Trauer um Max Schmeling. NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach: "Einer der ganz wenigen Jahrhundert-Helden"

Max Schmeling. Copyright picture-alliance
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Mit Max Schmeling ist am Mittwoch im Alter von 99 Jahren eine Box-Legende und einer der populärsten deutschen Sportler gestorben. Am Freitag wurde er im engsten Familienkreis in seinem Heimatort Hollenstedt beerdigt Der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, erklärte: «Mit Max Schmeling verliert der deutsche Sport sein ältestes Idol, das als Symbol für Leistung, Sportsgeist, Fair Play, Ehrlichkeit und Zielstrebigkeit galt.» Klaus Steinbach, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), sagte: "Er war einer der ganz wenigen Jahrhundert-Helden."

"Max Schmeling gehört zu den Unsterblichen, er wird immer seinen Platz im Herzen des deutschen Sports haben´, sagte NOK-Ehrenpräsident Walther Tröger.

Bundesinnenminister Otto Schily sagte "Max Schmeling war einer der populärsten Athleten Deutschlands, ein Idol für Generationen von Sportlerinnen und Sportlern. Als einziger deutscher Box-Weltmeister aller Klassen schrieb er Sportgeschichte und hat sich stets durch große Fairness ausgezeichnet. Doch Max Schmeling hat nicht nur im Sport Außerordentliches geleistet. Nach seiner sportlichen Karriere hat er sich viele Jahre für die Schwachen in der Gesellschaft engagiert. Über seine Stiftung wurden Menschen untertützt, die infolge von körperlicher, geistiger oder seelischer Leiden auf Hilfe angewiesen sind. Trotz seiner Berühmtheit blieb Max Schmeling ein zurückhaltender und sympathischer Mann, der nie abgehoben hat. Er musste harte persönliche Schicksalsschläge hinnehmen und hat auch die Schattenseiten des Sports kennengelernt. Max Schmeling gab nie auf und hat immer nach vorn geblickt. Max Schmeling und sein Lebenswerk sind für uns alle ein großes Vorbild. Wir werden den großen deutschen Sportler des 20. Jahrhunderts stets in guter und ehrenvoller Erinnerung behalten."


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