Ausgabe 6 der Zeitschrift Leistungssport erschienen

Die aktuelle Ausgabe der DOSB-Zeitschrift Leistungssport, wieder mit einer Vielzahl an trainings- und wettkampfpraktischen Informationen, ist jetzt erschienen.

Die jüngsten Erfolge der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio tragen die Handschrift des Bundestrainers Bernd Berkhahn. Foto: Phillipka-Verlag
Die jüngsten Erfolge der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio tragen die Handschrift des Bundestrainers Bernd Berkhahn. Foto: Phillipka-Verlag

In der Rubrik Trainerforum vermittelt Bernd Berkhahn Einblicke in den Trainings- und Wettkampfalltag seiner Sportart und in die verschiedenen Rollen als Trainer im Nachwuchs- und Hochleistungsbereich. Bernd Berkhahn wurde 2019 vom Deutschen Schwimm-Verband zum Bundestrainer ernannt und avancierte zum DOSB-Trainer des Jahres 2020. Die jüngsten Erfolge der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio tragen seine Handschrift.

Brennpunkt-Thema dieser Ausgabe ist Der Einfluss des Menstruationszyklus auf Leistungsfähigkeit und Trainingsplanung von Christoph Zinner. Es zeigt sich, dass sich immer mehr Frauen (und deren Trainerinnen und Trainer) damit auseinandersetzen und es in der Praxis einen hohen Bedarf an Informationen gibt, was wissenschaftlich eigentlich darüber bekannt und bewiesen ist, wie sehr der Menstruationszyklus Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt.

Positive Führung – warum und wie? ist das Thema von Dominik Dallwitz-Wegner. Führung soll heutzutage nicht nur Anleitung zur Leistungserbringung sein, sondern in einem systemischen und agilen Umfeld die globale Entwicklung berücksichtigen und noch dazu für das Wohlergehen der Mitarbeiter sorgen. Wie lässt sich das für ein „Unternehmen Leistungssport“ realisieren? Antworten darauf gibt dieser Artikel, bei dem als Gegenpol einer Dark Leidership die Rolle von Emotionen in der Führung und verschiedene Ansätze der positiven Psychologie im Fokus stehen. Darauf aufbauend wird ein Modell der praktischen Umsetzung vorgestellt.

In der März-Ausgabe von Leistungssport haben Wiebke Fabinski und Frank Vohle die Bildungsverantwortlichen in den Sportverbänden dazu aufgerufen, uns Praxisbeispiele zu einer „Corona-Lehre“ einzureichen. In den Folgeausgaben präsentierten wir eine Vielzahl an praktischen Erfahrungsberichten. In dem abschließenden Beitrag Das Beste aus zwei Welten! … oder? wird dafür plädiert, für die Trainerbildung der Zukunft das Beste aus der analogen und der digitalen Lernwelt miteinander zu verknüpfen.

Über Praxistauglichkeit bekannter Schätzformeln für das hypothetische Einermaximum (h1RM) im Krafttraining berichten Vinzent Kuhlwilm und Jan Schröder. In dieser Arbeit wurden die beiden Schätzformeln von Brzycki und Mayhew et al. für das hypothetische Einer-Wiederholungsmaximum (h1RM) über ihren anerkannten Gültigkeitsbereich für Grundübungen im intensiven Mehrwiederholungstestspektrum (< 10-RM) hinaus dahingehend evaluiert, ob sie auch für isolierte, eingelenkige Krafttrainingsübungen und im extensiveren Mehrwiederholungstests (> 10-RM) tauglich sind.

Dirk Thiele, Olaf Prieske und Urs Granacher präsentieren eine Systematische Analyse des konditionellen Anforderungsprofils in der Sportart Rudern. Die Zielstellung dieses narrativen Überblicksbeitrags ist es, das konditionelle Anforderungsprofil der Sportart Rudern systematisch in Bezug auf die metabolischen und muskulären Beanspruchungen sowie das Verletzungsrisiko zu erfassen. Denn aufgrund der hohen Trainingsumfänge besteht bei Elite-Ruderern ein 1,5- bis 3,7-fach erhöhtes Risiko für Verletzungen im lumbalen Rückensegment, den Knien sowie den Rippen.

Eine Torwurfanalyse im Wasserball liefern Andreas Hohmann, Dirk Hohenstein und Stefan Hochstein. Im Rahmen des Endrundenturniers des „Weltcup Wasserball“ 2018 wurde eine empirische systematische Spielbeobachtung durchgeführt. Deren Gegenstand war das Wurfverhalten mit dem Ziel der wissenschaftlichen Aufklärung der individuellen Wurfleistung der deutschen Nationalspieler sowie etwaiger Unterschiede zum wettkampfspezifischen Wurfverhalten der osteuropäischen Top-Nationen.

Über weitere Trends und Perspektiven im Radsport informieren Anna Katharina Dunst und Clemens Hesse. Primäres Ziel des Krafttrainings in den Kurzzeitdisziplinen des Bahnradsports ist eine auf die spezifischen Anforderungen ausgerichtete Steigerung der maximalen Leistungsabgabe. Im Kontext der Steigerung der muskulären Leistung scheint das geschwindigkeitsbasierte Krafttraining besonders geeignet. Dieser Artikel stellt den physiologischen Hintergrund der neuen trainingsmethodischen Wege hinsichtlich der Entwicklung der Kraft- und Leistungsfähigkeit im Bahnradsprint vor.

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(Autor: Helmut Nickel)


  • Die jüngsten Erfolge der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio tragen die Handschrift des Bundestrainers Bernd Berkhahn. Foto: Phillipka-Verlag
    Die jüngsten Erfolge der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio tragen die Handschrift des Bundestrainers Bernd Berkhahn. Foto: Phillipka-Verlag