Angerer holt Silber im Langlauf-Thriller

Tobias Angerer hat sich im Verfolgungsrennen der Skilangläufer durchgekämpft und mit 2,1 Sekunden Rückstand auf den Schweden Marcus Hellner die Silbermedaille errungen.

Tobias Angerer konnte als einziger die Phalanx der taktisch clever gelaufenen Schweden durchbrechen. Copyright: picture-alliance
Tobias Angerer konnte als einziger die Phalanx der taktisch clever gelaufenen Schweden durchbrechen. Copyright: picture-alliance

Der 32 Jahre alte Vachendorfer (Bayern) hat nach taktischer Meisterleistung den deutschen Langläufern die erste Medaille bei den olympischen Wettbewerben in Whistler beschert. Vier Jahre nach dem Gewinn von Bronze über 15 Kilometer in Turin gewann Angerer am Samstag in der Doppelverfolgung über 30 Kilometer mit Silber sein viertes olympisches Edelmetall. "Ich bin überglücklich. Es war ein perfektes Rennen. Beim Skaten ging es von Runde zu Runde schneller. Aber ich war mir so sicher, dass ich diese Medaille gewinnen", sagte Angerer, der über 15 Kilometer den siebten Platz belegt hatte. Jens Filbrich lief auf den sechsten Platz. Rene Sommerfeldt und Tom Reichelt hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Gold holte nach einem furiosen Schlussspurt der Schwede Marcus Hellner. Bronze ging an dessen Landsmann Johan Olsson, der das Feld mit seinem Ausreißversuch bis einen Kilometer vor dem Ziel angeführt hatte.

Neumayer springt auf guten sechsten Rang

Simon Ammann siegte sechs Tage nach seinem Triumph auf der Normalschanze auch auf der Großschanze nach Bestweiten in beiden Durchgängen mit 14,2 Punkten Vorsprung vor dem Polen Adam Malsyz. Bronze ging an den Österreicher Gregor Schlierenzauer. Bester eines deutschen Quartetts war Michael Neumayer aus Berchtesgaden auf Rang sechs. Michael Uhrmann, Andreas Wank und Martin Schmitt landeten auf den Plätzen 25, 28 und 30.

Bob: Kiriasis Dritte im Training

Olympiasiegerin Sandra Kiriasis ist in den ersten beiden offiziellen Trainingsläufen für den olympischen Bob-Wettbewerb jeweils auf den dritten Platz gefahren. Die 35-Jährige von der RSG Hochsauerland war im ersten Lauf 0,26 Sekunden und im zweiten Durchgang 0,14 Sekunden langsamer als die Kanadierin Kaillie Humphries, die im Whistler Sliding Centre jeweils Bestzeit fuhr.

Super-G: Riesch verpasst zweite Medaille

Die Österreicherin Andrea Fischbacher hat die Favoritinnen überrascht und die olympische Goldmedaille im Super-G gewonnen. Die 24 Jahre alte WM-Dritte lag auf der Piste Franz´s Run in Whistler Creekside 49 Hundertstelsekunden vor der zweitplatzierten Slowenin Tina Maze. Bronze ging mit 74 Hundertstel Rückstand an Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn aus den USA. Kombinations-Olympiasiegerin Maria Riesch aus Partenkirchen belegte den achten Platz mit einem Rückstand von 1,32 Sekunden.

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