2003 – Drei Sportabzeichen-Jubiläen auf einen Schlag

 

Ein ganz besonderes Ereignis steht dem deutschen Sport in diesem Jahr bevor. Irgendwo in diesem Lande kann der Deutsche Sportbund

(DSB) die seit 1913 25millionste Verleihung für das Deutsche Sportabzeichen erwarten und entsprechend feiern. Dazu gesellt sich mit dem 90. Geburtstag des Sportabzeichens ein weiteres Jubiläum. Nur wenig dahinter in seiner Bedeutung für den Sport in Deutschland wird die 10millionste Verleihung des Deutschen Schülersportabzeichens liegen. Trotz der zu erwartenden zahlreichen Titel und Medaillen im Spitzensport sagen diese Zahlen und Daten zweifellos einiges mehr über den sportlichen Leistungsstand der Bevölkerung aus.

Bis Ende 2002 waren rund 24.400.000 Verleihungen an Schüler, Jugendliche und Erwachsene erfolgt. Bei zur Zeit knapp 900.000 jährlich erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen für den nationalen Fitnesstest wird im Spätsommer dieses Sportabzeichenjahres die Rekordzahl gefeiert werden können. Die Zahl von 10 Millionen Verleihungen wurde 1983 erreicht, und 1997 zeichneten DSB und Landessportbund Berlin einen Berliner Bürger für die insgesamt 20millionste erfolgreiche Prüfung aus. Nun sind Verleihungen nicht mit den Trägern des Sportabzeichens gleichzusetzen. Unter Abzug der jährlich bei etwa 55 % liegenden Quote der Sportabzeichen-Wiederholer kann man hochrechnen, dass zwischen 10 und 11 Millionen Menschen bisher in den 90 Jahren mindestens einmal eine Auszeichnung erhielten. Davon sind wiederum etwa 2,5 Millionen Männer und Frauen aus der Ära der Nachkriegszeit Träger bzw. In-haber des offiziellen Ordens der Bundesrepublik Deutschland, des Deutschen Sportabzeichens.

Als am 12. September 1913 die Namen der ersten 22 Männer als Träger der „Auszeichnung für vielseitige Leistungen auf dem Gebiete der Leibesübungen“ im „Stadion Kalender“ veröffentlicht wurden, war unter ihnen natürlich auch Carl Diem, der „Erfinder“ des Sportabzeichens. Er hatte seine Prüfungen seinerzeit im Schwimmen, Hochsprung, 400 m-Lauf, Steinstoßen und im Langstreckenlauf erfolgreich absolviert. Die besondere Bedeutung des Sportabzeichens als regelmäßiger Test für die sportliche Leistungsfähigkeit wird auch dadurch deutlich, dass sich viele prominente Männer und Frauen mit dem Sportorden auszeichnen ließen. Darunter sind Schauspielerinnen und Fernsehstars wie Frank Elstner, aber auch zahlreiche Olympiasieger wie Klaus Wolfermann und der gesamte Deutschlandachter von Rom 1960.

Von besonderer Bedeutung für den Breitensport war jedoch die mehrfache Vergabe des Deutschen Sportabzeichens an den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Damit hat „der erste Mann im Staate“ ein deutlich sichtbares Zeichen seiner persönlichen Fitness gesetzt und ein Beispiel für alle Bürger und Bürgerinnen gegeben. Der anstehende Geburtstag des Sportabzeichens und die beiden neuen Rekordzahlen sollten Anlass sein und Gelegenheit geben, das Sportabzeichen mit Großveranstaltungen und vielleicht auch wieder einmal mit besonderen Sendungen und Artikeln in den Medien ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Eine Million jährliche Verleihungen könnten dann schnell Realität werden.



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