Zuwanderer sind besser gebildet
Neue Studie des Berliner-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung (BIM) erschienen.

21.04.2014

Es läuft gut, aber es muss sich etwas ändern, damit das auf Dauer so bleibt: So in etwa lässt sich die Kernaussage der Studie „Neue Potenziale“ zusammenfassen, in der das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung laut Untertitel die „Lage der Integration in Deutschland“ untersucht hat. Demnach entwickelt sich die Bundesrepublik zwar in Richtung eines modernen Einwanderungslands. Das habe zur Folge, dass Immigranten im Schnitt immer höher gebildet seien, im Fall etwa der zuwandernden Fachkräfte aus Süd- und Osteuropa sogar höher als die einheimische Bevölkerung. Doch weder kämen diese Hochqualifizierten langfristig so zahlreich wie im Moment, noch sei ihr Verbleib sicher – denn sie sind ebenso hoch mobil. Also tut laut Institutsdirektor Reiner Klingholz verstärktes Bemühen um Fachkräfte aus dem außereuropäischen Ausland Not – und eine „gezielte und einheitliche Integrationspolitik“ in Gänze. Zumal es Versäumnisse der Vergangenheit auszugleichen gilt, so weit es geht: Weil die einstigen Gastarbeiter lange Zeit sich selbst überlassen worden seien, hinken ihre Nachkommen dem Bildungsniveau ihrer Altersgenossen ohne Migrationshintergrund bis heute hinterher.
Weitere Informationen: http://www.berlin-institut.org/publikationen/studien/neue-potenziale.htm
(Autor: Nicolas Richter)