Bundeskanzler Schröder: Das Ehrenamt muss schon Ehrenamt bleiben

Die große Bedeutung der Sportvereine für die Gesellschaft hat Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem Interview mit der Zeitschrift "Sport in

Berlin" des Landessportbundes Berlin gewürdigt. Über die sportlichen Betätigungsmöglichkeiten hinaus gelte für den Sport im Verein vor allem, dass man dort andere Menschen kennen lerne, soziale Kontakte aufbaue und Freundschaften schließe. "Beim Sport im Verein können gerade junge Menschen soziales und solidarisches Verhalten lernen und so wichtige Dinge wie Rücksichtnahme und Teamfähigkeit erfahren", so Schröder wörtlich.

Der Bundeskanzler unterstrich, dass die Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode wirksame Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamtes ergriffen habe. "Diesen Weg werden wir auch in Zukunft fortsetzen", betonte Schröder.

Wichtige Anregungen dafür würden die in wenigen Wochen vorliegenden Ergebnisse der Enquete-Kommission "Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements" liefern. Allerdings - darin sei er sich mit den Ehrenamtlichen einig - könne "Förderung" nicht heißen, durch dieses gesellschaftspolitisch so bedeutsame Engagement Geld zu verdienen. Wörtlich: "Ein Ehrenamt muss schon ein Ehrenamt bleiben."

Doping müsse mit allen Mitteln und mit aller Härte bekämpft werden, betonte der Bundeskanzler im gleichen Interview. Gefreut habe er sich über die Bewegung auf internationaler Ebene durch die Gründung der World-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die Unterstützung von IOC-Präsident Jacques Rogge zur Betreibung einer Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA).

Bundeskanzler Schröder unterstrich schließlich auch die Bedeutung der Eliteschulen des Sports für die Nachwuchsförderung im Leistungssport. Erfreulich sei, dass über Ostdeutschland hinaus andere Bundesländer verstärkt sportbetonte Schulen gründen, "hinter deren Philosophie ich unverändert stehe", so Schröder wörtlich. Kein Talent solle unentdeckt bleiben und, wenn es dies selbst wünsche, eben im Rahmen des Möglichen auch gefördert werden , betonte der Bundeskanzler.


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