Bundeshilfe für nationales Sportstätten-Förderprogramm dringend nötig

Die Initiativen des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Danckert, mit einem "Goldenen Plan 3" die Sportstättenversorgung in Deutschland zu verbessern, sind auf breite Resonanz gestoßen. DSB-Präsident Manfred von Richthofen erklärte, der Sanierungs- und Renovierungsbedarf von Sportanlagen in vielen Städten und Gemeinden sei ein "sportpolitischer Dauerbrenner".

Peter Danckert setzt sich vehement für die Sportstättenförderung ein (Foto: SPD).
Peter Danckert setzt sich vehement für die Sportstättenförderung ein (Foto: SPD).

DSB-Präsident unterstützt Initiativen für einen "Goldenen Plan 3"

 

"Wir werden alle Überlegungen unterstützen, die sportliche Infrastruktur vor Ort entscheidend zu verbessern", sagte der DSB-Präsident. Die ins Gespräch gebrachte Bundeshilfe zu einem nationalen Förderprogramm sei trotz aller Sparzwänge des Bundes nötig, damit Vereine auch weiterhin den sozialen Auftrag des Sports erfüllen können.

 

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Lesen Sie hier: Sportstätten haben dringend Hilfe nötig - Wie hoch ist der Sanierungsbedarf? (PDF, 34KB) 

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DSB-Präsident Manfred von Richthofen: "In den letzten Jahren wurden mit einem großen Kraftakt der öffentlichen Hand moderne Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geschaffen. Nun ist der Bund gefragt, Anschubhilfe für eine Verbesserung der allgemeinen Sportstättenversorgung zu geben. Auch auf anderen Feldern engagiert sich der Bund mit großem Aufwand, um den finanzschwachen Kommunen zu helfen. Die Mittel für das neue Projekt dürfen jedoch nicht zu Lasten der Förderung des Spitzensports bereitgestellt werden. Das vom Abgeordneten Danckert vorgeschlagene Sonderförderprogramm ab 2007 wird vom Deutschen Sportbund und seinen Mitgliedsorganisationen in allen Belangen voll unterstützt."

 

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGb) erklärte, bei der Initiative handele es sich "um einen interessanten Ansatz, der gegebenenfalls nach der bevorstehenden Bundestagswahl weiter verfolgt werden kann". Alle Maßnahmen zur Verbesserung der Sportstättensituation in Deutschland, die auf einer soliden und realistischen Finanzierungsgrundlage stehen, werden vom kommunalen Spitzenverband befürwortet. In einer schriftlichen Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes heißt es weiter: "Vorliegend ist die Bereitschaft der Länder zur Mitfinanzierung sowie deren Art jedoch noch unklar. Insofern müssen wir Vorbehalte anmelden. Dies gilt auch hinsichtlich der Vielzahl von Städten und Gemeinden, die zur Konsolidierung ihrer Finanzen Haushaltssicherungskonzepte auflegen mussten. Diesen wird eine Kofinanzierung schon dadurch verstellt, dass grundsätzlich nur Pflichtaufgaben wahrgenommen werden dürfen, zu denen die Sportförderung nicht gehört. Von dem Programm würden diese Kommunen nicht profitieren können, obwohl zu vermuten ist, dass der Zustand der Sportstätten häufig Not leidend ist.“

 

Danckert unterstrich in Berlin, seine Initiative, die er nach Konsultation von Fachleuten gestartet habe, sei ein wichtiges Projekt, das er in der nächsten Legislaturperiode in Gang setzen und umsetzen wolle. Danach sollten ab 2007 jährlich 50 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt als Drittelfinanzierung bereitgestellt werden, so dass Länder und Gemeinden in die Lage versetzt werden könnten, für dringende Sportinfrastruktur-Projekte jeweils ein weiteres Drittel zur Verfügung zu stellen. Dabei seien die Hinweise des kommunalen Spitzenverbandes sehr hilfreich, um von Anfang an Schwierigkeiten des Haushaltsvollzugs der Kommunen vermeiden zu können.

 

Auch wirtschaftlich ein sinnvolles Projekt

 

Mit dem "Goldenen Plan 3" sollten nicht nur Neu- und Erweiterungsbauten, sondern im wesentlichen unabweisbare Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen von Sportanlagen in den Städten und Gemeinden finanziert werden. "Dieses kleine Investitionsprogramm wäre eine große Hilfe zur Stärkung der Infrastruktur und hätte zudem einen wirtschaftspolitischen Effekt", sagte er. "Es kann doch nur positiv sein, dass kleine Handwerksunternehmen mit Aufträgen gestärkt werden."

 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete hatte sich in den letzten Jahren erfolgreich für eine Fortsetzung des Goldenen Plans Ost eingesetzt. Mit Hilfe der Haushaltspolitiker der Koalition erreichte er den Fortbestand der 1999 aufgelegten Sonderförderung des Bundes, die nach dem Haushaltsentwurf des Bundes auch 2005 weiterlaufen soll. DSB-Präsident Manfred von Richthofen hatte auf dem DSB-Bundestag im Dezember 2004 in Bremen Danckerts unermüdliches Engagement herausgestellt.


  • Peter Danckert setzt sich vehement für die Sportstättenförderung ein (Foto: SPD).
    Peter Danckert setzt sich vehement für die Sportstättenförderung ein (Foto: SPD).
  • Ein Kandidat für Sportstättensanierung ist in Söllichau zu finden.
    Ein Kandidat für Sportstättensanierung ist in Söllichau zu finden.