Der Deutsche Judo-Bund wendet sich mit Taiso auch an Ältere

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) bietet jetzt auch Taiso an, eine traditionelle japanische Bewegungsform, mit der eine große Zielgruppe erreicht werden kann.

Auf dunkelrotem Untergrund ist in weiß links das Logo des DJB. In der Mitte steht in Großbuchstaben Taiso. Daneben ist eine gezeichnete Person, die einen Judoanzug mit Gürtel trägt, den linken Arm über den Kopf beugt, den rechten Arm in der Hüfte.
Quelle: DJB

Mithilfe von Taiso kann das psycho-physische Wohlbefinden verbessert und die individuelle Leistung stufenweise gesteigert werden. Für ältere Menschen oder Neueinsteiger kann das Angebot mit Modulen einer leichten Intensität beginnen, anfangs allgemeiner ausgerichtet sein mit einer späteren judo-spezifischen Orientierung. 

"Befeuert" durch die Corona-Pandemie hat der Deutsche Judo-Bund (DJB) in Kooperation mit dem Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband (NWJV) die traditionelle Bewegungsform Taiso neu aufgearbeitet. Viele Taiso-Übungen gehören bereits zum festen Bestandteil des Judotrainings. Dabei ist die Entwicklung von Taiso als innovativer Prozess zu sehen - ähnlich wie die drei Methoden Kata, Randori und Shiai. Sportarten und Disziplinen entwickeln sich weiter und mit Taiso lassen sich traditionelle Elemente hervorragend in moderne Strukturen einbinden. Taiso wird als allumfassende Körperschulung gesehen, die nicht nur die physische Stärkung des Körpers meint, sondern parallel die Stärkung des Geistes. Eine ideale Bewegungsform, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.  

Grundlagen und Aufbau des Trainings 

Grundlage in der Praxis bildet ein Mobilisations-Modul im Umfang von acht bis ca. zwölf Minuten. Darauf aufbauend folgen Module mit unterschiedlichen Intentionen. Sie können allgemein-sportliche Ziele verfolgen, judo-spezifisch ausgerichtet sein oder aber auch spezielle Ziele und Zielgruppen im Blick haben. Die Module sind in einer Art Baukastensystem kategorisiert, die von Übungsleiter*innen und Trainer*innen selbst zusammengestellt werden. So kann Taiso auch für neue Zielgruppen angeboten werden. 

Weitere Informationen zu den Trainingsinhalten sind in diesem detaillierten Konzeptpapier zu finden. 

Taiso kann ein zusätzliches Angebot im Judotraining sein, soll aber keinesfalls das eigentliche Judo-Training ersetzen. Gerade in den aktuellen Zeiten gewinnen Sportarten, die sich möglichst einfach und ohne großen Aufwand in die Praxis umsetzen lassen. Taiso lässt sich gut mit einer Gruppe ohne Kontakt im Freien durchführen. Das gemeinsame Training weckt dabei sozial-emotionale Ziele, auch wenn der direkte Körperkontakt noch nicht möglich ist.  

Video-Plattform zum Start der Kampagne 

Auf der neuen Video-Plattform djb-taiso.dokume.net werden erste Übungsvideos und das ausführliche Taiso-Konzept bereitgestellt. Diese Inhalte können als Inspiration für das Vereinstraining genutzt werden. Um Taiso bzw. das Taiso-Training auf der Vereins-Website zu bewerben, wird ebenfalls das Logo zur freien Nutzung bereitgestellt.   

Ansprechpartnerin beim DJB ist Breitensport-Koordinatorin Nana Tsimakuridze (ntsimakuridze@remove-this.judobund.de).  

(Quelle: Angela Andree, Lino Hermanns / DJB) 


  • Auf dunkelrotem Untergrund ist in weiß links das Logo des DJB. In der Mitte steht in Großbuchstaben Taiso. Daneben ist eine gezeichnete Person, die einen Judoanzug mit Gürtel trägt, den linken Arm über den Kopf beugt, den rechten Arm in der Hüfte.
    Auf dunkelrotem Untergrund ist in weiß links das Logo des DJB. In der Mitte steht in Großbuchstaben Taiso. Daneben ist eine gezeichnete Person, die einen Judoanzug mit Gürtel trägt, den linken Arm über den Kopf beugt, den rechten Arm in der Hüfte.