Legacy und Stadtentwicklung als vorrangige Ziele in London 2012

Die Zusammenhänge zwischen Sport und Stadtentwicklung sind zwar vielfältig, werden jedoch nur selten bewusst wahrgenommen. Die DOSB-Presse wird in den nächsten Monaten Beispiele für die Verbindung zwischen Sport- und Stadtentwicklung darstellen. Den Anfang bildet ein Beitrag anlässlich der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 in London.
Prozesse der Sportentwicklungsplanungen in Großstädten

Mit der vorliegenden Akademieschrift (Nr. 53) setzt die Führungs-Akademie ihre Publikationsreihe der Akademieschriften fort. Die Akademieschrift dokumentiert eine Veranstaltung, die im letzten Jahr zum Stand der Sportentwicklungsplanungen in Großstädten von der Führungs-Akademie durchgeführt wurde. Ziel der Veranstaltung war es, den aktuellen Stand der Sportentwicklungsplanungen aufzuarbeiten und einen Ausblick auf künftige Notwendigkeiten vorzunehmen. Die Ergebnisse, Präsentationen und Berichte der Veranstaltung sind in der Akademieschrift veröffentlicht. Die Akademieschrift, die in Zusammenarbeit mit der ads und dem DOSB entstanden ist, kann
hier heruntergeladen werden.
Stadtentwicklung und Sport – eine starke Partnerschaft mit Zukunft
Die Städte und Gemeinden (nicht nur) in Deutschland stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Wachsende soziale und kulturelle Heterogenitäten, multiethnische Entwicklungen, sozialräumliche Polarisierungen, zunehmende Gesundheitsprobleme und weitere Faktoren stellen neue Anforderungen an eine ausgewogene Entwicklung der Gemeinden, Städte und Stadtteile. Wissenschaftler sprechen bereits von einer „Krise der Städte“ (Walter Siebel), die zudem durch eine strukturelle Unterfinanzierung kommunaler Haushalte verschärft wird. Neben anderen wichtigen Handlungsfeldern ist auch der Sport ein bedeutsamer Akteur der Stadtentwicklung.
In einem Beitrag aus der Zeitschrift Bürgergesellschaft (12/2009) informiert Andreas Klages über "Stadtentwicklung und Sport - eine starke Partnerschaft mit Zukunft".
Sportstätten und Stadtentwicklung

Die vorliegende Veröffentlichung dokumentiert die Ergebnisse des ExWoSt-Forschungsfeldes "Sportstätten und Stadtentwicklung" und geht der Frage nach, wie die Kommunen den Bereich des Sports stärker als bisher in integrierte Stadtentwicklungspolitik einbinden können. Hintergrund sind die künftigen Anforderungen an Sport- und Bewegungsräume, die sich durch wirtschaftliche und soziale Veränderungen ergeben. Wichtige Faktoren sind hierbei der demographische Wandel und damit einhergehende Veränderungen im Sportverhalten, die Ausweitung von Ganztagsschulen und die begrenzten finanziellen Ressourcen der Kommunen, die eine aktive Gestaltung zunehmender Flächenpotenziale für Sport und Bewegung einschränken.
Im Mittelpunkt des Vorhabens standen folgende Forschungsfragen:
- Welche Konsequenzen und Maßnahmen, Akteursebenen und Trägerschaften sind für die Umgestaltung bestehender Sporteinrichtungen notwendig, um sportliche Aktivitäten für alle zu ermöglichen?
- Wie können wohnraumnahe Flächen für Bewegung und Sport aufgewertet werden, um ihre Attraktivität für die Bewohner vor Ort zu erhöhen?
- Wie kann die Integrationsarbeit von Sportvereinen und anderen Akteuren in sozial benachteiligten Quartieren erleichtert werden?
- Welche besonderen baulichen oder sonstigen Anforderungen müssen an die Nutzbarkeit von Sporteinrichtungen gestellt werden?
- Welche Rolle spielen in diesem Prozess die lokalen Sportvereine?
Ausgehend von einer Beschreibung der einzelnen Modellvorhaben werden in dem Heft übertragbare Strategien und Instrumente aufgezeigt und zentrale Politikempfehlungen für die künftige Förderung des Sports thematisiert.
Download Werkstatt Praxis - Heft 73: Sportstätten und Stadtentwicklung
Memorandum zur kommunalen Sportentwicklungsplanung
Der sportwissenschaftliche Beratungsbedarf von Städten und Kommunen ist in den lezten Jahren angestiegen. Um eine Grundlage sowohl für das Verständnis innerhalb der Sportwissenschaft als auch zwischen Sportwissenschaft und Politik zu schaffen, hat der ad-hoc-Ausschuss "Sportentwicklungsplanung" der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) eine Orientierungshilfe formuliert und 2010 veröffentlicht.
Memorandum zur kommunalen Sportentwicklungsplanung (dvs)
Der Turnverein 1861 Rottenburg und die Weltausstellung Expo 2010 in Schanghai

Der Deutsche Pavillon bei der Weltausstellung Expo 2010 in Schanghai präsentierte mit „balancity“ eine Stadt im Gleichgewicht mit Ideen und Lösungen „made in Germany“, die diese Entwicklung positiv beeinflussen können. Der Vereinssport gehörte als festes und wichtiges Element der Stadtentwicklung dazu. Er ist international vorzeigbarer Bestandteil des deutschen Expo-Beitrags geworden. Wer den Deutschen Pavillon betrat, sah sich direkt dem Thema „vereinseigene Sportstätte“ gegenüber. Eine Luftaufnahme vom Sportpark Rottenburg zeigte beispielhaft, dass viele Vereine auf Eigeninitiative und neue, zeitgemäße Angebote setzen und damit stellvertretend für eine moderne Stadt- und Sportentwicklung in Deutschland stehen. So hat der Turnverein 1861 Rottenburg den Menschen seiner Stadt eine moderne Sportstätte geschaffen, wo ergänzend zum traditionellen Vereinssport wie Turnen, Leichtathletik oder Volleyball nun auch aktuelle Trendsportarten und eine Bewegungslandschaft für Kinder ihren Platz finden.
Sportentwicklungsplanung in Deutschland

Eine bedarfsgerechte Sportentwicklung vor Ort ist durch umfangreiche Wechselbeziehungen zwischen Sporträumen, Sportinhalten und Sportorganisationen gekennzeichnet. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen an Planungsprozesse (die die herkömmlichen richtwertorientierten Planungen alleine nicht mehr leisten können) sowie ein hoher Informations- und Beratungsbedarf. Der DOSB hat daher eine Online-Informationsreihe „Sportentwicklungsplanung in Deutschland“ aufgelegt: Arbeitspapiere zu unterschiedlichen Aspekten arbeiten den Themenkomplex auf und unterstützen Sportorganisationen, Kommunen und Wissenschaftliche Einrichtungen, die sich thematisch oder praktisch mit dem Thema beschäftigen.
Arbeitspapier Nr. 1: „Sportentwicklungsplanungen auf Kreisebene – Fallbeispiel Groß-Gerau“
Klaus Astheimer, Sportbeauftragter des Kreises Groß-Gerau, berichtet engagiert von erfolgreichen Sportentwicklungsplanungen auf Kreisebene in Südhessen. Der Kreis Groß-Gerau, südwestlich von Frankfurt am Main gelegen, umfasst insgesamt 14 Städte und Gemeinden unterschiedlicher Größe, viele Kommunen des Kreises haben zudem einzelne Stadt- bzw. Ortsteile. „Sportentwicklungsplanungen auf Kreisebene – Fallbeispiel Groß-Gerau“ motiviert für weitere Prozesse dieser Art und ist damit ein idealer Auftakt der Informationsreihe.









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