Ball des Sports: Mihambo und Kaul nehmen Tokio ins Visier

Beim 50. Ball des Sports der Deutschen Sporthilfe in Wiesbaden richten die Sportlerin und der Sportler des Jahres 2019 den Blick auf die Olympischen Spiele.

Malaika Mihambo und Niklas Kaul beim 50. Ball des Sports in Wiesbaden. Foto: picture-alliance
Malaika Mihambo und Niklas Kaul beim 50. Ball des Sports in Wiesbaden. Foto: picture-alliance

Der Alltag hat Malaika Mihambo und Niklas Kaul eingeholt. Kaum etwas ist weniger glamourös als die harte Arbeit, die Deutschlands Sportler des Jahres auf ihrem Weg Richtung Tokio verrichten. Olympisches Gold ist das Ziel, dem die Leichtathletik-Weltmeister vieles unterordnen. Zum 50. Ball des Sports tauschten die Weitspringerin und der Zehnkämpfer jedoch noch einmal die Tartanbahn gegen das Tanzparkett und zogen den Bundespräsidenten ihren Bundestrainern vor.

Im goldenen Abendkleid tanzte Mihambo den Eröffnungswalzer mit Michael Ilgner, dem scheidenden Vorsitzenden der Deutschen Sporthilfe. Kaul holte sich die Glückwünsche Frank-Walter Steinmeier ab, das Staatsoberhaupt hatte bei der WM in Katar live mit dem König der Athleten mitgefiebert.

"Ich hätte gedacht", sagte Kaul in einer Schalte vom RheinMain CongressCenter ins Aktuelle Sportstudio des ZDF, der Ruhm "hält nur zwei, drei Tage an, dann konzentrieren wir uns auf Tokio." Ganz so schnell ging es nicht, auch im Olympiajahr sind Kaul und Mihambo die gefragtesten Athleten der Sportfamilie. Auftritte auf dem roten Teppich wie am Samstagabend gehören dazu und sind sogar herzlich willkommen - bei aller Professionalität.

"Mir machen solche Veranstaltungen Spaß, sie sind sehr abwechslungsreich", sagte Mihambo dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Mir gefällt es auch, sich etwas Schickes anzuziehen und sich zu zeigen." Gebannt verfolgte sie mit den 2.000 weiteren Gästen, wie die Olympiasieger Isabell Werth, Ingrid Klimke und Marcus Ehning eine Reitshow der Extraklasse boten. Das Jubiläum der Gala war eine Hommage an ihren Erfinder Josef Neckermann, selbst Goldmedaillengewinner mit der Dressur-Equipe 1964 und 1968.

Beim mitternächtlichen Auftritt Herbert Grönemeyers verschwanden Mihambo und Kaul dann ohne großes Aufsehen. Während der Ball für den guten Zweck - rund 750.000 Euro Gewinn erwartet die Sporthilfe - bis in die Morgenstunden andauerte, gönnten sie sich Schlaf vor den kommenden Aufgaben. Kaul (21) bereitete sich noch am Wochenende auf eine Prüfung seines Lehramtsstudiums an der Uni Mainz vor, auf Mihambo wartete bereits am Sonntag die nächste Trainingseinheit.

Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz muss nach der Absage der WM in Nanjing wegen des grassierenden Coronavirus ihre Hallensaison umplanen. "Jetzt sind die deutschen Meisterschaften in den Fokus gerückt, ich hoffe, ich kann bis dahin am Weitsprung und den 60 m arbeiten", sagte sie. Am 22. und 23. Februar finden die Titelkämpfe in Leipzig statt.

Eine Bestleistung ist Mihambos Zwischenziel. Bei den Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August) "möchte ich spritzig und mit voller Kraft in den wichtigsten Wettkampf gehen", sagte sie in Wiesbaden. Doch noch heißt es "Schritt für Schritt". Tokio, das weiß Mihambo, "ist noch unheimlich weit weg". Zum Saisoneinstieg am Freitag in Karlsruhe war sie bei 6,83 m gelandet, bis zu ihrer bei der WM aufgestellten Bestweite (7,30) ist viel Luft. 

(Quelle: SID)


  • Malaika Mihambo und Niklas Kaul beim 50. Ball des Sports in Wiesbaden. Foto: picture-alliance
    Malaika Mihambo und Niklas Kaul vor einer Sponsorenwand beim Ball des Sports. Foto: picture-alliance

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