Special Olympics: Inklusion fördern und vor Ort erleben

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember gibt Gelegenheit, das Bewusstsein für das Leben von Menschen mit Behinderungen im Alltag zu schärfen.

Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland mit dem Athletensprecher Mark Solomeyer; Foto: SOD
Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland mit dem Athletensprecher Mark Solomeyer; Foto: SOD

Die Pandemie zeigt uns allen diesen Winter erneut, wie schwer es ist, ein selbstbestimmtes Leben in einer Umgebung voller Einschränkungen und Barrieren zu führen. Gleichzeitig erleben wir, wie wichtig das Miteinander und wie wertvoll das Verständnis und Verstehen für die Situation der Mitmenschen für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist. Auf dieses Wir lässt sich bauen, es hilft uns allen, diese Situation zu meistern.

Wie schwer ist die Situation aber für Menschen, die schon in ganz normalen Zeiten stets mit Einschränkungen und Barrieren, auch in den Köpfen ihrer Mitmenschen zu kämpfen haben. Menschen, für die ein selbstbestimmtes Leben zu führen eine fortwährende Herausforderung ist. Die gesamte pandemische Situation mit ihren Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen trifft Menschen mit Behinderungen besonders hart.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember gibt uns die Gelegenheit, gerade in der aktuellen Zeit, unser Bewusstsein für das Leben von Menschen mit Behinderungen in unserem Alltag zu schärfen und Herausforderungen anzugehen. Beides gehört zum Arbeitsalltag der Bewegung Special Olympics.

„Unsere Forderung nach mehr Teilhabe und politischer Partizipation von Menschen mit Behinderungen wurde im Koalitionsvertrag aufgenommen. Die künftige Bundesregierung bekennt sich explizit zur Unterstützung der Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die nachhaltige Wirkung der Veranstaltung”, sagt Christiane Krajewski, Vorsitzende des Weltspielekomitees und Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD). “Nun gilt es gemeinsam mit der Bundesregierung die Vorhaben umzusetzen. Gemeinsam können wir die verbindende Kraft des Sports nutzen, um für ein neues Miteinander, echte Inklusion, barrierefreien Zugang zu Sportstätten und die Selbstbestimmung unserer Athlet*innen einzutreten.“

“Die Einschränkungen durch Corona sind für die Menschen in den Einrichtungen besonders stark, es ist wichtig sie nicht allein zu lassen. Daher freue ich mich, dass wir - als Special Olympics - Angebote schaffen, um die Athletinnen und Athleten zu unterstützen“, sagt Mark Solomeyer Bundesathletensprecher und Mitglied des Weltspielekomitees.

Die positiven Wirkungen des Sporttreibens bieten einen wirkungsvollen Ansatz, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Deswegen richtet sich SOD u.a. mit seiner App “Special Olympics Aktiv” mit digitalen Inhalten an die Sportler*innen. Mit Angeboten wie Trainingsvideos, Informationen zu den Sportarten und dem Special Olympics Gesundheitsprogramm sowie der Einladung zu digitalen Veranstaltungen will SOD möglichst viele Menschen in Bewegung bringen.

Special Olympics sieht sich als Brückenbauer, um Sportler*innen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit zu Begegnungen und für Erlebnisse zu schaffen. Der Wunsch und die Begeisterung mit uns gemeinsam die Gesellschaft zu bewegen für mehr Offenheit, für mehr Miteinander ist spürbar und wurde nun auch auf höchster politischer Ebene formuliert.

Special Olympics lädt deshalb schon heute, am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, alle ein, die bisher wenig Berührungspunkte mit Inklusion hatten, gelebte Inklusion bei den Nationalen Spielen Berlin 2022 im Juni und im Jahr darauf bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin, zu erleben. Und bei den vielen Veranstaltungen und Projekten vor Ort in ganz Deutschland.

Gemeinsam mit mehr als 200 Kommunen aus ganz Deutschland beginnt im Januar 2022 für die Special Olympic World Games Berlin 2023 das Projekt 170 Nationen/170 inklusive Kommunen, das größte kommunale Inklusionsprojekt Deutschlands. Überall werden Projekte ins Leben gerufen, um in unserem Alltag Barrieren zu überwinden und ein selbstbestimmtes Leben für alle zu ermöglichen.

Die Nationalen Spiele Berlin 2022 finden vom 19. bis 24. Juni 2022 statt, die Special Olympics World Games Berlin 2023 vom 17. bis 25. Juni 2023. Die Weltspiele sind das größte inklusive Sportevent der Welt. Annähernd 200 Delegationen entsenden mehr als 7.000 Athlet*innen nach Berlin, die in 26 Sportarten antreten werden. Begleitet und betreut von 3.500 Volunteers bei den Nationalen Spielen und 20.000 freiwilligen Helfer*innen bei den Weltspielen.

Volunteers können sich auf www.berlin2023.org/Volunteers informieren und bewerben.

Allgemeine Informationen zu den Weltspielen gibt es auf www.berlin2023.org.

(Quelle: Special Olympics Deutschland)


  • Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland mit dem Athletensprecher Mark Solomeyer; Foto: SOD
    Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland mit dem Athletensprecher Mark Solomeyer; Foto: SOD