Versammlung zur Olympischen Waffenruhe in Olympia Griechenland - Neue Resolution für Turin 2006 in Vorbereitung

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Im heiligen Hain von Olympia/Griechenland, findet derzeit (24.-27. Mai 2005) eine Session des IOC-Komitees für die Olympische Waffenruhe statt. Mehr als 22 NOKs aus Krisenregionen und Konfliktgebieten nehmen daran teil. Sie debattieren dabei u.a. über die Bedeutung des Sports für Frieden, Konflikt-Prävention, Wiederaufbau und nationalen Dialog.

 

Die Vereinten Nationen, die Weltbank und regionale Organisationen zählen genauso zu den Gästen wie Repräsentanten von TOROC, BOCOG, VANOC und ATHOC, den Organisationskomitees der Olympischen Spiele Turin 2006, Peking 2008, Vancouver 2010 und Athen 2004. Letztere geben Einblicke in die von ihnen geplanten bzw. bereits durchgeführten Aktivitäten zur Olympischen Waffenruhe.

 

Die Versammlung widmet sich mehreren Schwerpunkt-Themen. Dabei geht es u.a. um

 

- die Rolle der Institutionen im Konzept der Olympischen Waffenruhe,

- den Beitrag des Sports zu Konfliktprävention und Friedensbildung,

- Olympische Spiele und Olympische Waffenruhe und den

- Beitrag internationaler Organisationen zur Olympischen Waffenruhe.

 

Während der Versammlung werden verschiedene Fallstudien die Bedeutung des Sports für den Frieden illustrieren. Ein Beispiel nimmt Bezug auf den Sport als Instrument des Dialogs in Ost-Timor. Weitere Projektstudien widmen sich der Rolle des Sports im Bereich des Nation-Building in Afghanistan und seinen Einfluss auf die Verständigung verfeindeter Kommunen in Kolumbien.

 

Die Versammlung, die am Freitag, den 26. Mai mit einer Abschlusserklärung endet, wird sich darüber hinaus mit der Vorbereitung einer Resolution zur Olympischen Waffenruhe für die kommenden Olympischen Winterspiele Turin 2006 beschäftigen. Diese wird u.a. auch die 60. Session der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Herbst 2005 in New York beschäftigen und dort zur Abstimmung kommen.

 

Auch im Vorfeld der Olympischen Spiele Athen 2004 hatten die Vereinten Nationen mit einer Resolution zur Unterstützung der Waffenruhe aufgerufen. 400 Führungspersönlichkeiten aus Politik, Religion, Kultur und Sport hatten sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, den Appell zu fördern. Darunter waren neben Papst Johannes Paul II, Nelson Mandela und Kofi Annan auch die Außenminister Russlands, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands.

 

Kern des Gedankens der Olympischen Waffenruhe ist die „ekecheiria“, eine Art "Götterfrieden", der in der Antike mehr als ein Jahrtausend lang den friedlichen Ablauf der Spiele gewährt hat. Er sollte Zuschauern und Athleten die unversehrte Anreise zu dem Ereignis sichern und verbot für die Zeit der Spiele einen Waffengang gegen ihren Ausrichter.

 

Mehr zum Thema Olympische Waffenruhe im Internet.


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