Urteil des CAS zur Zukunft des Stand-Up Paddlings

Der Internationaler Kanu-Verband und Weltsurfverband erhalten gemeinsam das Recht, Wettkämpfe im Stand-Up Paddling auszutragen.

Sowohl der Kanu-Verband als auch der Wellreitverband dürfen Wettbewerbe im SUP-Sport austragen. Foto: picture-alliance
Sowohl der Kanu-Verband als auch der Wellreitverband dürfen Wettbewerbe im SUP-Sport austragen. Foto: picture-alliance

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) und der Deutsche Wellenreitverband (DWV) begrüßen das Urteil des Internationalen Sport Gerichtshofes (CAS), die Verantwortung für den Stand-Up-Paddling-Sport als Wettkampfsport auf Weltverbandsebene dem Weltsurfverband (ISA) und dem Internationalen Kanuverband (ICF) zu übertragen und damit Klarheit auf internationaler Ebene zu schaffen. Somit wird beiden Weltverbänden die Möglichkeit eingeräumt, künftig nationale und internationale Wettkämpfe bis hin zu eigenen Weltmeisterschaften zu organisieren. Nach einem gescheiterten Mediationsprozess wartete die SUP Community nun bereits seit über einem Jahr auf eine Entscheidung.

Seit mehreren Jahren arbeiten alle im SUP-Sport engagierten Verbände in Deutschland, der Deutsche Wellenreitverband (DWV), der Deutsche Kanuverband (DKV) und die unabhängige Vereinigung der SUP Paddler in Deutschland (GSUPA) zusammen, richten gemeinsame Meisterschaften aus und entsenden gemeinsame Nationalmannschaften zu internationalen Wettkämpfen. „Das, was der CAS jetzt entschieden hat, haben wir in Deutschland schon vor 2015 initiiert und halten das für ein gutes Modell, vor allem im Sinne der aktiven Athletinnen und Athleten“, so Peter Rochel, der für SUP zuständige Vizepräsident des DWV.

Auch Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes sieht die bisherige Zusammenarbeit positiv: „Wir haben in Deutschland zeitig erkannt, dass wir nur gemeinsam diesen Sport entwickeln können. Bei uns standen immer die Athleten und deren Interessen im Vordergrund, auch wenn alle beteiligten Verbände Kompromisse machen mussten. Wenn jetzt theoretisch nach dem Urteil des CAS jeder Verband seine eigene Meisterschaft durchführen könnte, möchte der DKV an dieser bewährten Zusammenarbeit festhalten und wie bisher die Kräfte bündeln, um diesen Sport auch im Interesse der Kanu- und Surfvereine, aber vor allem der Athleten in Deutschland weiterzuentwickeln."

Nach dem Urteil werden die Dachverbände DWV und DKV ihre Gespräche bezüglich der Lösung in Deutschland fortsetzen. „Wir freuen uns über die Entscheidung des CAS und werden im Sinne der Athletinnen und Athleten die bestmögliche Lösung für Deutschland finden. Hierfür werden wir die Gespräche mit dem Deutschen Kanuverband (DKV) in den nächsten Tagen fortsetzten und intensivieren“, sagte DWV Präsident Philipp Kuretzky.

Der DKV hofft, dass mit dem Urteil des CAS nunmehr auch auf internationaler Ebene die Türen für eine Kooperation zwischen ISA und ICF bei der Ausrichtung und Durchführung von Wettkämpfen wieder offen sind und zukünftig das gemeinsame Interesse an der Entwicklung des Sports die Zusammenarbeit der beiden Weltverbände prägt.

„Auf deutscher Ebene machen wir dies schon lange und erfolgreich vor“, so Konietzko.

(Quelle: DOSB/DKV/DWV)


  • Sowohl der Kanu-Verband als auch der Wellreitverband dürfen Wettbewerbe im SUP-Sport austragen. Foto: picture-alliance
    Zwei Männer auf Stand-Up Paddling Boards bei einem Wettkampf Foto: picture-alliance