Olympische Jugendspiele

Die Einführung der Olympischen Jugendspiele wurden am 5. Juli 2007 bei der 119. Session der IOC-Mitglieder in Guatemala-Stadt beschlossen. "Das zeigt, dass das IOC seine Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Jugend von heute und von morgen nicht allein in Worten, sondern auch mit Taten wahrnimmt, in dem ein eigener Event im Geist der Olympischen Spiele angeboten wird." Mit diesen Worten erklärte der frühere IOC-Präsident Jacques Rogge die Vision der Olympischen Jugendspiele, deren Einführung er initiierte. Die ersten Olympischen Jugendspiele wurden vom 14. bis 26. August 2010 in Singapur durchgeführt. Die Jugendspiele sollen junge Athletinnen und Athleten darin bestärken, ihren im Leistungssport eingeschlagenen Weg auf der Basis ethischer Werte wie Exzellenz, Freundschaft und Respekt sowie fundamentaler Prinzipien wie Universalität, Nachhaltigkeit und ohne jegliche Diskriminierung fortzusetzen.

Ein besonderer Stellenwert wird dem Kultur- und Bildungsprogramm beigemessen, das ein fester Bestandteil der Youth Olympic Games (YOG) ist. Bildung im Sinne von (Selbst-)Reflexionsfähigkeit ist im Hinblick auf das Thema Doping ein hochaktuelles Themengebiet, das die YOG aufgreifen und bearbeiten werden. Zum Inhalt werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Risiken, gängige Aufklärungsstrategien sowie entsprechende Informationen zum Thema Doping. Des Weiteren umfasst das Programm auch gezielte Kommunikationsinitiativen, inklusive einer Jugend-Website und anderer digitaler Applikationen, mit denen junge Menschen auf der ganzen Welt erreicht werden sollen.

2018 in Buenos Aires

Die 3. Olympischen Jugend-Sommerspiele 2018 werden vom 6. bis 18. Oktober 2018 in Buenos Aires ausgetragen. In der argentinischen Hauptstadt werden mehr als 3000 Athleten aus 206 Ländern zwischen 15 und 18 Jahren bei rund 200 Wettbewerben in 28 Sportarten um Medaillen kämpfen. Um die dritten Olympischen Jugend-Sommerspiele hatten sich auch Glasgow, Guadalajara, Medellín, Posen und Rotterdam beworben. Im Juli 2013 erhielt Buenos Aires den Zuschlag vom IOC.

Der Fußballer und Olympiasieger Lionel Messi ist Botschafter für die Spiele in Argentinien.

Premiere hatten die Jugend-Sommerspiele 2010 in Singapur, Gastgeber 2014 war Nanjing/China. Die Jugend-Winterspiele erlebten nach dem Auftakt 2012 im österreichischen Innsbruck ihre Fortsetzung 2016 in Lillehammer.

(Quelle: DOSB)

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2020 in Lausanne

Die 3. Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 werden voraussichtlich vom 10. bis 19. Januar 2020 in Lausanne ausgetragen. Lausanne hatte die Wahl, die am Freitag (31. Juli) im malaysischen Kuala Lumpur stattfand, mit 71 zu 10 Stimmen gegen den einzigen Mitbewerber Brasov aus Rumänien gewonnen.

Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, dem Nationalen Olympischen Komitee und Dachverband des Schweizer Sports: "Ich bin hocherfreut, dass die YOG 2020 in Lausanne stattfinden. Es sollen Spiele für die Jugend des ganzen Landes werden, die uns die Möglichkeit geben, kommende Sportgenerationen noch besser fördern und unterstützen zu können. Wir müssen zudem die grosse Chance nutzen, durch die Vermittlung der olympischen Werte dem Sport wieder zu vermehrter Glaubwürdigkeit zu verhelfen."

(Quelle: DOSB/Kandidaturkomitee Lausanne 2020)

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2016 in Lillehammer

Die 2. Olympischen Jugend-Winterspiele 2016 wurden vom 12. Februar bis 21. Februar 2016 in Lillehammer ausgetragen. Dabei fand die Eröffnungsfeier in der norwegischen Kleinstadt exakt 22 Jahre nach der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1994 statt. "Diese Symobolik bedeutet uns sehr viel", erklärte OK-Chef Tomas Holmestad. Lillehammer hatte im Dezember 2011 den Zuschlag für die Austragung der Jugend-Winterspiele erhalten.

Bei den Winterspielen in Norwegen nahmen 1100 Athleten aus 70 Nationen zwischen 15 und 18 Jahren teil.

(Quelle: DOSB/SID)

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2014 in Nanjing

Vom 16. bis 28. August 2014 richtete die chinesischen Stadt Nanjing die zweiten Olympischen Jugend-Sommerspiele aus. Über 3600 junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 15 bis 18 Jahren aus allen 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) gingen an den Start. Jedes NOK hatte mindestens vier Startplätze.

Deutschland trat mit 84 Athletinnen und Athleten an. Zusätzlich konnte jedes NOK zwei Teams in Mannschaftssportarten nach Nanjing schicken, Voraussetzung dafür war die erfolgreiche Qualifikation. Bei den Spielen wurden die 28 Sportarten ausgetragen, die auch Teil des Programms der Olympischen Spiele 2016 in Rio waren, allerdings zum Teil mit anderen Disziplinen. So wurde Basketball beispielsweise Drei gegen Drei gespielt, darüber hinaus kamen zahlreiche Mixed-Wettbewerbe zur Austragung und Showevents in nicht-olympischen Sportarten wie Sportklettern, Skateboarden oder Wushu.

Die Vision

Vision des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist es, mit den Olympischen Jugendspielen junge Menschen aus aller Welt für den Sport zu begeistern und die Olympischen Werte Exzellenz, Freundschaft und Respekt zu vermitteln. Die Sommer-Premiere fand im August 2010 in Singapur statt, die Winterspiele wurden erstmals im Januar 2012 in Innsbruck ausgetragen. 2014 war Nanjing in China Gastgeber der II. Olympischen Jugendspiele, die nächsten Olympischen Jugend-Winterspiele fanden vom 12. bis 21. Februar 2016 in Lillehammer/Norwegen statt.

Der Sport und die Bildung

Zusätzlich zum Sportprogramm gibt es bei den Olympischen Jugendspielen ein Kultur- und Bildungsprogramm (CEP). Das CEP besteht aus zahlreichen Programmen und Formaten zu Themen wie Olympische Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung, kulturelle Bildung und gesunder Lebensstil. Bekannte Sportgrößen stehen den Nachwuchsathleten als Vorbilder und Mentoren zur Seite.

Links:

Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft reist mit 84 Athletinnen und Athleten (39 Männer / 45 Frauen) nach Nanjing (China). Foto: Hase/picture-alliance/DOSB
Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft reist mit 84 Athletinnen und Athleten (39 Männer / 45 Frauen) nach Nanjing (China). Foto: Hase/picture-alliance/DOSB

Das Deutsche Team

2012 in Innsbruck

Nach 1964 und 1976 war Innsbruck erneut Austragungsort eines Olympischen Events. Die Entscheidung der IOC-Mitglieder (briefwahl) fiel mit 84:15 Stimmen deutlich aus. Die Tiroler Landeshauptstadt trug 2012 erstmalig die Olympischen Winter-Jugendspiele aus.

Sport und Wettkampfprogramm

Das Sportprogramm der Sommer-YOG umfasst 26 Sportarten mit 201 Wettkämpfen, bei den Winter-YOG sind es 7 Sportarten. Es handelt sich um ein reduziertes Sportprogramm, das von den Olympischen Spielen abweicht.

Eine Übersicht über die Sport- und Wettkampfprogramme für die Einzelsportarten in Innsbruck 2012 gibt es hier

Kulturelles und pädagogisches Programm (CEP)

Auch in Innsbruck stand die Olympische Erziehung im Mittelpunkt der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele. Bei der Gestaltung und Durchführung des kulturellen und pädagogischen Programms (Culture and Education Programme [CEP]) wurden die 1.058 Athletinnen und Athleten aus über 50 Nationen einbezogen und konnten sich mit der lokalen Jugend sowie Tiroler Schülern austauschen. Themen und Programm

Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft für Innsbruck bei der Einkleidung in Ingolstadt. Foto: picture-alliance
Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft für Innsbruck bei der Einkleidung in Ingolstadt. Foto: picture-alliance

Das Deutsche Team

2010 in Singapur

37 Athletinnen und 33 Athleten gingen bei den ersten Olympischen Jugendspielen vom 14. bis 26. August in Singapur für Deutschland an den Start. Versorgt wurden sie von 38 Trainern, Ärzten, Physiotherapeuten und Betreuern (24 Männer/14 Frauen).

Neugierige können in der Mannschaftsbroschüre, die zum ersten mal als E-Book erschien, nicht nur die sportlichen Biografien sondern auch private Interessen und Vorlieben der jungen Olympioniken und ihrer Bertreuer nachlesen.

Das E-Book der deutschen Jugend-Olympiamannschaft:

Deutsche Version

Englische Version

Download der deutschen Version des E-Books als PDF-Datei 

Download der englischen Version des E-Books als PDF-Datei

Wettkampfprogramm

Das Qualifikationssystem sowie das Sport- und Wettkampfprogramm für die Einzelsportarten können im PDF-Format heruntergeladen werden.

Jeder Wettbewerb hat seine eigene festgelegte Altersgruppe. Dies sind entweder 15 bis 16-jährige (24 Wettbewerbe), 16 bis 17-jährige (11 Wettbewerbe) oder 17 bis 18-jährige (63 Wettbewerbe). In den Mannschaftsportarten Fußball, Handball, Volleyball und Hockey wird mindestens jeder Kontinent mit einem Nationalteam vertreten sein. Insgesamt können max. zwei Spielsportmannschaften (1 M / 1 W) pro Land insgesamt an den Start gehen.
Bei den Individualsportarten ist die Anzahl der Starter auf ein Maximum von 70 Athleten pro NOK festgelegt. Aufgrund neuer Qualifikationskriterien und eines neuen Wettkampfformats wird Basketball als Einzelsportart geführt. Insgesamt werden 35% „Team Officials“ pro NOK berechnet. Vor Ort wird das Sport-Equipment gestellt (Boote beim Kanu-Kayak und Rudern, Pferde, Dinghi und Boards für das Windsurfing im Segeln) ebenso Spielbälle für Training und Wettkampf.
Während der Youth Olympic Games werden Dopingkontrollen durchgeführt (Urin- und Bluttests). Dazu müssen die Athletinnen und Athleten nicht im jeweiligen nationalen Testpool bereits gemeldet/registriert sein.
Das Wettkampfprogramm beinhaltet neue innovative Formate, die auf die junge Zielgruppe abgestimmt sind. So wird zum Beispiel im Basketball die FIBA 33 Version gespielt. Die Teams bestehen aus insgesamt vier Personen; drei Feldspieler, ein Ersatzspieler sowie ein Trainer. Gespielt wird auf einem Basketball-Halbfeld auf nur einen Korb, zwei mal fünf Minuten. Ansonsten gelten die bestehenden Basketballregeln. Die Gewinnermannschaft ist jene, die als erste 33 Punkte erreicht bzw. nach Zeitablauf den höchsten Punktestand erlangt.
Auch in anderen Sportarten wurde der normale Wettkampfmodus leicht verändert. Der Moderne Fünfkampf wird z. B. ohne die Disziplin Reiten und somit nur als Vierkampf ausgetragen. In den Sportarten Bogenschießen, Reiten, Fechten, Schwimmen werden Mixed-Teams in unterschiedlichen Wettbewerben (u. a. Staffeln) an den Start gehen.

Kulturelles und pädagogisches Programm (CEP)

Vor allem die Olympische Erziehung sollte im Mittelpunkt der 1. Olympischen Jugendspiele 2010 in Singapur stehen. Bei der Gestaltung und Durchführung des kulturellen und pädagogischen Programms (Culture and Education Programme [CEP]) der YOG werden unterschiedliche Personengruppen mit einbezogen. Ziel ist es dabei „Botschafter des Sports in der Gesellschaft“ zu verankern.
Sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich in einer intensiven Weise begegnen können und sich in Workshops, Blogs, Chatrooms, face to face und virtuell austauschen können. Interessante Exkursionen werden das Programm begleiten. Globalität und die Relativität der Kulturen werden in eindrucksvoller Weise zur Darstellung gebracht sein. Aber auch der Anti-Doping-Kampf wird während der Veranstaltung thematisiert.
Das CEP-Programm (Kultur- und Erziehungsprogramm) und dessen Philosophie werden auf fünf zentrale Themen ausgerichtet sein:
Der Olympismus steht dabei im Mittelpunkt, weitere Themen sind auf „skills development“ (Karriereplanung der Athletinnen und Athleten), „well-being“ and „healthy lifestyle“ (vorrangig auf das Gesundheitsmanagement im Spitzensport), „social responsibility“ (soziale Verantwortung im weitesten Sinne) und „expression“ (Kunst, Kommunikation und digitale Medien) ausgerichtet. Alle Angebote sollen die Sprache der Jugendlichen sprechen (fun, rich variety, hands-on, values-based learning, simple messages, self-discovery, non-mandatory), und die einzelnen Projektthemen haben durchaus attraktive Titel aufzuweisen. Sie reichen vom Inselabenteuer über den Chat mit den Champions, verschiedenen Entdeckungsaktivitäten einem Weltkulturdorf bis hin zu „exploration journey“, „arts an culture“ und zum „community project“.
Besonders wichtig wird bei der Umsetzung des CEP die Unterstützung durch die Trainerinnen und Trainer sein. Wird das Kultur- und Erziehungsprogramm von den Trainern, von den Olympischen Komitees und von den internationalen Verbänden mitgetragen und mitgelebt, können die Olympischen Jugendspiele sich durchaus mit dem Merkmal der Nachhaltigkeit bezeichnen.
Ende des Jahres 2008 wurden mit dem Olympic Education Programm (OEP) und FRIENDS@YOG zwei weitere Initiativen gestartet.
Bei FRIENDS@YOG entstehen Partnerschaften zwischen den 360 Schulen Singapurs mit Schulen der 205 Nationalen Olympischen Komitees. Sie sollen ein weltweites Netz des sportlichen und kulturellen Austausches zwischen jungen Menschen entstehen lassen. Verantwortlicher Partner des DOSB ist die Deutsche Olympische Akademie (DOA). Die beiden teilnehmenden deutschen Schulen ist zum Einen die Grundschule Zeulenroda (Gewinnerschule des DOA-Wettbewerbs und zum Anderen die Romain-Rolland-Schule (Gymnasium) Berlin (Preisträger Deutscher Schulsportpreis). Beide Schulen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Partnerschaftsprogramms.
Dafür stellt das Olympische Erziehungsprogramm (OEP) Pädagoginnen und Pädagogen didaktisch-methodisches Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung, das die Auseinandersetzung mit den Olympischen Spielen und den Olympischen Ideen auf eine unterhaltsame und informative Weise ermöglichen soll. Nähere Informationen im Internet unter www.singapore2010.sg.

Die gesamte Darstellung des CEP kann hier heruntergeladen werden:

CEP-Generalinformation

CEP-Activitysheet

 

 

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