Der 13. Tag glänzt in Silber: zweite Plätze im Snowboard und Biathlon

Noch keinen Wettbewerb der Biathleten beendete das deutsche Team in Turin ohne Medaille. Diese Erfolgsserie setzten die Biathlon-Damen im 4x6-Kilometer-Sprint am Donnerstag mit dem Gewinn der Silbermedaille fort. Für eine sensationelle Silberfahrt sorgte auch die erst 18jährige Amelie Kober im Parallel-Riesenslalom der Snowboarderinnen.

 

Mit nur zweimal Nachladen zeigten die Russinnen am Donnerstag ein hervorragende Treffsicherheit an den Schießständen. Da konnten die deutschen Damen mit einer schwächeren Leistung beim Schießen nicht mithalten. Lediglich Kati Wilhelm kam fehlerfrei über die Strecke. Ihre Teamkolleginnen Martina Glagow, Andrea Henkel und Katrin Apel verfehlten gleich neun Mal die Scheiben. Am Ende kam das deutsche Team mit 50,7 Sekunden Rückstand auf die Russinnen und dem komfortablen Vorsprung von 1:36 Minuten auf die Französinnen ins Ziel. Für das deutsche Biathlon-Team war es bereits die achte Medaille in acht Wettbewerben. Am Samstag folgen noch die Massenstart-Rennen der Frauen und Männer.

 

Jubelnd fuhr Amelie Kober über die Ziellinie. Nach einem Sturz musste sie im Finale zwar der Schweizerin Daniela Meuli den Vortritt lassen, aber das schränkte die Leistung der erst 18jährigen Amelie Kober nicht ein. Bereits in den Qualifikationsrennen hatte sie mit der fünftbesten Zeit auf sich aufmerksam gemacht. Im Viertelfinale konnte sie dann mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Sekunden die Russin Swetlana Boldikowa bezwingen, im Halbfinale besiegte sie die Österreicherin Doris Günther. Damit war die Sensation perfekt: Amelie Kober hatte das Finale erreicht und damit Silber sicher.  Im Finalrennen gegen die Schweizerin Daniela Meuli stürzte sie dann, so dass ihr „nur“ der zweite Platz blieb. Ausgelassen feierte die jüngste Athletin des deutschen Snowboard-Team anschließend ihren Erfolg.

 

Am Abend des 13. Tages stand in Turin noch die Entscheidung im Eiskunstlauf auf dem Programm. Eine deutsche Teilnehmerin war hier nicht am Start. Mit einer fehlerlosen Präsentation von Dreifach-Lutz/Doppel-Toeloop-Kombination sowie allen weiteren Sprüngen gelang der Japanerin Shizuka Arakawa die beste Kür. Sie holte sich die Goldmedaille vor der Russin und Doppel-Weltmeisterin Irina Slutskaja und der Amerikanerin Sasha Cohen.