Capoeira für sozialen Zusammenhalt in der Türkei

Ein Capoeira-Workshop in Gaziantep stößt soziale Entwicklungsprozesse an und schafft einen Rahmen für Austausch und Verständigung.

"Roda" im Sitzen. Foto: DOSB
"Roda" im Sitzen. Foto: DOSB

Durch Kampfsport, Gesang, Spiel und Musik  den schwierigen Alltag für ein paar Stunden hinter sich lassen – dies ermöglichte ein Capoeira-Workshop im türkischen Gaziantep den syrischen und türkischen Teilnehmer/innen. Organisiert wurde der Workshop vom  Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).   

In der „Roda“ (portugiesisch für Kreis) versammelten sich die 24 Teilnehmer/innen des “Capoeira for social cohesion“-Workshops, um mit Klatschen und Gesängen einen Rhythmus vorzugeben. Die beiden Teilnehmer/innen im Kreisinneren bewegten sich zu diesem Rhythmus und führten Tanz- und Kampfbewegungen aus, um den jeweiligen Gegenüber herauszufordern – ganz ohne Berührungen. Denn: „Capoeira steht für sozialen Zusammenhalt und Respekt vor anderen Menschen“, erzählt der DOSB-Auslandsexperte Marwan Ali Ghunaim.

Am Ende des Workshops sitzen alle Teilnehmer/innen wieder zusammen in der Roda und reflektieren über das Spiel und das Leben. Die Teilnehmenden verstehen schnell, dass die soeben in der Halle gesammelten Erfahrungen – Erfolg aber euch enttäuschende Momente – im Alltagsleben genauso stattfinden und der Umgang mit diesen ihre persönlichen Entwicklungen prägen. Das Motto lautet: Kämpfen, durchbeißen und nicht aufgeben – sich den Herausforderungen im Sport und Leben stellen – dann weiß man auch, wie gut sich Erfolg anfühlen kann. Die in dem Workshop ausgebildeten Teilnehmer/innen sollen nun Capoeira nutzen, um türkischen und syrischen Kindern durch den Sport das Miteinander zu vermitteln und das Gemeinschaftsgefühl zu steigern.

Die Maßnahmen in der Türkei stehen im Kontext einer weiter gefassten Zusammenarbeit zwischen BMZ und DOSB. Unter dem Dach von „Sport für Entwicklung“ werden mit gemeinsamen Projekten Kinder und Jugendliche in Schwellen- und Entwicklungsländern in ihrer Entwicklung gefördert. Dabei geht es nicht nur um die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Bewegung: Sport wird hier gezielt genutzt, um Werte wie Respekt, Fair Play und Teamgeist zu fördern und um Bildungsanreize zu setzen. Wissenschaftlich begleitet werden die Projekte auch von der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie wertet aus, ob die Sportmultiplikatoren mit ihren Aktivitäten später erfolgreich sind und das Projekt seine Ziele erreicht.

Quelle: DOSB


  • "Roda" im Sitzen. Foto: DOSB
    "Roda" im Sitzen. Foto: DOSB
  • Teilnehmer/innen in Aktion
    Teilnehmer/innen in Aktion
  • Ruhephase. Foto: DOSB
    Ruhephase. Foto: DOSB
  • "Roda" im Stehen. Foto: DOSB
    "Roda" im Stehen. Foto: DOSB
  • Capoeiro und Musik. Foto: DOSB
    Capoeiro und Musik. Foto: DOSB

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