EYOF: Wertvolle Erfahrungen auf internationaler Bühne

Es ist Halbzeit beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Maribor (Slowenien) und damit Zeit für eine Zwischenbilanz unserer Nachwuchsathlet*innen des Team D.

Die erste Medaille für Team D beim EYOF 2023: Laura Sophie Kohlmann gewinnt Bronze über 400m Lagen. Foto: Team Deutschland.
Die erste Medaille für Team D beim EYOF 2023: Laura Sophie Kohlmann gewinnt Bronze über 400m Lagen. Foto: Team Deutschland.

Seit Sonntag liefern rund 100 deutsche Nachwuchsathlet*innen des Team D im slowenischen Maribor tolle sportliche Leistungen ab, sammeln wertvolle Erfahrungen auf der internationalen Bühne und lassen sich dabei auch von zwischenzeitlich stürmischen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen. Ohnehin steht das Gewinnen von Medaillen bei dem EYOF nicht im Fokus. Viel mehr zählen für die jungen Sportler*innen die vielfältigen Eindrücke und Erfahrungswerte eines internationalen Multisportevents.   

„Es ist schön, seit dem ersten Tag mitzuerleben, wie sehr die prägenden Eindrücke des EYOF die jungen Athlet*innen inspirieren. Der Zusammenhalt und die Unterstützung in unserem Team D ist groß“, sagt Chefin de Mission, Patrizia Wittich. „Ich freue mich für unsere Nachwuchsathlet*innen, dass neben den wertvollen Wettkampferfahrungen auf internationaler Ebene auch die starken Leistungen mit Top-Platzierungen belohnt werden. Diese Erfahrungen sollen für eine langfristige Karriere im Leistungssport motivieren.“

Auch DOSB-Vorstandsvorsitzender Torsten Burmester war in den ersten Tagen zu Besuch und zeigte sich von der großartigen Unterstützung für die Nachwuchsathlet*innen begeistert: „Nicht nur die Athlet*innen, ihre Trainer*innen und Betreuer*innen treten hier als geschlossene Einheit auf, auch zahlreiche Eltern der Sportler*innen sind nach Maribor gekommen, um das Team D zu begleiten“. 

Medaillenregen im Schwimmen - Fahnenträgerin Helen Kevric turnt zum Titel

Insgesamt stehen nach dem gestrigen dritten Wettkampftag 13 Medaillen für das Team D zubuche – davon 3 x Gold, 3 x Silber und 7 x Bronze. Am erfolgreichsten sind bislang die Schwimmer*innen. Gleich vier Medaillen wurden an den ersten drei Wettkampftagen in der Schwimmhalle gewonnen – darunter 2 x Gold. Am Montag machte Laura Sophie Kohlmann mit ihrer Bronzemedaille den Anfang und holte über 400m Lagen das viel umjubelte erste Edelmetall für Team D. Ihr folgten ein Tag später die ersten Goldmedaillen: Alina Baieyvich (200m Schmetterling) und Linda Roth (100m Freistil) waren in ihren jeweiligen Disziplinen für die Konkurrenz nicht zu schlagen. Die Bronzemedaille über 4 x 100m Freistil im Mixed-Wettbewerb rundete die guten Ergebnisse aus dem Schwimmbecken ab.  

Vier Medaillen können aktuell auch die Leichtathlet*innen bieten. Nick Joel Richardt (5.000m Gehen), Kelson Josue De Carvalho (Kugelstoßen) und Leon Joel Clair (Zehnkampf) holten allesamt Bronze, ehe Frieda Echterhoff am dritten Wettkampftag mit Silber im Diskus noch einen draufsetzen konnte. 

Beim Kunstturnen war Helen Kevric die Beste. Die deutsche Fahnenträgerin turnte im Mehrkampf souverän zu Gold. Marlene Gotthardt wurde Fünfte, Lisa Wötzel landete auf Rang 17. Gemeinsam holten die drei Turnerinnen hinter den starken Italienerinnen in der Mannschaftswertung Silber. Jonas Eder, Maximilian Glaeser und Mert Öztürk erreichten einen Tag zuvor im Team Platz fünf.

Für eine echte Überraschung sorgte Benedikt Benz mit seiner Medaille im Zeitfahren auf dem Straßenrad. Am Ende sprang für ihn der starke dritte Platz raus. Mit der Silbermedaille im Mountainbike, das dieses Jahr neben Skateboarding und 3x3 Basketball EYOF-Premiere feiert, machte Elias Hückmann das bislang erfolgreiche Abschneiden bei den Radsportarten perfekt. Debütant für die Sportartart Skateboarding, Anton Wessely, verpasste den Finaleinzug knapp, der deutsche Fahnenträger kann mit seiner Leistung nach einer Verletzungspause aber mehr als zufrieden sein. Bei den 3x3-Basketballer*innen ist dagegen noch alles möglich. Die Jungs stehen bereits im Viertelfinale – für sie geht es gegen die Ukraine um den Gruppensieg. Die Mädchen können mit einem Erfolg gegen Lettland eine Medaillenchance bei ihrer ersten EYOF-Teilnahme wahren. Alle drei neuen Sportarten überzeugten bislang mit reichlich Spannung und zogen viele interessierte Zuschauer*innen an.  

Gut besucht ist auch die Judo-Halle in Maribor. Dort holte Tabea Mecklenburg am dritten Tag in der Gewichtsklasse -52kg die Bronzemedaille.

Im Tennisturnier erreichten die stark aufspielenden Jamie Mackenzie und Niels McDonald sowohl im Einzel als auch im Doppel das Viertelfinale. Und auch Emily Eigelsbach und Emma Glaser, die sich im Einzel noch geschlagen geben mussten, konnten sich mit einem Erfolg das Viertelfinal-Ticket im Doppel sichern und spielen nun um den Halbfinaleinzug. Diesen haben die Mannschaften im Handball und Volleyball  schon sicher. Für sie geht es nach einem Ruhetag um das Finale.

Bis Samstag, 29. Juli, stehen noch Medaillenentscheidungen in fast allen Sportarten an. Weitere wetterbedingte Verschiebungen werden dabei nicht erwartet. Für die nächsten Tage ist Sonnenschein in Maribor angesagt.

(Quelle: DOSB)


  • Die erste Medaille für Team D beim EYOF 2023: Laura Sophie Kohlmann gewinnt Bronze über 400m Lagen. Foto: Team Deutschland.
    Die erste Medaille für Team D beim EYOF 2023: Laura Sophie Kohlmann gewinnt Bronze über 400m Lagen. Foto: Team Deutschland.