Weltkrebstag 2026: Gemeinsam einzigartig
Der Weltkrebstag 2026 am 4. Februar steht erneut unter dem Motto „United by Unique“ und rückt persönliche Geschichten von der eigenen Diagnose bis zu den Erfahrungen von Angehörigen und Wegbegleiter*innen in den Mittelpunkt, auch im Sport.

03.02.2026

Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger erhielt im Laufe ihrer Karriere gleich zweimal die Diagnose Krebs und kämpfte sich dennoch zurück an die Weltspitze. Wie es ihr damit erging und wie sie es schaffte wieder zurück in den Spitzensport zu finden, gibt es im aktuellen Podcast „Gesund in Sportdeutschland“ zu hören.
Auch Elena Semechin erhielt mitten in ihrer Karriere die Diagnose Krebs. Ende 2025 wurde die Schwimmern mit dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport im Rahmen der Veranstaltung „Sportler*in des Jahres“ ausgezeichnet. Sie ist eine Athletin, die mit ihrem unerschütterlichen Willen zeigt, dass eine Krebserkrankung nicht das Ende der Leistungssportkarriere bedeuten muss. Nach Entfernung eines Hirntumors im Alter von 28 Jahren wiederholte sie in Paris bei den Paralympics den Gewinn der Goldmedaille.
Sportveranstaltungen als Sprachrohr
Bei der Darts-WM über den Jahreswechsel im Londoner Alexandra Palace wurde die mediale Reichweite genutzt, um auf Prostatakrebs aufmerksam zu machen und mit einer Spendenaktion verbunden. Die Trophäe übergab im Finale der Brite Sir Chris Hoy, sechsmaliger Olympiasieger im Bahnradsport, der seit über zwei Jahren gegen Prostatakrebs kämpft.
Was Zuschauer*innen oft nicht sehen, hinter sportlichen Spitzenleistungen stehen auch persönliche Schicksale, in seinem Fall wird die Krankheit zur Motivationsquelle: Hindernisläufer Karl Bebendorf holte bei den deutschen Meisterschaften in Dresden den Titel über 3.000 Meter Hindernis und widmete seinen Sieg seiner damals schwer erkrankten Mutter. Im Interview in der Süddeutschen Zeitung beschreibt er: „Mein Mentaltrainer meinte, ich laufe die Saison gerade für zwei Leute […] das ist auch ein Grund für meine Leistungen. Dafür gebe ich alles, jeden Tag.“ Der Weltkrebstag unterstreicht, wie vielfältig die Erfahrungen mit Krebs sind und wie Sportler*innen als Vorbilder fungieren.

Initiative „Bewegung gegen Krebs“
Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln macht der DOSB auf die wichtige Bedeutung von „Sport und Bewegung“ in der Krebsprävention und
-nachsorge aufmerksam. Seit 2014 motivieren die Projektpartner „unentschlossene Bewegungswillige“ einen bewegten Alltag umzusetzen - unter anderem mithilfe von Outdoor- und Onlinekampagnen, durch Präsenz bei Großveranstaltungen, Messen und Kongressen sowie im Rahmen des Vereinswettbewerbs, der jährlich durchgeführt wird.




