Kitesurferin Leonie Meyer ist Sport-Stipendiatin des Jahres 2021

Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank zeichnen die EM-Zweite, Medizinstudentin und junge Mutter als studierende Spitzenathletin aus.

Leonie Meyer war der Preisverleihung per Livestream zugeschaltet. Foto: Deutsche Bank/Florian Gerlach
Leonie Meyer war der Preisverleihung per Livestream zugeschaltet. Foto: Deutsche Bank/Florian Gerlach

Kitesurferin Leonie Meyer ist „Sport-Stipendiatin des Jahres“ 2021. Die 28-Jährige aus Kiel gewann im vergangenen Jahr EM-Silber im Mixed-Team und steht in ihrem Studium der Humanmedizin kurz vor dem zweiten Staatsexamen. In der von der Deutschen Bank und der Deutschen Sporthilfe initiierten Online-Abstimmung setzte sich Meyer, die im Mai dieses Jahres zum ersten Mal Mutter wurde, gegen Hannah Gablac (Hockey), Katharina Lang (Rollstuhlbasketball), Deborah Levi (Bobsport) und Andreas Bechmann (Zehnkampf) durch. 

Bei der per Livestream aus der Frankfurter Zentrale der Deutschen Bank übertragenen Preisverleihung wurde Leonie Meyer am Donnerstag, den 9. September, von Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, und Thomas Berlemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, geehrt. Meyer war der Veranstaltung live von der Kitesurf-EM in Montpellier zugeschaltet.

Karl von Rohr sagte bei der Preisverleihung: „Auch für den Spitzensport waren die vergangenen Monate sehr herausfordernd. Die fünf Finalist*innen haben die Corona-Situation hervorragend gemeistert. Sie sind echte Vorbilder für unsere Gesellschaft – wie alle rund 300 Top-Athlet*innen, die wir mit dem Deutsche Bank Sport-Stipendium unterstützen. Spitzensportler*innen sind meistens keine Großverdiener und müssen sich ihre berufliche Zukunft parallel zum Sport aufbauen. Das unterstützen wir mit dem Deutsche Bank Sport-Stipendium.“

Thomas Berlemann sagte: „Leonie Meyer gehört in einer jungen, modernen Sportart zur absoluten europäischen Spitze und zeigt auch in ihrem Studium der Humanmedizin herausragende Leistungen. Damit ist sie unter fünf sehr beeindruckenden Finalist*innen eine würdige Sport-Stipendiatin des Jahres. Als junge Mutter und angehende Ärztin will Leonie nun zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris, ein Ziel, bei der sie die Deutsche Sporthilfe bestmöglich und mit ganzer Kraft unterstützen wird.“

Frühere Preisträger*innen der Wahl waren unter anderem Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo, Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler, Hockey-Olympiasieger Martin Häner und die Judo-Olympia-Dritte Theresa Stoll. 2020 wurde mit Rollstuhlbasketballerin Annabel Breuer erstmals eine paralympische Athletin als „Sport-Stipendiatin des Jahres“ ausgezeichnet. 

Die seit 2013 vergebene Auszeichnung „Sport-Stipendiat*in des Jahres“ würdigt die besonderen Leistungen studierender Spitzensportler*innen. Für die Siegerin Leonie Meyer verdoppelt die Deutsche Bank, seit 2001 Partner der Deutschen Sporthilfe und seit 2008 Nationaler Förderer, das laufende Sport-Stipendium für eineinhalb Jahre von 300 Euro auf 600 Euro pro Monat. Die vier weiteren Finalist:innen erhalten für den gleichen Zeitraum eine Zusatzförderung von 50 Prozent des monatlichen Stipendiums. 

Bewerben konnten sich als „Sport-Stipendiat*in des Jahres“ alle von der Sporthilfe geförderten Stipendiat*innen mit ihren Leistungen im Sport und Studium, die sie von Mai 2020 bis April 2021 erzielt hatten. In diesem Jahr wurde auch mit in die Bewertung einbezogen, wie die Bewerber:innen mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie umgegangen sind. Eine Jury aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien wählte aus den Bewerbungen vor der Online-Wahl fünf Athlet*innen aus (Portraits der Athlet*innen unter www.sportstipendiat.de). 

(Quelle: Deutsche Sporthilfe)
 


  • Leonie Meyer war der Preisverleihung per Livestream zugeschaltet. Foto: Deutsche Bank/Florian Gerlach
    Stipendiatin Leonie Meyer auf einem Foto im Surfanzug neben einem Monitor mit Leonie Meyer im Livestream Foto: Deutsche Bank/Florian Gerlach