Sportjahr 2020: Fußball-EM und Olympia

Die erste paneuropäische Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele in Tokio sind die herausragenden Sportereignisse des Sportjahres 2020.

Das deutsche Turn-Team der Männer freut sich schon auf die Spiele in Tokio. Foto: picture-alliance
Das deutsche Turn-Team der Männer freut sich schon auf die Spiele in Tokio. Foto: picture-alliance

Die sportlichen Höhepunkte des Sportjahres 2020 finden im Sommer statt. 

Fünf Tage vor Sommerbeginn wird es für Joachim Löw und seinen 23er-Kader bei der ersten paneuropäischen EM der Geschichte ernst. Die Mannschaft um Kapitän Manuel Neuer darf dabei alle drei Vorrundenspiele in der Münchner Allianz Arena austragen. Das Eröffnungsspiel wird am 16. Juni gegen Weltmeister Frankreich ausgetragen, dann folgen Titelverteidiger Portugal (20.) und ein in den Play-offs zu ermittelnder Gegner. 

Dass die stark verjüngte Truppe am 12. Juli im Finale in Wembley um den Titel spielt, glaubt der Bundestrainer nicht. "Wir sind nicht der Favorit", sagte Löw vor dem Titelkampf in zwölf Ländern. 

Nach dem EM-Endspiel in London ist die Zeit zum Durchschnaufen knapp. Nur zwölf Tage später findet im Olympiastadion von Tokio die Eröffnungsfeier statt, vermutlich ohne russisches Team. Nach der Vierjahressperre wegen anhaltender Doping-Betrügereien dürfen die Sportler des Riesenreiches bei den Sommerspielen wohl nur als "neutrale Athleten" einlaufen. 

Vor allem die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit dürften den Sportlern zu schaffen machen. Die Quecksilbersäule kann die 40-Grad-Marke erreichen. Die Wettbewerbe im Marathon und Gehen finden daher im rund 800 Kilometer nördlich von Tokio gelegenen Sapporo statt, 1972 Schauplatz der Olympischen Winterspiele. 

Für die deutsche Olympiamannschaft gilt es in Nippon, den Platz in der Weltspitze zu halten. In Rio 2016 hatte es nach 17 Gold-, 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen zu Platz fünf gereicht. 16 Tage nach der Schlussfeier betreten die Behindertensportler die Paralympics-Bühne. Erst danach kehrt wieder Ruhe auf dem Olymp ein. 

Von einem ruhigen Start ins neue Jahr können die Handballer nur träumen. Sie setzen mit ihrer EM ab 9. Januar in Österreich, Schweden und Norwegen das erste Highlight. Titelverteidiger Spanien sowie die Außenseiter Lettland und die Niederlande sind in Wien die Gruppengegner der Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop. Der Europameister von 2004 und 2016 will seinen Aufwärtstrend nach Platz vier bei der WM fortsetzen. Eine Medaille ist das erklärte Ziel. 

Viele davon soll es im August für die Leichtathleten bei der EM in Paris geben. Malaika Mihambo, Gesa Felicitas Krause und Konstanze Klosterhalfen sind ebenso wie der bei der WM überraschend zu Gold gestürmte Zehnkämpfer Niklas Kaul die Trümpfe. Auch Florian Wellbrock, bei der WM als erster Schwimmer der Geschichte mit Gold im Freiwasser und Becken dekoriert, hat bei der EM im Mai in Budapest einen Titel im Visier. Geplant ist nur der Start draußen über die 10 km. 

Über das ganze Jahr sorgen die Formel 1 und Tennis für Schlagzeilen. Kann Sebastian Vettel in seinem wohl letzten Jahr bei Ferrari doch noch seinen ersten Titel mit der Scuderia feiern oder holt Lewis Hamilton mit seinem siebten WM-Triumph Rekordweltmeister Michael Schumacher ein? Auftakt der erstmals über 22 Stationen führenden Saison ist am 15. März in Melbourne. 

Macht Alexander Zverev den ganz großen Schritt nach vorn? Gewinnt der Hamburger seinen ersten Grand Slam? Die Australian Open ab 20. Januar in Melbourne sind im neuen Jahr die erste Gelegenheit zu zeigen, dass aus dem großen Tennistalent auch ein großer Champion werden kann. 

Zurück in die Zukunft heißt es in Melbourne für Angelique Kerber. An der Stätte ihres ersten Grand-Slam-Triumphes 2016 will die Kielerin wieder die sportliche Wende schaffen. In Wimbledon greift sie nach ihrem zweiten Titel nach 2018, zur gleichen Zeit will Emanuel Buchmann nach Platz vier 2019 erstmals auf das Tour-Podium.

(Quelle: sid)


  • Das deutsche Turn-Team der Männer freut sich schon auf die Spiele in Tokio. Foto: picture-alliance
    Das Turn-Team der Männer jubelt neben einem Logo der Olympischen Spiele in Tokio 2020. Foto: picture-alliance

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