Sport und Menschenrechte im DOSB

Das Thema „Sport und Menschenrechte“ ist zurecht in das Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt. Der DOSB widmet sich seit 2021 verstärkt diesem Thema – bereits in seiner ersten Sitzung nach der Wahl hat das neue DOSB-Präsidium intensiv über das Thema Menschenrechte diskutiert und einen Prozess angestoßen. Einen Prozess, der unter Einbindung von Menschenrechts-Expert*innen entwickelt wurde und folgende zentrale Kerninhalte hat, siehe auch Roadmap:

Der DOSB richtet sich zur Wahrnehmung seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nach der in den UN-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte formulierten Vorgehensweise.

Im Rahmen der 19. DOSB-Mitgliederversammlung, am 3. Dezember 2022 in Baden-Baden, hat der DOSB sein Bekenntnis zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Satzung verankert, siehe Satzungstext.

Anfang des Jahres 2023 wird der DOSB den Prozess der Risikoanalyse (als Teil der Due Diligence) als Grundlage für die Erarbeitung einer Human Rights Policy starten.

Der DOSB folgt damit Beispielen des internationalen und nationalen Sports. So hat jüngst, im September dieses Jahres, das Internationale Olympische Komitee (IOC) seinen strategischen Rahmen für Menschenrechte beschlossen. Im Einklang mit den UNGPs soll dieser IOC-Rahmen die Arbeitsweise des IOC, der Olympischen Spiele und der olympischen Bewegung grundlegend beeinflussen und sicherstellen, dass die Menschenrechte im jeweiligen Zuständigkeitsbereich geachtet werden.

Der DOSB-Menschenrechtsbeirat

Zudem hat das Präsidium des DOSB gemäß § 23 der DOSB-Satzung einen Menschenrechtsbeirat berufen, der auf der 19. DOSB-Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2022 in Baden-Baden vorgestell wurde. Der Beirat unterstützt den DOSB bei der Wahrnehmung seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten und steht unter anderem bei der Anwendung und Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte beratend zur Seite.

Zudem wird dieser Expert*innenkreis auch den DOSB-Mitgliedsorganisationen zur Verfügung stehen. Die Beiratsmitglieder zeichnen sich durch eine hohe Fachexpertise im Themenfeld “Sport und Menschenrechte” aus und vertreten unter anderem folgende im Themenfeld relevante Anspruchsgruppen: Athlet*innen, DOSB-Mitgliedsorganisationen, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft.

Mit Blick auf die internationalen Entwicklungen zum Thema „Sport und Menschenrechte“ möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das IOC am 14. Dezember 2022 die Besetzung des Advisory Committee on Human Rights vorgestellt hat, siehe entsprechende Meldung.   

Runder Tisch des DOSB

1. Runder Tisch des DOSB "Sport und Menschenrechte in Berlin. Foto: DOSB
1. Runder Tisch des DOSB "Sport und Menschenrechte in Berlin. Foto: DOSB

Der 1. Runde Tisch des DOSB „Sport und Menschenrechte“ hat am 27. September 2022 in Berlin stattgefunden. Vor über 40 Akteuren aus diversen gesellschaftlichen Bereichen hat Dr. Joachim Rücker, Geschäftsführer des DOSB-Menschenrechtsbeirates, die Roadmap des DOSB in Bezug auf Sport und Menschenrechte präsentiert. Seitens der anwesenden Stakeholder wurden wichtige Punkte in Bezug auf das Konzept (Roadmap) und den Einstieg in das Thema Risikoanalyse eingebracht. 

Aus Sicht des DOSB ist ein transparenter Austausch mit wichtigen Akteur*innen aus Sport, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik unabdingbar. Daher wird der DOSB regelmäßig zu einem Runden Tisch einladen und die Stakeholder in seinem Prozess mitnehmen und die Diskussionspunkte und Anmerkungen des ersten Runden Tisches in das weitere Vorgehen aufnehmen.

In 2023 ist der nächste Runde Tisch „Sport und Menschenrechte“ geplant, jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht terminiert.

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