Tennis-Bund stellt Weichen für digitale Zukunft

123 Delegierte nahmen an der Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) in Bremen teil, in der auch die digitale Zukunft des Tennissports eine Rolle spielte.

DTB-Präsident Dietloff von Arnim führte durch die Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis-Bundes. Foto: Claudio Gärtner
DTB-Präsident Dietloff von Arnim führte durch die Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis-Bundes. Foto: Claudio Gärtner

Eröffnet wurde die Versammlung von Bremens Oberbürgermeister Andreas Bovenschulte, der in seiner Ansprache die Bedeutung des Tennissports für die Gesundheit, die Psyche und den sozialen Zusammenhalt insbesondere in der Corona-Pandemie herausstellte. „Der DTB ist ein erfolgreicher Verband, der auf das, was er geleistet hat, stolz sein kann“, betonte Bovenschulte.

In der Folge blickte DTB-Präsident Dietloff von Arnim auf die sportlichen Höhepunkte der letzten Monate zurück und stellte dabei die Goldmedaille von Alexander Zverev bei den Olympischen Spielen heraus. „Das war ein unglaubliches Erlebnis. Wir haben gesehen, dass das Interesse an unserem Sport weiterhin sehr groß ist“, so von Arnim. Tennis habe die höchste Einschaltquote in Tokio erzielt. Zudem lobte er den Auftritt des Porsche Team Deutschland bei den Billie Jean King Cup-Finals in Prag, ließ dabei aber nicht unerwähnt, dass der DTB dem neuen Format auch weiterhin kritisch gegenüberstehe.

Der Turnierstandort Deutschland konnte durch die neuen WTA-Turniere in Bad Homburg, Berlin und Hamburg erheblich gestärkt werden. 2022 werde in Köln – wenn alles planmäßig verläuft – ein weiteres Damenturnier hinzukommen.

Positive Mitgliederentwicklung im DTB

Als entscheidenden Meilenstein des Jahres 2021 bezeichnete Dietloff von Arnim die positive Mitgliederentwicklung im DTB. „Zum ersten Mal seit 1995 verzeichnet unser Verband einen Mitgliederanstieg“, verkündete von Arnim nicht ohne Stolz. Mit insgesamt 1,38 Mio. Mitgliedern und einem Zuwachs von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr bleibt der DTB der drittgrößte Spitzensportverband in Deutschland.  Im DOSB seien die Zahlen in diesem Jahr insgesamt rückläufig, der DTB gehöre zu den wenigen Sportverbänden, die ihre Mitgliederzahlen steigern konnten. In diesem Zusammenhang stellte von Arnim die Arbeit der Vereine und der Landesverbände heraus, die an der Basis den Grundstein für diesen Aufwärtstrend legen.

Stärkung des Hauptamtes durch neue Geschäftsführer

Mit den Neueinstellungen der beiden Geschäftsführer Peter Mayer und Simon Papendorf Mitte des Jahres wurde die Basis für die Stärkung des Hauptamtes und die weiterführend notwendige Professionalisierung des Verbandes gelegt. Auch in den Geschäftsbereichen Kommunikation, Sportentwicklung, Digitalisierung und Verbandsführung werden in den nächsten Wochen neue personelle Weichen gestellt.

Von Arnim gab bekannt das Sportdirektor Klaus Eberhard, den DTB Mitte des kommenden Jahres auf eigenen Wunsch verlassen wird. „Ich hoffe, dass wir auch weiterhin auf deinen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen dürfen“, sagte von Arnim. Die Position werde demnächst vom DTB ausgeschrieben.

DTB will beim Thema Digitalisierung Vorreiterrolle einnehmen

Weiter stellte von Arnim die große Bedeutung der Digitalisierung heraus. „Wir müssen die Digitalisierung weiter vorantreiben und investieren.“ Der DTB müsse hier eine Vorreiterrolle einnehmen. „Mit unserer Digitalstrategie haben wir die Weichen für die digitale Zukunft des Tennissports gestellt“, betonte der DTB-Präsident.

(Quelle: DTB)


  • DTB-Präsident Dietloff von Arnim führte durch die Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis-Bundes. Foto: Claudio Gärtner
    DTB-Präsident Dietloff von Arnim führte durch die Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis-Bundes. Foto: Claudio Gärtner