Wasserspringer mit Medaillen Nummer zwei und drei

Louisa Stawczynski gewinnt Silber vom 1-m-Brett, das Synchron-Duo Herzog/Seidel Bronze vom 3-m-Brett. Stark präsentierte sich auch das Trampolin-Synchronpaar Gromowski/Sonn.

Die erfolgreichen Wasserspringer (v.li.) Herzog, Stawczynski und Seidel prüften nach der Siegerehrung den Härtegrad ihrer Medaillen. Foto: DOSB
Die erfolgreichen Wasserspringer (v.li.) Herzog, Stawczynski und Seidel prüften nach der Siegerehrung den Härtegrad ihrer Medaillen. Foto: DOSB

Auf die deutschen U19-Wasserspringer war auch am 2. Tag ihrer Wettkämpfe bei den 1. Europaspielen in Baku Verlass. Gleich zwei Medaillen ersprangen sie im direkt am Ufer des Kaspischen Meeres gelegenen Schwimmzentrum. Die Europaspiele sind zugleich ihre U19-EM.

Den Auftakt machten Nico Herzog (SV Halle) und Frithjof Seidel (Berliner TSC), die im Synchron-Wettbewerb vom 3-m-Brett Bronze erkämpften und dabei Neuland betraten. „Wir sind noch nie vor so vielen Leuten gesprungen, da darf man nicht verkrampfen“, berichteten sie von ihrer Premiere bei diesem „Riesenwettkampf“, wie sie die Europaspiele und die hier herrschende Atmosphäre beschrieben. „Deshalb haben wir möglichst vor jedem Sprung einen Joke gemacht und gelacht.“ Für die Kür hätten sie alles ausgeblendet und sich auf die technischen Elemente konzentriert, was mit 284,22 Punkten und Rang drei hinter Russland (324,69) und Großbritannien (286,05) belohnt wurde.

Den zweiten großen Erfolg ihrer Karriere feierte Louisa Stawczynski vom Dresdener SC mit Silber vom 1-m-Brett hinter der Russin Maria Polikowa (419,45) und vor der Ukrainerin Diana Schelestiuk (388,45). „Bronze wäre super gewesen, Silber ist der Hammer“, meinte die 18-Jährige, die im Jahr 2011 Silber im Turmspringen der Junioren-EM gewann und nun erneut auf dem Podest stand. „Heute in der Quali war ich seltsamerweise gar nicht so nervös. Nach der Pflicht lagen wir alle sehr dicht beieinander und alles war möglich. Und dann sah ich die guten Wertungen bei meinen Kürsprüngen.“ Während andere ihre Ergebnisse bewusst ausblenden, schaut Stawczynski genau hin: „Ich brauche das, es motiviert mich.“ Platz sechs belegte Josefin Schneider (ebenfalls Dresdener SC/384,95).

Trampolin-Synchronpaar als Quali-Dritte ins Finale

Eine überzeugende Vorstellung lieferte das Trampolin-Synchronpaar Martin Gromowski und Kyrylo Sonn (beide MTV Bad Kreuznach) in der Qualifikation ab. Das Duo kam auf 88,200 Punkte und beendete den Vorkampf als Dritte hinter einem weißrussischen und einem russischen Paar. Die Medaillen werden am Sonntag ab 8 Uhr MESZ vergeben. „Wenn die beiden dann den heutigen Platz halten, wäre das ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Teilmannschaftsleiter Sven Karg vom Deutschen Turner-Bund (DTB).

Eine Bronzemedaille in der Bilanz von Taekwondo

Erstrunden-Niederlagen mussten die letzten beiden deutschen Taekwondo-Kämpfer bei diesen Europaspielen hinnehmen. Yanna Schneider (Sportwerk Düsseldorf) verlor in der Klasse über 67 kg gegen die Russin Olga Iwanowa mit 4:5 nach Golden Point, Volker Wodzich (Taekwondo Gem. Allgäu/über 80 kg) gegen den Rumänen Claudiu Roseanu 6:7. Damit ging das Turnier mit einer Bronzemedaille durch Levent Tuncat (Leopard Lengerich/bis 58 kg) zu Ende. „Ich freue mich über diesen Erfolg“, sagte Holger Wunderlich, Sportdirektor der Deutschen Taekwondo Union (DTU). „Zugleich hoffe ich, dass die Athleten hier gelernt haben und von diesen Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Rio profitieren werden und dann den ein oder anderen engen Kampf, der hier noch verloren ging, gewinnen werden. Unsere drei Männer sind weiterhin unter den Top-Sechs der Weltrangliste, was die direkte Qualifikation für Rio Ende des Jahres bedeutet.“

Akrobaten auf den Plätzen acht und neun

Auf Platz neun beendet die deutsche Akrobatik-Gruppe mit Katharina Bräunlich, Laura Jolitz und Flora Sochor (alle Dresdener SC) das Mehrkampf-Finale (77,770 Punkte). Die Goldmedaille sicherte sich Belgien (86,480). Das Mixed Pair mit Nicolai Rein und Sophie Brühmann (beide TV Ebersbach an der Fils) belegte im Mehrkampffinale beim Sieg des russischen Duos Rang acht.

Volleyballerinnen verpassen vorzeitigen Viertelfinal-Einzug

Den avisierten vorzeitigen Viertelfinal-Einzug haben die deutschen Volleyballerinnen verpasst. Die bis 1.40 Uhr nachts andauernde Partie gegen Russland ging 2:3 (26-24, 9-25, 20-25, 25-22, 10-15) verloren. Damit hat das Team von Bundestrainer Luciano Pedullà nach vier Spielen zwei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto und muss zum Weiterkommen am Sonntag gegen den Letzten der Gruppe B, die erst einmal erfolgreichen Kroatinnen, gewinnen (13.30 Uhr MESZ).

Drei Bogenschützinnen im 1/16-Finale

In der Ausscheidungsrunde der Bogenschützinnen (1/32-Finale) kamen die beiden deutschen Starterinnen Elena Richter (6:0 gegen die Lettin Anete Kreicberga) und Karina Winter (6:0 gegen Iliana Deineko/Schweiz) locker weiter. Lisa Unruh (alle BSC BB Berlin) hatte ein Freilos. Am Sonntag steht nun der Kampf um die Medaillen an.

Achtelfinal-Siege verbuchten Boxerin Sarah Scheurich (BC Traktor Schwerin/bis 75 kg) sowie ihre männlichen Teamkollegen Omar El Hag (TSC Berlin/bis 56 kg) und Igor Teziev (Fit-Boxing Esslingen). Als zweiter deutscher Faustkämpfer schied indes Max Keller (PTSV Aachen/über 91 kg) aus. Zuvor war in der Runde der besten 32 schon Atdhe Gashi (SV Motor Babelsberg/bis 60 kg) auf der Strecke geblieben.

Wasserball-Junioren spielen nun um Platz sieben

Die deutschen Wasserball-Junioren haben nach ihrer 9:16-Niederlage in der Platzierungsrunde gegen Russland die angestrebte direkte U18-WM-Qualifikation verpasst. Sie spielen nun am Sonntag (10 Uhr MESZ) gegen Ungarn, das Italien 10:11 unterlag, um Platz sieben und müssen hoffen, als Nachrücker noch einen WM-Platz zu ergattern.

(Quelle: DOSB)


  • Die erfolgreichen Wasserspringer (v.li.) Herzog, Stawczynski und Seidel prüften nach der Siegerehrung den Härtegrad ihrer Medaillen. Foto: DOSB
    Die erfolgreichen Wasserspringer (v.li.) Herzog, Stawczynski und Seidel prüften nach der Siegerehrung den Härtegrad ihrer Medaillen. Foto: DOSB