Digitalisierung nachhaltig gestalten

Die aktuelle Ausgabe von "Sport schützt Umwelt" des DOSB lenkt den Fokus auf den Megatrend Digitalisierung. Eine fünfteilige Serie betrachtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven.

So könnte eine zukünftige Smart City aussehen. Foto: picture-alliance
So könnte eine zukünftige Smart City aussehen. Foto: picture-alliance

Zum Auftakt macht die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, darauf aufmerksam, dass Digitalisierung nachhaltig gestaltet werden muss und rät Vereinen und Verbänden die Vorzüge einer nachhaltigen, klimaverträglichen Digitalisierung für sich zu entdecken und zu nutzen:

Die digitale Transformation verändert derzeit unser aller Leben. Unternehmen bieten ihre Leistungen immer mehr online an. Einkaufen über das Internet, streamen von Filmen oder Online-Rechtsberatung – Dienstleistungen werden heute bequem von zu Hause vom Sofa in Anspruch genommen. Und auch der Sport wird immer digitaler: Jede Bewegung auf dem Spielfeld kann vermessen werden. Mittels Big Data können so nicht nur Rückschlüsse für das Training gezogen, sondern auch Leistungsabfälle von Spielern erkannt und so Verletzungen vorgebeugt werden. Und auch die Vereine selbst können immer mehr profitieren, etwa durch eine Vereins-App oder eine digitale Plattform für alle Vereinsmitglieder, um die Kommunikation oder Terminplanung zu vereinfachen, oder entsprechende Verwaltungssoftware, um die Organisation des Vereins zu verbessern. Die Vereine stehen dabei vor ähnlichen Herausforderungen wie wir bei der digitalen Verwaltung: Von digitalen Antragsformularen bis hin zur Kommunikation mit Verbänden.

In Bayern investieren wir mit Smart Bavaria in eine digitale Verwaltung, die einfach, schnell, online und zudem per App verfügbar ist. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von der Verwaltung den gleichen Servicestandard wie von den großen Internetkonzernen. Wenn man online ein Auto kaufen kann, dann muss man auch seinen Wohnsitz online ummelden können. Ganz entscheidend ist aber bei der rasenden Entwicklung der Digitalisierung, dass wir nicht übersehen, diese nachhaltig zu gestalten. Ich stelle mir dabei GreenDIGITAL vor, also eine umfassende nachhaltige Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Es gibt genügend Beispiele, wie die Digitalisierung beim Klima- und Umweltschutz hilft: Das beginnt schon im Großen, mit immer besseren Klimamodellen durch Satelliten, die immer bessere  Klimaanpassungsmaßnahmen ermöglichen. Oder durch Smart Data, das ein optimiertes Wassermanagement garantiert vom Trinkwasser bis hin zur Kläranlage. In Bayern starten wir daher dieses Jahr einen Wettbewerb für „Smart Cities“ und „Smart Regions“. Denn die bayerischen Kommunen haben bei der digitalen Transformation eine Schlüsselstellung inne.

Die Digitalisierung der Kommunen findet hier nah am Menschen statt. Wir wollen die Kommunen dabei bestmöglich unterstützen. Mit dem Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ fördern wir deshalb innovative digitale Projekte der Kommunen mit maximal 500.000 Euro. In jedem Regierungsbezirk können maximal drei Projekte gefördert werden. Digitale Lösungen sollen die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger steigern sowie die kommunale Ebene zugleich effizienter, umweltfreundlicher und lebenswerter, mithin smarter machen.

Aber auch einzelne Vereine oder Verbände können die Vorzüge einer nachhaltigen, klimaverträglichen Digitalisierung für sich entdecken und nutzen. Sportstätten können beispielsweise smart gestaltet werden, etwa mit intelligenten Heizungssystemen, die pass- und bedarfsgenau heizen. Oder mit einer App oder Homepage, die die einfache Organisation von Mitfahrgelegenheiten zu Wettbewerben ermöglicht. Dabei kommt den Verbänden auch eine wichtige Rolle als Vorbilder zu. Wenn sie selbst beim Thema Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel vorangehen, machen sie das Thema für ihre Mitglieder erlebbar und können so als Multiplikatoren wirken. Hier können schon kleine Lösungen durch die bloße Anzahl der Vereine und ihrer Mitglieder in ganz Deutschland einen entscheidenden Unterschied bedeuten.

(Quelle: DOSB/"Sport schützt Umwelt", Ausgabe Nr. 131)


  • So könnte eine zukünftige Smart City aussehen. Foto: picture-alliance
    Ansicht einer futuristischen Stadt mit Drohne, Pflanzen, Menschen und Auto Foto: picture-alliance

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