Sportvereine brauchen attraktive Sportstätten

05.12.2013

Beim diesjährigen Studioleitertreffen im Rahmen des Stuttgarter Sportkongresses war die Bedeutung von Fitness-Zentren für die Sportvereine das zentrales Thema.

Blick in ein vereinseigenes Fitness-Studio; Foto: Jörg Obernolte

In den letzten Jahren haben zunehmend mehr Sportvereine in Fitness-Zentren investiert. Dies ermöglicht es vielen Vereinen, gemeinnützige Aktivitäten, wie z.B. beitragsfreie Mitgliedschaften für sozial Benachteiligte, auszubauen und ihren gemeinwohlorientierten Verpflichtungen und Aufgaben in besonderer Weise nachzukommen.

Zur bundesweiten Fachtagung treffen sich die Leiterinnen und Leiter vereinseigener Studios einmal im Jahr abwechselnd in Hamburg und Stuttgart. In diesem Jahr trafen sie sich wieder traditionell im Rahmen des Stuttgarter Sportkongresses unter dem Motto „Der Verein als Partner vor Ort: gesund - sozial - gemeinsam“. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Schwäbischen und Deutschen Turner-Bund (DTB). Der DOSB unterstützt die jährlich bundesweite Fachtagung.

In ihren Impuls-Vorträgen zur Eröffnung sprachen sich DTB-Präsident Rainer Brechtken sowie der Präsident des Schwäbischen Turnerbundes (STB) Wolfgang Drexler für vereinseigene Fitnesszentren aus und wiesen darauf hin, dass alle Vereine im organisierten Sport den Regeln der Gemeinnützigkeit unterliegen und in ihrem Verzicht auf Gewinnorientierung sich klar von der kommerziellen Fitnessbranche unterscheiden. 

„Kommerzielle Sportanbieter sind Wirtschaftsunternehmen mit dem Ziel des kommerziellen Erfolges. Turn- und Sportvereine hingegen sind Selbsthilfe-Einrichtungen bürgerschaftlichen Engagements“, so Rainer Brechtken. „Wenn Vereine Fitness- oder Gesundheitszentren einrichten, reagieren sie damit auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder und wollen vor allem Vereinsmitglieder der mittleren und älteren Jahrgänge an den Verein binden. Die Vereine stellen sich damit auf die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft ein.“

Auch wenn Vereine mit ihren Fitness-Zentren Gewinne erwirtschaften, landen diese, anders als bei kommerziellen Anbietern, nicht in der eigenen Tasche, sondern finanzieren andere Bereiche des Vereins, speziell die Förderung von Kindern und Jugendlichen und ermöglichen sozialverträgliche Beiträge für bedürftige Bevölkerungsgruppen. „Das System der Solidarfinanzierung im Turn- und Sportverein ist nach meiner Auffassung das zentrale Element der Zukunftsfähigkeit unserer Vereine, denn nur so lassen sich die sozialen Aufgaben und Leistungen der Vereine finanzieren und aufrecht erhalten,“ fasste Brechtken die Bedeutung vereinseigener Studios zusammen.

Um die Vereine in ihrem gesellschaftlichen Engagement zu unterstützen, lieferte die Fachtagung zu allen Themen rund um Planung und Betrieb eigener Studios wichtige Antworten und wertvolle Hilfestellungen.

Eberhard Blank, vom Schwäbischen Turnerbund und Moderator dieser Fachtagung, zog eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Bereits zum siebten Mal hat diese zweitägige Fachtagung stattgefunden. Dieses Mal waren wir am ersten Tag zu Gast im Vereinsstudio tus fit vom TUS Stuttgart 1867 e.V., einem mit dem Zertifikat SPORT PRO FITNESS ausgezeichneten Fitness- und Gesundheitsstudio. Insgesamt 70 Führungskräfte, Studioleiter, Vorsitzende und Geschäftsführer, aus bundesweit 30 Sportvereinen waren wieder sehr zufrieden mit der Organisation, dem Programm und dem wichtigen, wertvollen jährlichen Erfahrungsaustausch."

Hier finden Sie die Vorträge des Studioleitertreffens:

Initiates file download"Aktuelle Herausforderungen an das Studiomanagement"
Prof. Sebastian Kaiser, Heidelberg

Initiates file download"Perspektiven der Marktkommunikation von Fitnessstudios"
Rainer Fischer, Burghausen

Initiates file download"Studioauslastung - Kennzahlen und Steuerung"
Klaus Leutsch, Erlangen

Initiates file download"Gesetzliche Rahmenbedingungen: Datenschutz/SEPA"
Timo Lienig, Stuttgart

Initiates file download"Natursport und Studio"
Rainer Rückle; Fellbach-Schmiden

(Quelle: DOSB)

 
 

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