Bildung im Sport

Ob im Verband, für den Beruf oder in Kooperation mit Schulen – der organisierte Sport bildet aus, weiter und fort. Mit seinem differenzierten Qualifizierungssystem ist er einer der größten Bildungsträger der Zivilgesellschaft. Die vielen verschiedenen Sportverbände bieten in über 800 Ausbildungsgängen, Sportarten und Disziplinen Qualifizierungen mit DOSB-Lizenzen an. Daneben gibt es zahlreiche Veranstaltungen im Bereich der Bildung und Qualifizierung ohne DOSB-Lizenzen.

Die Deutsche Sportjugend (dsj) sowie die drei Akademien des DOSB ermöglichen weitere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Daneben war der DOSB maßgeblich an der Entwicklung zweier Berufsausbildungen beteiligt. Bildungsarbeit im organisierten Sport setzt auch in der Schule an. Verschiedene Kooperationen zwischen Sportverein und Schule sowie die Unterstützung von Lehrer*innen zählen zu den vielfältigen Bildungsmaßnahmen des DOSB.

Zu den Rahmenrichtlinien >>

Qualifizierungen

Um eine DOSB-Lizenz zu erhalten, muss man auf den jeweiligen Lizenzstufen eine festgelegte Anzahl von Lerneinheiten (eine Lerneinheit beträgt 45 Minuten) absolvieren und entsprechende Abschlussprüfungen machen.

Die praktische Umsetzung der Qualifizierung nehmen die Sportverbände innerhalb des DOSB in eigener Trägerschaft vor. In diesem Sinne vergeben sie im Auftrag des DOSB auch die Lizenzen für den jeweiligen Ausbildungsgang.

Strukturschema Qualifizierungen (jpg)

Wie kann ich meine Lizenz verlängern?

Die DOSB-Mitgliedsorganisationen bzw. deren Fachverbände sind für die Verlängerung Ihrer Lizenz zuständig, der DOSB ist hier nicht zuständig. Die Fortbildungslehrgänge zur Verlängerung Ihrer Lizenz bieten diejenigen Sportorganisationen an, bei der Sie auch die Ausbildung absolviert haben. Dort erhalten Sie auch eine allgemeine Beratung zu allen Fragen Ihrer Lizenz bzw. deren Verlängerung.  

Wurde die Lizenz von einem Landesfachverband ausgestellt (z.B. hessischer Judo-Verband), können Sie selbstverständlich bei Umzug in ein anderes Bundesland die Fortbildungsveranstaltung Ihres dortigen Landesfachverbandes (z.B. niedersächsischer Judoverband) wahrnehmen. 

Hier finden Sie den Kontakt zu unseren Mitgliedsorganisationen

Alle Informationen zur Lizenzausbildung finden Sie hier

Bildungsarbeit im DOSB

"Sport ist fair!?" - Grundlagenmaterial und Lehrbeispiele für den gemeinnützig organisierten Sport

Die gesellschaftspolitischen Themen nehmen im Rahmen der Aus- und Fortbildung von Trainer*innen, Übungsleiter*innen, Jugendleiter*innen und Vereinsmanager*innen an unterschiedlichen Stellen großen Stellenwert ein. Sind es doch die in den Sportvereinen Tätigen, die mit heterogenen Lebenssituationen, verschiedenartigen Interessenslagen und ungleichen sozialen und physischen Voraussetzungen konfrontiert sind. Hierfür bietet der DOSB Unterstützung mit seinem Grundlagenmaterial "Sport ist fair!?". Das Material beinhaltet neben Hintergrundwissen praktische Beispiele für die Lehrarbeit und weiterführende Literatur und kann vielfältig eingesetzt werden.

Das Material steht hier als Gesamtdokument und als einzelne Kapitel zum Download bereit und kann über Gudrun Cezanne (cezanne(at)dosb.de) bestellt werden.

Downloads: 

"Sport ist fair!?" - Grundlagenmaterial und Lehrbeispiele

Kapitel 1: Sportverbände und –vereine als Akteure der Zivilgesellschaft

Kapitel 2: Eine Frage der Haltung – Fairness und Chancengleichheit im Sport

Kapitel 3: Geschlechterverhältnisse im Sport – Das Entweder-Oder-Prinzip?!

Kapitel 4: Kopfstand statt Ruhestand – Sport der älteren Generation

Kapitel 5: Die Mischung macht´s – Über die Potenziale kultureller Vielfalt für Sportvereine und -verbände

Kapitel 6: Sport für alle – aber mit feinen Unterschieden: Zum Zusammenhang von sozialer Schichtung und Sportpartizipation

Kapitel 7: Inklusion – „Eine neue Idee?“ und ihre Bedeutung für Menschen mit Behinderung im Sport

Kapitel 8: „Wir sind – so oder so!“ – Homosexualität im Sport 

Präsentation Basiskapitel "Sportverbände und -vereine als Akteure der Zivilgesellschaft"

Präsentation Basiskapitel "Eine Frage der Haltung - Fairness und Chancengleichheit im Sport"

E-Learning für die Qualifizierung im organisierten Sport

Das Qualifizierungssystemsystem des DOSB zeichnet sich durch Aktualität, Flexibilität und Qualität aus. Gerade den Menschen, die sich ehrenamtlich in Sportvereinen engagieren, möchten die Sportverbände attraktive und leicht zugängliche Ausbildungswege ermöglichen.

Da bieten sich auch Qualifizierungsmaßnahmen an, die auf E-Learning-Angebote zurückgreifen.

Die aktuellen Rahmenrichtlinien ermöglichen den Ausbildungsträgern, diese neuen Formen des Lernens  in ihre Ausbildungskonzepte aufzunehmen. Einige Sportorganisationen haben davon schon Gebrauch gemacht, andere sind in diesem Bereich noch nicht aktiv.

Inwieweit E-Learning-Maßnahmen bereits etabliert sind und wie der organisierte Sport solche Angebote noch stärker und effizienter in sein Qualifizierungssystem integrieren können, zeigt die medienpädagogische E-Learning-Studie, die der DOSB 2010 in Auftrag gegeben hat. 

Download E-Learning Studie

Lernen ist die zentrale Zukunftsressource und die Sportvereine bieten vielfältige Gelegenheiten für lebenslanges Lernen.

Gerade in der momentanen Krise, in der unsere grundlegenden Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu einem großen Teil außer Kraft gesetzt sind, wird für jede*n offensichtlich: Schnell zu lernen, sich neuen Anforderungen zu stellen, sich mit neuen technischen und digitalen Tools vertraut zu machen - dies sind nur einige Fähigkeiten, die die Menschen derzeit so dringend benötigen. Und dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um junge oder alte Menschen, um Menschen in Ausbildungssituationen, um Berufstätige oder um Menschen handelt, die schon lange nicht mehr gezielt gelernt haben. Für uns alle ist es eine zentrale Frage geworden, wie wir es schaffen, uns in einer völlig neuen und bisher unvorstellbaren Situation zurecht zu finden. Und wie wir es schaffen können, all die Kompetenzen sehr schnell zu entwickeln, die wir brauchen, um auch in dieser unübersichtlichen Zeit Anschluss halten zu können. Lernen ist die zentrale Zukunftsressource für Deutschland – was das konkret bedeutet, spüren wir alle derzeit.

Dass Sportvereine und -verbände vielfältige Gelegenheiten für lebenslanges Lernen bieten und damit einen großen Beitrag zu dieser wichtigen Zukunftsressource leisten können, versuchen wir bereits seit langer Zeit in Richtung der Bildungspolitik zu adressieren. Bewegungslernen ist genauso zentrales Ziel der Sportvereine, wie es die Entwicklung personaler Kompetenzen ist, wie etwa der Teamfähigkeit. Der Umgang mit Scheitern wird im Sport ebenso gelernt wie das Führen von Gruppen und wie die Rolle als Lernbegleiter für Trainer*innen und Übungsleiter*innen eine Selbstverständlichkeit ist. Auch digitale Skills werden im Sport entwickelt. Denn die Verbände setzen zum Teil bereits seit zehn Jahren Blended-Learning-Konzepte in der DOSB-Lizenzausbildung ein. Diese sind im besonderen Maße geeignet, Kompetenzen zu entwickeln, die für das Engagement im Sportverein benötigt werden. Viele der Schlagworte, die wir im Sport schon lange benutzen, hört man derzeit in der bildungspolitischen Debatte, wenn es um die sogenannten „Futur Skills“ geht.

Es bleibt daher unverständlich, warum Bildungspolitiker*innen die Sportvereine nicht schon längst als Partner auf Augenhöhe wahrnehmen. Es fehlt nach wie vor ein entsprechender Platz der zivilgesellschaftlichen Organisationen, so auch des Vereinssports, in der Nationalen Bildungsberichterstattung. Wir warten noch immer darauf, dass die Trainerausbildungen im Rahmen der DOSB-Lizenzausbildung in den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) aufgenommen wird.

Dabei liegt es doch auf der Hand: Die formalen Bildungsorte Schule, Hochschule und berufliche Bildung können es allein nicht schaffen, die sich schnell wandelnden Anforderungen an das lebenslange Lernen komplett abzubilden. Diese große Aufgabe kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung staatlicher, beruflicher und eben auch zivilgesellschaftlicher Bildungsanbieter gelingen.

Im Stifterverband hat der DOSB einen Partner gewonnen, der dieses Anliegen des Sports unterstützt. Neue Studienergebnisse sind die Grundlage für ein Policy Paper „Sportvereine – Bildungsakteure der Zivilgesellschaft“. Dieses stellt Bildungspotenziale des Sports in kurzer Form dar und untermauert sie mit Beispielen aus der Vereinspraxis. Das Papier soll dazu beitragen, die Leistungen des Sports für die zentrale Zukunftsaufgabe des „lebenslangen Lernens“ deutlich zu adressieren und damit die Sportvereine zu stärken.

Das Policy Paper ist hier abrufbar.


(Autorin: Gudrun Schwind-Gick, Ressortleiterin im Bereich Bildung des DOSB)

Die Gesprächsreihe "BlickpunktBildung" nimmt die Learnings der DOSB-Lizenzausbildung in den Fokus und zeigt wertvolle Erfahrungen, kreative Lösungen,digitale Konzepte und Lernformate in der Bildungsarbeit der Mitgliedsorganisationen auf.

Hier geht es zu den Videos.

„Das habe ich im Sport gelernt“ – Bericht 2013

Wie viele Menschen qualifizieren sich für ihr Engagement im Vereinssport? Wie viele davon sind Frauen und wie viele Männer? Welcher Ausbildungsgang wird wie oft frequentiert? Auf welcher Lizenzstufe gibt es die meisten Abschlüsse? Welche Unterschiede gibt es im Leistungs- und Breitensport?

Die neue Veröffentlichung des DOSB „Das habe ich im Sport gelernt! – Bericht 2013“ beantwortet diese und weitere Fragen und gibt einen ausführlichen Einblick in die Leistungen des organisierten Sports im Bereich Bildung und Qualifizierung. U.a. befasst sich ein Kapitel mit der aktuellen Diskussion um den Deutschen Qualifikationsrahmen. Der Bericht baut sowohl methodisch als auch inhaltlich auf den „Qualifizierungsbericht der Sportorganisationen 2010“ auf. Der DOSB führt damit seine Bildungsberichterstattung fort.

Der Bericht steht hier zum Download bereit und kann kostenfrei über Gudrun Cezanne cezanne(at)dosb.de bestellt werden.

Download:„Das habe ich im Sport gelernt! – Bericht 2013“

Mit dem Innovationsfonds hat der DOSB ein Förderinstrument geschaffen, das neue, zukunftsweisende Ansätze und Prozesse in der Sportentwicklung und im Breitensport anstoßen und fördern soll. Weitere Informationen finden Sie hier.

Akademien des DOSB

Trainerakademie Köln des DOSB
Mit Sitz in Köln ist sie die zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte des Deutschen Spitzen- und Leistungssports. An der Akademie werden unter anderem Diplom-Trainer*innen ausgebildet. 

Zur Trainerakademie

Zu den DOSB-Zertifikatsausbildungen:

Sportverein & Schule

Als Dachorganisation des organisierten Sports versteht sich der DOSB als Interessensvertreter seiner Mitgliedorganisationen gegenüber den schulpolitischen Entscheidungsträgern, insbesondere der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Sportministerkonferenz (SMK).

Die Hauptaufgabe dabei ist, die Ideen und Erfahrungen in der Umsetzung von Schulkonzepten aus der Praxis aufzunehmen, aktuelle Probleme mit den politischen Trägern zu diskutieren und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Handlungsfelder im Themenbereich Sport und Schule zu leisten.

Derzeit prägen schulpolitische Veränderungen wie die Ganztagsschule oder die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 12 Jahre auch die Sportvereinsentwicklung. Denn längere Unterrichtszeiten der Schüler/innen kollidieren mit den Angeboten im Sportverein zeitlich und räumlich. Trainingszeiten müssen nach hinten verschoben oder können von den Jugendlichen kaum oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dadurch nehmen immer weniger Kinder und Jugendliche an Vereinsaktivitäten teil oder treten sogar aus den Vereinen aus.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden Sportvereinsaktivitäten innerhalb des Schulalltages gefördert und eingebunden.

Die Zusammenarbeit von Sportvereinen und Schulen bieten deshalb die Chance, aus der Not eine Tugend zu machen: Durch das „Zusammenrücken“ von Schulen und Vereinen können neue Zielgruppen, die  insbesondere vor dem Hintergrund der Demographischen Entwicklung relevant sind, für die Sportvereine als Mitglieder gewonnen werden.

Viele Sportverbände und Sportvereine haben bereits Konzepte hierfür erarbeitet und umgesetzt. Diese reichen von der Qualifizierung der Sportlehrkräfte und Vereinsmitarbeiter /innen bis hin zu regionalen  Informationszentren für Sportvereine und Schulen. Die direkte Zusammenarbeit der Institutionen kennzeichnet das Kooperationsfeld zwischen Sportverein und Schule. 

Memorandum zum Schulsport

Als Dachorganisation des organisierten Sports versteht sich der DOSB als Interessensvertreter seiner Mitgliedorganisationen gegenüber den schulpolitischen Entscheidungsträgern, insbesondere der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Sportministerkonferenz (SMK).

Die Hauptaufgabe dabei ist, die Ideen und Erfahrungen in der Umsetzung von Schulkonzepten aus der Praxis aufzunehmen, aktuelle Probleme mit den politischen Trägern zu diskutieren und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Handlungsfelder im Themenbereich Sport und Schule zu leisten.

In dem seit 2009 erscheinenden „Memorandum zum Schulsport“ werden die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse dieser Handlungsfelder erfasst, erstellt von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, dem Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) und dem DOSB.

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2019

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2012

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2011

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2010

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2009 

Memorandum on Physical Education and School Sports

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