Als Politiker im Sport und für den Sport in Berlin engagiert

Der Ehrenpräsident des Landessportbundes Berlin, Klaus Böger, vollendet am 8. September sein 75. Lebensjahr.

Klaus Böger war bis 2018 Präsident des LSB Berlin. Foto: picture-alliance
Klaus Böger war bis 2018 Präsident des LSB Berlin. Foto: picture-alliance

Klaus Böger, von 2009 bis 2018 Präsident des Landessportbundes (LSB) Berlin, vollendet am Dienstag, dem 8. September, sein 75. Lebensjahr. Der in Lauterbach (Hessen) geborene und studierte Politologe gehörte als SPD-Politiker fast 20 Jahre dem Berliner Abgeordnetenhaus in unterschiedlichen Funktionen an. Von 1999 bis 2006 war er Senator des Landes Berlin für Bildung, Jugend und Sport und damit Berlins „politischer Sportchef“. Als Fraktionsvorsitzender hatte er sich u.a. 1995 dafür eingesetzt, dass der Sport als Staatsziel in die Berliner Landesverfassung aufgenommen wird.

Bei den Abgeordnetenhauswahlen im Dezember 2006 trat Klaus Böger nicht mehr an und wechselte – wenn man so will – von einem politischen Hauptamt für den Sport in ein politisches Ehrenamt im Sport. Die Mitgliederversammlung des LSB Berlin wählte ihn 2009 als Nachfolger von Peter Hanisch (geb. 1935) zu ihrem Präsidenten und damit zu Berlins „verbandlichem Sportchef“.

Bewegung und Begegnung für alle ermöglichen, das ist ganz knapp formuliert eine der Leitideen im sportpolitischen Handeln von Klaus Böger, dem er sich bei seiner präsidialen Arbeit für die über 2.000 Sportvereine in Berlin stets gewidmet hat: „Seine emphatischen Fähigkeiten und seine Eloquenz sind so groß, dass, wer mit ihm spricht, das Gefühl bekommt, hier ist einer, der sie versteht und weiß, worum es geht. Das ist Talent und praktizierte Überzeugung eines Demokraten, der für die Umsetzung seiner Ideen Mehrheiten braucht und die notwendige Kärrnerarbeit nicht scheut. Nämlich die Menschen dort aufzusuchen, wo sie sind“, hatte schon LSB-Vizepräsident für Finanzen, Reinhard von Richthofen, anlässlich des 70. Geburtstages von Klaus Böger in seiner Laudatio für den Deutschen Olympischen Sportbund geschrieben.

Nach seinem Ausscheiden als Präsident beim LSB vor zwei Jahren wurde Klaus Böger von der Mitgliederversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt – jetzt gratuliert Thomas Härtel als sein Nachfolger zum 75. mit diesen Worten: „Klaus Böger ist ein durch und durch politischer Kopf. Schon als Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus hatte er den Weitblick auf den Berliner Sport. Als Bildungs- und Sportsenator verankerte er im neuen Schulgesetz außerunterrichtliche Kooperationsvereinbarungen mit Schulen und legte somit einen wichtigen Grundstein für deren Zusammenarbeit mit Sportvereinen. ‚Berlin hat Talent‘ war ihm ein Herzensanliegen. Als Präsident des LSB schloss er mit dem Berliner Senat die Vereinbarung ‚Zukunftssicherung des Berliner Sports‘. Ungeduld und Nachhaltigkeit haben sein Handeln für den Berliner Sport geprägt.“

(Quelle: DOSB/Prof. Detlef Kuhlmann)


  • Klaus Böger war bis 2018 Präsident des LSB Berlin. Foto: picture-alliance
    Porträt von Klaus Böger Foto: picture-alliance