Christina Obergföll bekommt Silbermedaille von Peking 2008

Christina Obergföll erhielt ihre Silbermedaille von den Olympischen Spielen von Peking 2008 am Sonnabend aus den Händen von DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Christina Obergföll freut sich über die Silbermedaille für ihre Leistung bei den Olympischen Spielen von Peking 2008. Foto: Frank May
Christina Obergföll freut sich über die Silbermedaille für ihre Leistung bei den Olympischen Spielen von Peking 2008. Foto: Frank May

Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer Zeremonie vor Angehörigen und sportlichen Wegbegleitern im heimatlichen Offenburg. Christina Obergföll, die ihre Speerwurf-Karriere 2016 beendet hatte, hatte sich unter zahlreichen Optionen, die das IOC für nachträgliche Medaillenvergaben anbietet, für die Übergabe in diesem Rahmen entschieden.

Am 13. September 2016 hatte das IOC bekanntgegeben, dass die russische Zweitplatzierte des Wettkampfs von Peking 2008 wegen eines Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert wird. Christina Obergföll verbesserte sich von Bronze auf Silber. Die beschuldigte russische Athletin zog vor den CAS, zwei Jahre später war das Urteil rechtskräftig und jetzt erhielt die Badenerin die ihr nach dem Wettkampf zustehende Medaille.

In einem Bühnengespräch mit ihren langjährigen Trainern Werner Daniels und Boris Obergföll forderte Christina Obergföll einen weiter verstärkten Anti-Doping-Kampf: "Gemeinsam mit Familie und Freunden einen meiner ganz großen sportlichen Momente heute noch einmal Revue passieren zu lassen und am Ende mit der richtigen Medaille ausgezeichnet zu werden, erfüllt mich auch heute noch mit Stolz. Trotz allem bin ich der Meinung, dass der Anti-Doping-Kampf mit noch mehr Energie vorangetrieben werden muss. Die Betrüger sollten noch stärker verfolgt und zur Rechenschaft gezogen werden, am besten natürlich noch vor oder während des Wettkampfes, damit die sauberen Athleten ihre Zeremonie zum richtigen Zeitpunkt erleben dürfen und zum anderen um ihre finanziellen Einbußen zu vermeiden.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann überreichte das Silber an Obergföll und sagte: "Wir empfinden diesen Moment als einen Fair-Play-Festtag. Und wir bedauern zugleich, dass Christina Obergföll elf Jahre auf diesen Moment warten musste. Dennoch gilt: Besser spät als nie. Die heutige Ehrung von Christina Obergföll ebenso wie die im Mai erfolgte von Hammerwerferin Betty Heidler bestärken uns eindrucksvoll in unserer Haltung, dass für das Team D Fair-Play wichtiger ist als der erste Platz im Medaillenspiegel."

In einer Videobotschaft gratulierte IOC-Präsident Thomas Bach und zeigte sich erfreut, dass diese Ehrung endlich stattfinde: „Denn heute ist ein Tag der Gerechtigkeit“.

Aus dem organisierten Sport waren u.a. auch DLV-Präsident Jürgen Kessing und Dirk Schimmelpfennig, DOSB-Vorstand Leistungssport nach Offenburg gekommen, um Christina Obergföll zu ehren.

Das IOC hatte Nachtests eingefrorener Dopingproben von London 2012, Vancouver 2010 und Peking 2008 vorgenommen. Obergfölls Konkurrentin war dabei positiv auf die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosterone (Turinabol) getestet worden.

(Quelle: DOSB)


  • Christina Obergföll freut sich über die Silbermedaille für ihre Leistung bei den Olympischen Spielen von Peking 2008. Foto: Frank May
    Christina Obergföll freut sich über die Silbermedaille für ihre Leistung bei den Olympischen Spielen von Peking 2008. Foto: Frank May

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