Olympische Aufbruchsstimmung beim Multiplikatorentreffen

04.11.2014

Nur wenige Tage nach dem Votum des DOSB-Präsidiums für eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele fand das Multiplikatorentreffen der DOA statt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Multiplikatorentreffens in Heidelberg. Foto: DOA

Alle zwei Jahre lädt die Deutsche Olympische Akademie (DOA) die Absolventinnen und Absolventen ihrer Lehrerfortbildungen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Sessionen der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) zu einem „olympischen Gedankenaustausch“ ein.

Zum Auftakt der Veranstaltung vom 31. Oktober bis 2. November hielt Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe „Sport“ bei Transparency International Deutschland und DOA-Vorstandsmitglied, ein engagiertes Plädoyer für eine erneute deutsche Olympiabewerbung und diskutierte mit rund 90 Gästen über sich daraus ergebene Chancen für Sport, Politik und Gesellschaft. Außerdem präsentierte Prof. Holger Preuß (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts zum Stellenwert der olympischen Werte. Dabei konstatierte der Sportökonom eine gewisse Skepsis gegenüber der Entwicklung der Olympischen Bewegung, die bei der vom IOC angestoßenen „Agenda 2020“, aber auch im Kontext einer neuen deutschen Olympiabewerbung ernst zu nehmen sei.

Olympia: Weltgrößtes Sportereignis für Athleten

Diese Herausforderungen nahm auch ein prominent besetztes Podiumsgespräch in den Blick. Prof. Gudrun Doll-Tepper (DOA-Vorsitzende und DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung), Christian Klaue (Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit DOSB), Sabine Krapf (Leiterin AG Olympia DOSB) sowie Filip Adamski (Olympiasieger 2012 mit dem Ruder-Deutschland-Achter) brachten ihre Erfahrungen und Ideen in einer engagierten Diskussionsrunde ein. Adamski unterstrich dabei die große Bedeutung des weltgrößten Sportereignisses für die Athletinnen und Athleten.

Neue Akzente setzte die DOA mit einer angebotenen Workshop-Phase, die zukünftig einen noch intensiveren Austausch mit ihren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren garantieren soll. In diesem Sinne wurden Perspektiven für eine stärkere Vernetzung von Schulen eruiert sowie die stärkere Integration von Themen zur Olympischen Erziehung und Doping-Prävention in den Unterricht erörtert. Mit der Gründung einer deutschen Sektion der International Olympic Academy Participants Association (IOAPA) sollen zudem zukünftig die internationalen Aktivitäten der DOA und IOA enger miteinander verknüpft werden.

(Quelle: DOA)


 
 

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