European Youth Olympic Festival

Das European Youth Olympic Festival (EYOF) geht auf eine Initiative des früheren IOC-Präsident Jacques Rogge zurück. 1991 wurden erstmals die so genannten Europäischen Olympischen Jugendtage durchgeführt, heute besser bekannt unter Europäisches Olympisches Jugendfestival (EYOF).

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die besten europäischen Jugendlichen an die Olympische Bewegung und die Anforderungen des internationalen Spitzen-sports heranzuführen. Die Teilnahme am EYOF soll bei den Jugendlichen auch den Traum wecken, einmal bei Olympischen Spielen zu starten. Zugleich soll die Veranstaltung die Einheit der Europäischen Nationen symbolisieren, zusammen mit der reichen und differenzierten Kultur, die auf dem europäischen Kontinent anzutreffen ist.

Die Wettkämpfe der Jugendspiele werden nach dem Reglement der zuständigen Internationalen Fachverbände ausgetragen. Doping-Kontrollen werden gemäß der Bestimmungen der World-Anti-Doping-Agentur (WADA) durchgeführt.

Seit ihrer Erfindung wurden die Europäischen Olympischen Jugendspiele 1991 in Brüssel (Belgien), 1993 in Aosta (Italien) und Valkenswaard (Holland), 1995 in Andorra-la Vella (Andorra) und Bath (Großbritannien), 1997 in Sundsvall (Schweden) und Lissabon (Portgual), 1999 in Poprad Tatry (Slovakai) und Esbjerg (Dänemark), 2001 in Vuokatti (Finnland) und Murcia (Spanien), 2003 in Bled (Slowenien) und Paris (Frankreich) organisiert, 2005 in Monthey (Schweiz) und Lignano (Italien), 2007 in Jaca (Spanien) und Belgrad (Serbien), 2009 in Slask-Beskidy (Polen) und Tampere (Finnalnd) und 2011 waren Liberec (Tschechische Republik) und Trabzon (Türkei) die beiden Austragungsorte. 2013 war die rumänische Stadt Brasov Gastgeber der Winter-Jugendspiele und Utrecht (Niederlande) Gastgeber der Sommer-Jugendspiele. 2015 war Vorarlberg/Liechtenstein im Winter EYOF-Austragungsort, im Sommer fand das Festival in Georgiens Hauptstadt Tiflis statt. Die darauffolgenden Spiele fanden im Winter 2017 in Erzurum (Türkei) und im Sommer in Györ (Ungarn) statt.

EYOF-Jugendspiele 2019:

  • Sarajewo/Bosnien-Herzegowina (Winter), 9. bis 16. Februar
  • Baku/Aserbaidschan (Sommer), 20. bis 28. Juli

EYOF-Jugendspiele 2021:

  • Vuokatti/Finnland (Winter), 6. bis 13. Februar
  • Kosice/Slowakei (Sommer), 24. Juli bis 1. August

2019 in Sarajevo

Das 14. European Youth Olympic Winter Festival (EYOWF) findet vom 9. bis 16. Februar 2019 in Sarajevo und Ost-Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) statt. Damit findet nach den Olympischen Winterspielen 1984 zum zweiten Mal eine olympische Veranstaltung in Sarajevo statt.

Der zur Republika Srpska gehörige Teil Sarajevos wird als Ost-Sarajevo bezeichnet. Er unterteilt sich in sieben Gemeinden, von denen aber nur Istočno Novo Sarajevo (Ost-Sarajevo) seit dem Bosnienkrieg zum eigentlichen Stadtgebiet zählt. Die restlichen sechs Gemeinden sind überwiegend ländlich geprägt und von der Stadt Sarajevo durch Gebirgszüge und/oder Wälder getrennt. Dennoch hat Ost-Sarajevo den Status einer Stadt.

1.500 junge Nachwuchsathletinnen und -athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 50 europäischen Ländern werden beim EYOWF in Sarajevo und Ost-Sarajevo teilnehmen.

Acht Sportarten stehen auf dem Programm:

  •  Biathlon
  • Curling
  • Eishockey
  • Eiskunstlauf
  • Shorttrack
  • Ski Alpin
  • Ski Langlauf
  • Snowboard

Das Jugend Team Deutschland wird mit voraussichtlich 38 Sportlerinnen und Sportlern an den Wettkämpfen (außer Eishockey) teilnehmen.

www.eyof2019.net

2019 in Baku

 

Vom 20. bis 28. Juli 2019 findet das 15. Summer European Youth Olympic  Festival (EYOF) in Baku statt. Nach den European Games 2015 richtet die Hauptstadt Aserbaidschans somit erneut ein olympisches Multisportevent aus.

In der am Kaspischen Meer gelegene Stadt Baku verbinden sich Vergangenheit und Zukunft des Landes. Die aus der Zeit des 12. Jahrhunderts zurückgehende Altstadt, seit dem Jahr 2000 UNESCO-Welterbe, ist umringt von modernen Wolkenkratzern. Die offizielle Sprache des Landes ist Azerbaijani, aber Russisch, Englisch und Türkisch sind ebenfalls weitverbreitet.

An der Sommerausgabe des EYOF in Baku werden etwa 4000 junge Nachwuchsathletinnen und -athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 50 europäischen Ländern teilnehmen.

 

Zehn Sportarten stehen auf dem Programm:

  • Basketball
  • Handball
  • Judo
  • Kunstturnen
  • Leichtathletik
  • Radsport
  • Ringen
  • Schwimmen
  • Tennis
  • Volleyball

Website zu EYOF in Baku

2017 in Györ

Die ungarische Stadt Györ richtete vom 22. bis 30. Juli 2017 die EYOF-Sommerspiele aus.

Gelegen im Westen Ungarns an der "Kleinen Donau" ist Győr die sechstgrößte Stadt des Landes. Die Stadt ist geprägt durch ein sich rasant entwickelndes Wirtschaft- und Kulturleben und bot viele Möglichkeiten für gemeinsame sportliche und kulturelle Erlebnisse und einen optimalen Rahmen für die Wettkämpfe und das Programm des European Youth Olympic Festivals 2017.

Das Team Deutschland war in den Sportarten Basketball, Handball, Judo, Kanu, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tennis, Turnen und Volleyball vertreten. Insgesamt 96 Sportlerinnen und Sportlern  reisen nach Ungarn. Die Jüngste im deutschen Team war die 13 Jahre alte Schwimmerin Kim Kristin Krüger (SG Dortmund), der Älteste der 17 Jahre alte Turner Maurice Étienne Praetorius (KTV Chemnitz).

Deutschland belegte im Medaillenspiegel den sechsten Platz und gewann insgesamt fünfmal Gold, achtmal Silber und viermal die Bronzemedaille.

Zur offiziellen EYOF Györ 2017 Webseite

2017 in Erzurum

Die EYOF-Winterspiele 2017 fanden vom 11. bis 18. Februar in der größten Stadt Ostanatoliens Erzurum (Türkei) statt.

Zur offiziellen EYOF Erzurum 2017 Webseite

2015 in Tiflis

Das XIII. European Youth Olympic Festival (EYOF) fand vom 26. Juli bis 1. August 2015 im georgischen Tiflis (Tbilisi) statt.

Am 27. November 2010 erhielt Tiflis bei der EOC Tagung in Belgrad gegen den tschechischen Mitbewerber Brünn (Brno) den Zuschlag zur Ausrichtung des Festivals.

Tiflis ist multikulturell geprägt, eine Stadt in der viele verschiedenen Ethnien leben. Die Stadt im Süden Kaukasiens (Georgien) liegt an der berühmten Seidentraße, die von Europa nach Asien führt.

Die EYOF-Wettkämpfe in Tiflis wurden erstmalig in einem Zeitraum von sechs Tagen durchgeführt. Rund 2500 Sportler und Sportlerinnen aus 50 Ländern Europas waren zu Gast.

2015 in Vorarlberg und Liechtenstein

2015 wurde das European Youth Olympic Festival (EYOF) im Winter von zwei Ländern gemeinsam organisiert. Vom 25. bis 30. Januar 2015 stand die Region Vorarlberg/ Liechtenstein ganz im Zeichen des Jugendsports und war Gastgeber für die 12. Ausgabe des Winter-EYOF.

Vorarlberg liegt im Westen Österreichs in der Vierländerregion Bodensee an der Grenze zu Deutschland, der Schweiz und dem gemeinsamen Ausrichter Liechtenstein. Zwei Drittel des Landes liegen über 1.000 Meter hoch, was den Sportlern hervorragende Bedingungen für den Wintersport bietet.

Liechtenstein, der mit rund 37.000 Einwohnern viertkleinste Staat Europas, befindet sich im Herzen der Alpen. Die bekanntesten Wintersportler des Landes sind die aktive Skiläuferin Tina Weirather und der ehemalige Skirennläufer Marco Büchel.

Unter dem Motto „Rock the Alps“ trafen sich 14- bis 18-jährige Sportlerinnen und Sportler aus 45 Nationen, um sich in den acht Sportarten Biathlon, Ski Alpin, Snowboarden, Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination, Eishockey und Eiskunstlaufen in insgesamt 30 Disziplinen zu messen. Deutschland war mit 41 Athletinnen und Athleten vertreten.

2013 in Utrecht

Das European Youth Olympic Sommer Festival (EYOF) 2013 fand vom 14. bis 19. Juli in der niederländischen Gemeinde Utrecht statt. Das Motto für die 12. Jugendspiele im Sommer lautete „High Five!“.

3.300 Sportler und Sportlerinnen aus 49 Ländern Europas kamen nach Utrecht. An sieben Orten rund um Utrecht kämpften die 13- bis 18-jährigen Athleten dann in neun verschiedenen Sportarten um Medaillen.

2013 in Brasov

Das elfte European Youth Olympic Winter Festvial (EYOF) fand im rumänischen Brasov statt (17. bis 22. Februar). Rund 1000 Athletinnen und Athleten zwischen 14 und 18 Jahren kämpften am Fuß der Karpaten um Medaillen.

Beim EYOF gingen Athleten in acht Disziplinen an den Start. Zum ersten Mal standen Wettbewerbe im Short Track auf dem Plan. Auf den Strecken über 500, 1000 und 1500 Meter gingen die Sportler auf Medaillenjagd. In Barsov Poiana wurden neben den Short-Track-Rennen die Wettkämpfe im Eiskunstlauf und im Ski Alpin ausgetragen. Darüber hinaus war hier das Olympische Dorf beheimatet. Die Gemeinde Rasnov war Gastgeber für die Biathleten und Skispringer. In Predeal gingen Skilangläufer und Snowboarder an den Start. Die Eröffnungs- und Schlussfeier, sowie die Spiele der Eishockeymannschaften fanden in der 230.000 Einwohner großen Stadt Brasov statt.

Aus Deutschland nahmen 44 Athleten an den Wettkämpfen teil.

Das European Youth Olympic Winter Festival fand 2013 zum elften Mal statt. Seit 1993 gehen die Athleten in den verschiedenen Sportarten an den Start. „Das EYOF ist für junge europäische Sportler eine Motivation. Sie verbinden die Emotionen mit dem Beginn ihrer Leistungssportkarriere“, sagte der heutige IOC-Präsident Jaques Rogge, der Anfang der neunziger Jahre das Festival ins Leben rief. Seitdem veranstaltet die Vereinigung der Europäischen Olympischen Komitees (EOC) die Wettbewerbe in zweijährigen Abständen.

2011 in Trabzon

Das 11. Europäische Olympische Jugendfestival (EYOF) fand vom 23. bis 29. Juli statt.

Für den DOSB waren insgesamt 75 Nachwuchsathletinnen und -athleten (29 Mädchen/46 Jungen) im Alter von 13 bis 17 Jahren in den Sportarten Handball, Judo, Kunstturnen, Radsport, Leichtathletik und Schwimmen am Start. Keine Besetzung gab es im Basketball, Volleyball und Tennis.

Das deutsche Team errang 24 Medaillen (4 Gold/12 Silber/8 Bronze) und schnitt am Ende in der Nationenwertung als siebte ab. Damit war die Mannschaft etwas unter den Erwartungen geblieben, belegte man doch vor zwei Jahren beim EYOF in Tampere noch den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Gegenüber Tampere bedeutete das zwar nur eine Medaille weniger (10 Gold/ 8 Silber/ 7 Bronze), aber dieses Mal fehlten die "goldenen" Spitzenplatzierungen.

"Es  waren ereignisreiche und eindrucksvolle Spiele in Trabzon", sagte Chef de Mission Sabine Krapf: "Besonders beeindruckt hat uns die Eröffnungsfeier  mit einem atemberaubenden Feuerwerk in Anwesenheit des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan." Krapf zog eine insgesamte positive sportliche Bilanz für die deutsche Delegation: „In Trabzon hat sich ein junges, sehr motiviertes deutsches Team präsentiert, dem sehr viele Sympathien der türkischen Zuschauer entgegengebracht wurden. Mit Platz sieben in der Nationenwertung haben wir optisch zwar etwas den Anschluss an die Spitze verpasst, aber erfreulich war die Tatsache, dass alle Sportarten zumindest eine Medaille gewinnen konnten."

2011 in Liberec

Liberec im tschechischen Riesengebirge war vom 12. bis 19. Februar Gastgeber des 10. European Youth Olympic Winter Festivals (EYOWF).

Nach den erfolgreich durchgeführten Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2009 in Liberec, traf sich nun Europas Nachwuchselite in der Region und konnte dabei von den bereits bestehenden, modernen Sportstätten profitieren.

Nachwuchsathletinnen und -athleten im Alter von 15 bis 18 Jahren aus 45 europäischen Nationen gingen in acht Disziplinen an den Start: Eishockey, Eiskunstlauf, Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination, Ski Alpin, Snowboard und Biathlon.

Der DOSB entsandte 35 Athletinnen und Athleten zu diesen Spielen. Lediglich im Eishockey war Deutschland nicht vertreten. Sabine Krapf, Chef de Mission im deutschen Team, sagt: "EYOF als größte europäische Multisportveranstaltung im Nachwuchsbereich erfährt einen immer höheren Stellenwert bei allen Nationen. Neben dem hohen Leistungsniveau ist aber auch der Erlebnisaustausch und der freundschaftliche Umgang der jungen Sportler aus ganz Europa von hoher Bedeutung." Bei den EYOF zeige sich bereits seit vielen Jahren, so Krapf, was mit Einführung der Olympischen Jugendspiele weltweit fortgeführt werden soll: "Junge Athletinnen und Athleten werden darin bestärkt, ihren im Leistungssport eingeschlagenen Weg auf der Basis ethischer Werte wie Freundschaft und Respekt sowie fundamentaler Prinzipien wie Solidarität und Fairplay fortzusetzen und als Botschafter der olympischen Idee mit ihrem Verhalten und ihrer Leistung auch außerhalb der  Sportstätten wirken.“

2009 in Tampere

Die Stadt Tampere war vom 18. bis 25. Juli 2009 Gastgeber für das 10. Jubiläum des Olympischen Sommerfestivals der Europäischen Jugend (European Youth Olympic Festival / EYOF). Alle 49 Mitgliedsstaaten der Europäischen Olympischen Komitees (EOC) entsendeten eine Mannschaft zur Teilnahme an den Spielen.

Der Deutsche Olympische Sportbund reiste mit insgesamt 129 Teilnehmern nach Tampere, darunter 41 Athletinnen und 57 Athleten zwischen 14 und 17 Jahren, die in den Sportarten Judo, Handball, Kunstturnen, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen und Volleyball an den Start gegangen sind. In Tampere sollte aber nicht nur die sportliche Leistung im Vordergrund stehen. Die Nachwuchssportlerinnen und -sportler sollten in Finnland wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln und erstmals olympische Luft schnuppern.

Beim EYOF 2009 standen neun Sommersportarten auf dem Programm: Judo, Basketball, Handball, Volleyball, Radfahren, Tennis, Schwimmen, Turnen und Leichtathletik. In den Mannschaftssportarten wurde jeweils ein Turnier mit den besten acht europäischen Mannschaften für männliche und weibliche Teilnehmer durchgeführt. Deutsche Teams haben sich für Handball (männlich) und Volleyball (männlich und weiblich) qualifiziert. Erstmals in der Geschichte des EYOF haben in Tampere Wettbewerbe für männliche Kunstturner stattgefunden.

 

 

2009 in Slask Beskidy

Vom 14. – 21. Februar fand in der polnischen Region Slask Beskidy das 9. European Youth Olympic Festival (EYOF) unter der Schirmherrschaft der Europäischen Olympischen Komitees statt.

Die Veranstalter sorgten mit der Ausweitung des Sportprogramms von sechs auf neun Sportarten für eine Rekordbeteiligung von 1600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 45 Europäischen Ländern. Selbst der südeuropäische Inselstaat Malta meldete eine Teilnehmerin im Snowboard.
Geografisch liegen die fünf Austragungsorte Bielsko-Biala, Cieszyn, Tychy, Wisla und Szczyrk in der Nähe des Dreiländerecks Polen-Tschechien-Slowakei. Zum Wettkampfprogramm zählten diesmal Ski Alpin, Langlauf, Biathlon, Skispringen, Nordische Kombination, Snowboard, Eiskunstlauf, Eishockey und Curling.

Der DOSB reiste mit einer Delegation von insgesamt 66 Teilnehmern, davon 43 Aktive, nach Polen. 18 Nachwuchsathletinnen und 25 Nachwuchsathleten im Alter von 15 bis 18 Jahren gingen bei diesem Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival bis auf Eishockey und Curling in allen Disziplinen an den Start und dabei kämpften erstmals um olympische Medaillen. 

2007 in Belgrad

In der serbischen Hauptstadt Belgrad fand vom 22. bis 27. Juli 2007 das 9. Olympische Sommerfestival der Europäischen Jugend statt.

Die besten Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus 49 Nationen maßen sich in den elf Sportarten Judo, Kunstturnen, Leichtathletik, Rad, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Basketball, Handball, Volleyball und Wasserball. Die Meldung von 2.195 Aktiven stellte eine neue Rekord-Teilnehmerzahl in der Geschichte der European Youth Olympic Festivals (EYOF) dar.

Der Deutsche Olympische Sportbund reiste mit insgesamt 104 Teilnehmern nach Belgrad, darunter 74 Athletinnen und Athleten zwischen 14 und 17 Jahren, die in den Sportarten Wasserball, Schwimmen, Kunstturnen, Leichtathletik, Radsport, Tischtennis und Judo an den Start gingen. Dabei sollte aber nicht nur die Leistung im Vordergrund stehen. Die Nachwuchssportler sollten in Belgrad wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln und erstmals olympische Luft schnuppern.

2007 in Jaca

Für eine Woche stand die spanische Pyrenäen-Gemeinde im Focus der olympischen Bewegung, als vom 17. - 23.2.2007 das 8. Europäische Olympische Winter-Jugendfestival unter der Federführung der Europäischen Olympischen Komitees in Jaca stattfand.

Insgesamt 1284 Akkreditierte (838 Aktive und 446 Offizielle) aus 43 europäischen Ländern sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord in der Geschichte dieser Veranstaltung. 

In sechs Disziplinen (Ski Alpin, Skilanglauf, Snowboard, Biathlon, Eiskunstlauf und Eishockey) maßen sich Europas beste Nachwuchssportlerinnen und –sportler in den Jahrgängen 1989 – 1990 (Skilanglauf und Biathlon), 1990-1991 (Ski Alpin und Snowboard) sowie der Jahrgang vom 1.7.1990 – 30.6.1992 (Eiskunstlauf) und erlebten erstmals Olympisches Flair. Alle Verbände hatten ihre Topathletinnen und –athleten im Nachwuchsbereich nominiert und das spiegelte sich in den Wettkämpfen, die teilweise von höchstem Niveau geprägt waren, wider. Die Wettkampfstrecken in den Bereichen Ski Alpin, Skilanglauf, Biathlon und Snowboard waren dabei anspruchsvoll, aber der Jugend angemessen. 

Die deutsche Mannschaft war mit 46 Teilnehmern, davon 31 Aktive (15 Mädchen und 16 Jungs) in allen Sportarten außer Eishockey vertreten. Mit insgesamt neun Medaillen (drei Mal Gold, drei Mal Silber und drei Mal Bronze) erkämpfte sich das deutsche EYOF-Team einen hervorragenden 2. Platz in der Nationenwertung hinter Russland (4/3/4) und vor Österreich (2/3/3) und übertraf damit alle Erwartungen

2005 in Lignano

Mit sieben Gold, elf Silber und sieben Bronzemedaillen belegte das deutsche Team beim Europäischen Olympischen Jugendfestival Anfang Juli (3.-8. Juli 2005) in Lignano Sabbiadoro hinter Russland (17/16/12), Gastgeber Italien (14/8/14) und Großbritannien (13/5/5) einen hervorragenden 4. Platz unter 48 teilnehmenden europäischen Nationen. Die Medaillen verteilten sich dabei auf insgesamt 37 Länder. Die meisten gewann Russland (44), lediglich eine Medaille Armenien.

Insgesamt 2013 Aktive (1077 Jungen und 936 Mädchen) waren am Start. Wie bei den „richtigen“ Olympischen Spielen bildeten die Leichtathletik-Wettbewerbe (mit 590 Aktiven) vor den Schwimm-Wettkämpfen (388) den Kern der Veranstaltung.
Gastgeber Italien stellte mit 114 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Mannschaft. Auch die deutsche Mannschaft zählte mit 61 Aktiven (24 deutsche Nachwuchs-Athletinnen und 37 deutsche Nachwuchs-Athleten) im Hinblick auf die Teilnehmerzahl zu den größeren Teams.

Fred Eberle, Präsidiumsbeauftragter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, nahm für das NOK die Funktion des Chef de Mission des deutschen Teams wahr. Seine Bilanz (vgl. nebenstehendes Interview) fällt nahezu uneingeschränkt positiv aus. „Atmosphäre, Zuschauerresonanz, sportliche Leistungen, erzieherischer Wert und der gesamte Rahmen wurden dem olympischen Anspruch der Nachwuchsveranstaltung vollauf gerecht“, urteilt der Dozent des pädagogischen Seminars in Schwäbisch Gmünd, der in Lignano durch Sabine Krapf (Leiterin der NOK-Abteilung Olympischer Spitzensport) und Sandra Logemann (NOK-Abteilung Internationales) unterstützt wurde..

Die erfolgreichste deutsche Teilmannschaft mit 11 Medaillen bei 16 Aktiven (8 Mädchen/8 Jungen) waren die Schwimmer. EYOF-Champions wurde Marcel Luck (Hamburg) über 100 m und 200 m Butterfly und Robin Backhaus (Berlin) über 400 m Freistil. Die 4 x 100 m Freistilstaffel holte in der Besetzung Marius Bornheim (Wuppertal), Dimitri Colupaev (Rheinhessen), Robin Backhaus (Berlin) und Yannick Lebherz ebenfalls die Goldmedaille. Der Darmstädter Yannick Lebherz wurde auch Zweiter über 200 m Rücken. In der 4 x 100 m Freistil-Staffel errangen Lisa Vitting (Mülheim), Lara Vanek (Erlangen), Sina Sutter (Essen) und Uta Müller (Fulda) bei den Mädchen Silber. Im Kurzsprint über 50 m Freistil wurde auch Marius Bornheim (Wuppertal) noch einmal Zweiter. Und schließlich wurden auch in den 4 x 100 m Lagenstaffeln die deutschen Mädchen und Jungen jeweils Zweite. Den dritten Platz erzielte im 50 m Freistil-Finale Lisa Vitting (Mülheim). Die gleiche Medaille, nämlich Bronze, bekam auch Nina Schiffer (Bonn) im 400 m Lagen Finale verliehen

Acht Medaillen erbeutete der 19 Aktive (10 Jungen/9 Mädchen) umfassende deutsche Leichtathletik-Nachwuchs in Lignano. Eine Goldmedaille errang Leichtathletin Fabienne Kohlmann (Karlstadt) über 400 m Hürden. EYOF-Champion wurde auch Sören Ludolph (Nordheide) über 800 m. Und eine Goldmedaille gab es für Deutschland auch  zum Abschluss der Leichtathletik-Wettbewerbe in der 4 x 100 m Staffel der Mädchen in der Besetzung Isabelle Galander (Magdeburg), Lena Schmidt (Hilden), Julia Forster und Fabienne Kohlmann (Karlstadt). Matthias de Zordo (Bad Kreuznach) wurde Zweiter im Speerwerfen. Artur Hoppe (Radolfzell) erzielte Silber im Diskuswerfen. Zweite wurde über 400 m auch Lena Schmidt (Hilden).  Julia Forster wurde Dritte im 100 m Hürden-Finale der Mädchen. Juliane Stolle (Leipzig) Dritte über 200 m.

Darüber hinaus ließen die deutschen Leichtathleten für ihren guten Zusammenhalt sowie für die faire Unterstützung von Wettkampf-Partnern durch die Auszeichnung mit einer Fair-Play-Trophäe aufhorchen.
 
Drei Medaillen durften die deutschen Sportlerinnen und Sportler in Lignano am Ende der Judo Wettbewerbe verbuchen. Luise Malzahn (Halle) erzielte einen 2. Platz in der Gewichtsklasse bis 70 kg. In der Gewichtsklasse bis 57 kg wurde Katja Rossdeutscher (Leipzig) genauso Dritte wie Marc Schäle (Frankfurt/Oder) in der Gewichtsklasse bis 60 kg.

Im Basketball-Finale der männlichen Jugendlichen scheiterte Deutschland erst im Finale mit 61:67 knapp an Spanien. Über Silber freuten sich. Thierno Agne (Bramfeld), Kai Barth (Langen) Marian Benzing (Langen), Robin Benzing (TV Langen), Elias Harrris, (Dürckheim / BI Speyer), Christian Kuhn (Mannheim), Marco Miklos (Regensburg), Mathias Perl (Gießen), Thomas Schoeps, Philipp Schwethelm  (Köln), Andreas Seifert, (Marzahn), Moritz Westkämpfer Moritz ( Lichterfelde).

Im Straßenradsport gewann John Degenkolb (Weißenkolb) die Silbermedaille im Straßenrennen. Nils Plötner (Gera) durfte Bronze für sich verbuchen.

Insgesamt waren 61 deutsche Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren am Start. Sie kamen aus 51 Vereinen. Lediglich die Turnerinnen gingen in der Medaillenwertung leer aus, doch mit drei ganz überraschenden Endkampfplatzierungen wurden die Erwartungen mehr als erfüllt. Das Wettkampf-Programm umfasste neben den genannten Sportarten noch Kanu, Fußball, Handball, Tennis und Volleyball. In diesen Sportarten waren keine Deutschen am Start.

Die kommende Europäischen Olympischen Festivals der Jugend finden im Winter 2007 in Jaca (Spanien) und im Sommer 2007 in Belgrad statt. Die Auswahl der teilnehmenden Jugendlichen erfolgt über den Deutschen Olympischen Sportbund in enger Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Fachverbänden.

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