Kranzniederlegung für den früheren NOK-Chef Willi Daume

Anlässlich des 100. Geburtstags des langjährigen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Willi Daume, legt die Stadt München an dessen Grab in Dortmund einen Kranz mit Stadtschleife nieder.

Willi Daume präsentiert sich 1972 vor dem Olympiastadion in München dem Fotografen. Foto: picture-alliance
Willi Daume präsentiert sich 1972 vor dem Olympiastadion in München dem Fotografen. Foto: picture-alliance

Daume, der am 24. Mai 1913 in Hückeswagen geboren wurde und am 20. Mai 1996 in München gestorben ist, gilt als Ideengeber für die Bewerbung Münchens um die Olympischen Sommerspiele von 1972. Er zeichnete als Organisationschef auch für das Konzept der „heiteren Spiele“ verantwortlich.

Willi Daume war selbst vielseitig sportlich aktiv, unter anderem als Leichtathlet sowie als Torwart im Handball. 1936 nimmt er als Mitglied der deutschen Basketball-Mannschaft an den Olympischen Spielen in Berlin teil. Seine Karriere als Sportfunktionär startet Daume Anfang der 40-er Jahre im Handball. 1949 wird er der erste Schatzmeister des NOK für Deutschland. Im Dezember 1950 – im Alter von 37 Jahren – wird Daume zudem an die Spitze des neu gegründeten Deutschen Sportbunds (DSB) gewählt, dessen Präsident er zwei Jahrzehnte bleibt. 1961 übernimmt Daume in Personalunion auch die Führung im Nationalen Olympischen Komitee. Das Präsidentenamt hat er bis 1992 inne.

In diese Zeit fällt auch die Bewerbung Münchens um die Spiele von 1972. Als Präsident des Organisationskomitees ist Willi Daume auch für die Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltung verantwortlich. Zudem fungiert Daume von 1972 bis 1976 als Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Auch die Öffnung der olympischen Wettbewerbe für professionelle Athleten in den 80-er Jahren wird Daume zugeschrieben. Nicht zuletzt gilt er als der Ideengeber für die Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Wegen seiner Verdienste wurden Daume zahlreiche Ehrungen zuteil. Neben dem Bundesverdienstkreuz und dem Olympischen Orden in Gold des IOC erhielt der Sportfunktionär auch den Kulturellen Ehrenpreis und den Goldenen Ehrenring der Stadt München. Im Olympischen Dorf der Landeshauptstadt verbrachte Willi Daume auch die letzten Jahre seines Lebens. Nach dem Sportfunktionär ist zudem ein Platz im Olympiapark benannt.

Aus Anlass des 100jährigen Geburtstags von Willi Daume hat auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit Präsident Thomas Bach am Freitag, 24. Mai zu einem Festakt in das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln eingeladen.

(Quelle: Stadt München/DOSB)


  • Willi Daume präsentiert sich 1972 vor dem Olympiastadion in München dem Fotografen. Foto: picture-alliance
    Willi Daume präsentiert sich 1972 vor dem Olympiastadion in München dem Fotografen. Foto: picture-alliance