Konferenz der Landessportbünde: „Wir ziehen alle an einem Strang“

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Sport waren ein wichtiges Thema bei der Herbsttagung der Konferenz der 16 deutschen Landessportbünde.

Sport mit Abstand und draußen, so können Vereine auch in der Corona-Krise trainieren. Foto: LSB NRW
Sport mit Abstand und draußen, so können Vereine auch in der Corona-Krise trainieren. Foto: LSB NRW

Aber auch unmittelbar war die Konferenz am 25. September von der Pandemie betroffen. Ursprünglich hätten sich die Präsidenten der Landessportbünde und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in München treffen sollen, nun musste kurzfristig umgeplant werden. Vor dem Hintergrund der Situation in der bayerischen Landeshauptstadt wurde die Tagung als Videokonferenz durchgeführt.

Beim Gedankenaustausch unter den Präsidenten der Landessportbünde und mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, kamen die Corona-Auswirkungen auf die verschiedenen Bereiche des Sports ebenso zur Sprache wie auf die verschiedenen Regionen in Deutschland. Das weitere Themenspektrum reichte von Investitionen in den Sportstättenbau über Integration durch Sport und Prävention sexueller Gewalt bis hin zu eSport und den Trainern im Leistungssport.

Der Sportler im Zentrum der digitalen Dienstleistung

Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) brachte das Thema Digitalisierung im Vereinssport in die Videokonferenz ein. Christian Weinzierl, Geschäftsführer der BLSV IT-Tochtergesellschaft tuesday.sport, präsentierte in einem Vortrag die Digitalstrategie des BLSV. Im Mittelpunkt stand dabei eine Vorstellung der Digitalplattform BLSVdigital. Das neue Serviceportal, das seit Anfang Mai allen BLSV-Vereinen kostenfrei zur Verfügung steht, soll insbesondere bei der Mitgliedergewinnung und -bindung unterstützen und das Ehrenamt bei administrativen Prozessen entlasten. Eine Weiterentwicklung ist das Zusatzpaket SportStart mit einer SportlerApp, über das sich Sportvereine zukünftig selbst verwalten können. Den Abschluss dieses Themas bildete ein Ausblick auf das digitale Geschäftsmodell LSBdigital. Hierbei bietet der BLSV allen Landessportbünden an, in das Modell einzusteigen und als Vertriebskooperationspartner das digitale Ökosystem auch im eigenen Bundesland für ihre Mitglieder und Kunden anzubieten.

Gemeinsame Präsidiumssitzung mit der DOSB-Spitze

Bereits am Vorabend der LSB-Konferenz traf sich das Präsidium des Bayerischen Landes-Sportverbandes – ebenfalls virtuell – mit der DOSB-Spitze zu einer gemeinsamen Sitzung. DOSB-Präsident Alfons Hörmann, die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker und DOSB-Vorstand Leistungssport Dirk Schimmelpfennig diskutierten mit den BLSV-Präsidiumsmitgliedern Themen aus dem Breitensport ebenso wie aus dem Leistungssport. Ein weiterer Schwerpunkt: Sportstätten. Deren Förderung wurde ebenso erörtert wie Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes.

Zum Abschluss der LSB-Konferenz zog BLSV-Präsident Jörg Ammon eine positive Bilanz: „Gerade in dieser für den organisierten Sport schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ist der Zusammenhalt zwischen dem DOSB und den Landessportbünden enorm wichtig. Die heutige LSB-Konferenz und die vorangegangene Präsidiumssitzung mit der DOSB-Spitze haben gezeigt, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Der BLSV nimmt seine Steuerungsfunktion in Bayern sehr ernst, wir werden uns weiterhin mit voller Kraft für unsere Vereine und Fachverbände zum Wohle unserer 4,6 Mio. Sportlerinnen und Sportler in Bayern einsetzen.“

(Quelle: BLSV)


  • Sport mit Abstand und draußen, so können Vereine auch in der Corona-Krise trainieren. Foto: LSB NRW
    Eine Gruppe trainiert mit Abstand auf einem Sportplatz Foto: LSB NRW