportwissenschaft in Niedersachsen angeschlossen hatten.

Das Forschungsgebiet von Renate Zimmer ist breit gefächert. Ihre Themen haben Konjunktur und sind bildungs- wie gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung: Bewegung und Sprache, Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen, Entwicklungsdiagnostik, Psychomotorik und Selbstkonzept – das sind nur einige Schlaglichter. Als eines ihrer Markenzeichen können die bundesweiten Kongresse „Bewegte Kindheit“ genannt werden: Renate Zimmer hat sie 1991 initiiert. Sie finden seither in regelmäßigen Abständen in Osnabrück statt und gehören mit stets rund 3000 Gästen zu den größten und bekanntesten „bewegten“ Kindheitskongressen in Deutschland. Renate Zimmer wird die Kongresse und wichtige Forschungsthemen auch mit „über 70“ weiterhin „bewegen“ … und sich selbst dabei in Bewegung halten – nicht nur, aber schon bei ihrem nächsten großen internationalen Vortrag im November in Havanna auf Kuba!     

(Quelle: DOSB/Prof. Detlef Kuhlmann)


 
 

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