Fairplay-Plakette für Deutsche Sportjugend

Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) hat die Deutsche Sportjugend (dsj) für ihre vielfältigen Aktivitäten zur Dopingprävention mit der Fairplay-Plakette des deutschen Sports geehrt.

von links: Benny Folkmann, dsj-Vorstandsmitglied, Dr. Hans-Joachim Klein, DOG-Präsident, Prof. Gerhard Treutlein (PH Heidelberg)
von links: Benny Folkmann, dsj-Vorstandsmitglied, Dr. Hans-Joachim Klein, DOG-Präsident, Prof. Gerhard Treutlein (PH Heidelberg)

„Die Deutsche Sportjugend trägt mit ihren Aktionen seit Jahren maßgeblich dazu bei, Kindern und Jugendlichen den Stellenwert von Fairness im Sport zu vermitteln“, erklärte DOG-Präsident Dr. Hans-Joachim Klein während der Übergabe der Fairplay-Plakette anlässlich des Europäischen Fairplay-Kongresses am 19. Oktober in Frankfurt. Insbesondere das Engagement der dsj im Bereich der Prävention von Doping sei beispielhaft, so Klein.

Bereits seit 1990 engagiert sich die Jugendorganisation im Deutschen Olympischen Sportbund in diesem Bereich. Aktuell stellt sie unter anderem die Broschüre „Sport ohne Doping“ sowie gleichnamige Arbeitsmaterialien bereit. Darin enthalten sind Informationen und Anregungen für Übungsleiter und Trainer, wie sie Kinder und Jugendliche über die Doping-Problematik aufklären und Hilfen anbieten können. Beide Materialien sind in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unter Leitung von Professor Gerhard Treutlein entstanden. Ebenfalls unter dessen fachlicher Begleitung fand in diesem Jahr das deutsch-französische Anti-Doping-Camp statt, in dem sich Nachwuchsleistungssportler zwischen 14 und 17 Jahren über mehrere Tage in Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeit mit dem Thema Dopingprävention auseinandersetzen. Als „Juniorbotschafter“ sollen sie nun als Multiplikatoren mithelfen, Gleichaltrige zu informieren und aufzuklären. Die Veranstaltung, für die 2008 bereits eine Neuauflage geplant ist, trägt wie auch der Europäische Jugend-Fairplay-Kongress zum internationalen Austausch und zur Vernetzung von Aktivitäten zur Fairnesserziehung junger Athleten bei.

Die Deutsche Olympische Gesellschaft vergibt die Fairplay-Plakette regelmäßig für beispielhafte Aktivitäten zur Förderung von Fairness im Sport. Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere aktiven Sportlern wie der Weitspringern Bianca Kappler und dem Fußballer Miroslav Klose für ihre fairen Aktionen im Wettkampf diese Ehre zuteil wurde, entschied sich das DOG-Präsidium, die Auszeichnung in diesem Jahr an eine Initiative zu vergeben. „Doping bedeutet eine Bedrohung für den Sport insgesamt. Insofern möchten wir mit der Ehrung der Deutschen Sportjugend für ihre Maßnahmen in diesem Bereich auch ein Zeichen für die Bedeutung präventiver Aktivitäten, die es bereits auch in anderen Sportverbänden gibt, setzen“, betonte DOG-Präsident Dr. Hans-Joachim Klein.

Die Fair-Play-Plakette ist Bestandteil der Fair-Play-Initiative des deutschen Sports. Als federführende Organisation dieser Aktion unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler will die Deutsche Olympische Gesellschaft dazu beitragen, das Vertrauen in die Werte des Sports zu erhalten und zu stärken. Insbesondere Kinder und Jugendliche will die Deutsche Olympische Gesellschaft mit Beispielen über faires Verhalten im Sport informieren, aufklären und so negativen Erscheinungen im Sport entgegenwirken.


  • von links: Benny Folkmann, dsj-Vorstandsmitglied, Dr. Hans-Joachim Klein, DOG-Präsident, Prof. Gerhard Treutlein (PH Heidelberg)
    von links: Benny Folkmann, dsj-Vorstandsmitglied, Dr. Hans-Joachim Klein, DOG-Präsident, Prof. Gerhard Treutlein (PH Heidelberg)