Erstes World Games-Wochenende in Duisburg - Große Begeisterung - Deutsche Erfolge

Copyright World Games 2005
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Duisburg (sid) Fallschirmspringer flogen in einen Vorgarten, doch die World Games in Duisburg, Bottrop, Mülheim und Oberhausen sind nach den ersten Wettkampftagen auf Kurs: `Die Spiele laufen

heiß. Wir haben proppenvolle Sportstätten mit großer Begeisterung. Die Euphorie von der Eröffnungsfeier hat sich übertragen´, meinte Peter Langner, der Geschäftsführer der World Games GmbH, in einer Auftaktbilanz. Insgesamt 30.000 Besucher waren am Freitag und Samstag gekommen.

Und auch die deutschen Athleten des Deutschen Sportbundes liegen voll im Plan. Im Medaillenspiegel belegen sie hinter den favorisierten Russen Platz zwei.

In Schere-Keglerin Elgin Maria Justen (Trier) gibt es sogar schon eine Doppel-Siegerin. Die Europameisterin setzte sich im Einzel durch und gewann auch den Titel im Mixed mit Partner Holger Mayer (Oberthal).

Werner Zenk (München) siegte im Bodybuilding in der Klasse bis 75 Kilogramm. 16.005 Zuschauer jubelten der Football-Nationalmannschaft zu, die mit einem 20:6-Erfolg über Schweden in Duisburg Gold holte. Zudem standen Monika Jentges (Ganderkesee) und Martina Schacht (Hamburg) mit dem Feldbogen auf dem obersten Treppchen.

Bereits am Freitagabend hatte der Einzel-Olympia-Dritte Henrik Stehlik (Salzgitter) mit Partner Michael Serth (Schaafheim) Gold im Trampolin-Synchron geholt.

Doch die vermeintlich ungewöhnlichste Begebenheit trug sich beim Fallschirmspringen zu. Nicht am Fallschirm hängend, sondern im Auto sitzend erreichten drei Athleten zum Auftakt der Wettkämpfe das Ziel am Duisburger Toeppersee. Die Sportler hatten sich auf Grund des starken Windes verflogen und waren in einem Vorgarten gelandet. Die freundliche Besitzerin lud sie in ihr Auto und brachte sie samt Ausrüstung zur Wettkampfstätte zurück.

Die erfolgreichste Sportart aus deutscher Sicht ist derzeit neben Kegeln das Bodybuilding, wo außer dem Gold von Werner Zenk auch das Silber von Andreas Becker (Neuwied/bis 80 kg) und die Bronzemedaillen von Frank Schramm (Berlin/bis 85 kg), Thomas Scheu (Neuwied/über 85 kg) und Simone Linay (Langenbrettach/über 52 kg) glänzten.

Das deutsche Team lag nach den ersten 48 Entscheidungen mit neun Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen auf Platz zwei im Medaillenspiegel hinter Russland (10/9/2). Insgesamt werden bei den Spielen der nicht-olympischen Sportarten Medaillen in 178 Einzelentscheidungen vergeben. Rund 3500 Athleten aus 93 Ländern in 40 Sportarten nehmen teil.


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