700.000 Euro für UN-Jahr des Sports - Hilfsprojekte für Afghanistan und Flut-Opfer

Kofi Annan (r.) und Adolf Ogi bei der Eröffnung des UN-Jahres des Sports
Kofi Annan (r.) und Adolf Ogi bei der Eröffnung des UN-Jahres des Sports

Deutschland soll anlässlich des Internationalen UN-Jahres des Sports 2005 vor allem den Frauen- und Mädchensport in Afghanistan entwickeln sowie den Menschen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten in Südostasien helfen.

 

Mit diesen gemeinsamen Vorstellungen sind das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland und der Deutsche SportBund (DSB) an die das BMI herangetreten. "Beide Aufgaben stehen auf unserer gemeinsamen Vorschlagsliste ganz oben", erklärte Katrin Merkel, beim NOK verantwortlich für internationale Beziehungen.

 

Die Frist für Vorschläge über Hilfen zum UN-Jahr des Sports war Ende Februar abgelaufen. Vom Bundesinnenministerium (BMI), das über die Verteilung der insgesamt zur Verfügung stehenden 700.000 Euro an Bundesmitteln für konkrete Projekte entscheidet, wird eine endgültige Auswahl noch in diesem Monat erwartet.

 

"Für Afghanistan haben wir uns entschieden, weil es darum geht, dort Sportstrukturen aufzubauen, die es bisher nicht gab", betonte Schwimmverbands-Präsidentin Christa Thiel im Namen des DSB.

 

"Deutschland hat in diesem Land eine besondere Verantwortung übernommen, unter anderem bei der Verankerung der Verwaltungen."

 

Der Sport empfinde sich als Partner der Regierung in Kabul und könne beim Aufbau einer Zivilgesellschaft helfen.

 

Von Seiten des NOK wurden drei Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Flutopfer angeregt. In Sri Lanka sollen mit geringem Aufwand für Kinder und Jugendliche Möglichkeiten geschaffen werden, wieder Sport zu treiben. In Thailand soll ein Experte beim spielerischen Lernen helfen und in Indonesien der Breitensport gefördert werden. "So kann der Sport bei den Flutopfern beitragen, dort wieder Lebensfreude zu wecken und das Erlebte besser zu verarbeiten", erklärte Merkel.


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