Deutsche Sportjugend ist Vorbild für Nachhaltigkeit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben die Deutsche Sportjugend für besonders starken Innovationscharakter im Themenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Lisa Druba und  Katharina Morlang (mitte, v.li.) nehmen die Auszeichnung von Kornelia Haugg (BMBF) und Walter Hirche (DUK) entgegen. Foto: DUK/Thomas Müller
Lisa Druba und Katharina Morlang (mitte, v.li.) nehmen die Auszeichnung von Kornelia Haugg (BMBF) und Walter Hirche (DUK) entgegen. Foto: DUK/Thomas Müller

Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierten Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) Prof. Dr. Maria Böhmer 32 Lernorte, 43 Netzwerke und 6 Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung am 28. November in Bonn. Zu den ausgezeichneten Initiativen aus nahezu allen Bundesländern geht es hier: www.bne-portal.de/auszeichnungen

Staatssekretär Christian Luft hob die gesellschaftliche Bedeutung der gewürdigten Initiativen hervor, er sagte: „Wir brauchen in Deutschland und der Welt ein noch stärkeres Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebens. Hierfür spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle. Die heute ausgezeichneten Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. Positive Beispiele und das beeindruckende Engagement der vielen Beteiligten bringen uns in der Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Bildungssystem einen weiteren Schritt voran.“

Die dsj freut sich über das folgende Statement der Jury zur Auszeichnung als „Lernort“: „Die Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund weist einen besonders starken Innovationscharakter bei der strukturellen Umsetzung von BNE auf. Mit dem Ziel, BNE in den Strukturen des organisierten Kinder- und Jugendsports zu verankern, baut die dsj ein Netz von Jugendbotschafterinnen und –botschaftern auf, die in ihre Mitgliedsorganisationen hineinwirken. Ein am Nationalen Aktionsplan BNE angelehnter Aktionsplan soll darüber hinaus als Instrument zur Selbstreflektion und eigenen Weiterentwicklung der dsj genutzt werden.“

Lisa Druba, ehemaliges dsj-Vorstandsmitglied, nahm die Auszeichnung entgegen und bekräftigte: „Um eine nachhaltige Entwicklung des Sports und der Gesellschaft voranzutreiben, braucht es vor allem gestalterische Aktivität und den Willen, im Lernort Sport eine Wertediskussion zu führen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung einer BNE voranzutreiben!“

Die Deutsche Sportjugend ermutigt die Sportverbände und –vereine als außerschulische Bildungsakteure dazu, sichtbar zu machen, dass sie bereits nachhaltig agieren. Sie fördern sowohl die Gestaltungskompetenzen ihrer jungen Sportler/innen und knüpfen mit ihrem zivilgesellschaftlichen Wesen an die Themen einer nachhaltigen Entwicklung an: Gerechtigkeit und Chancengleichheit, die Förderung von Engagement und Partizipation von jungen Menschen, die Gestaltung des sozialen Miteinanders sowie die Übernahme der Verantwortung für den Verein, den Nachwuchs und die Umwelt.

Mit dem Aktionsplan der Deutschen Sportjugend sollen sie darin unterstützt werden und eine Orientierung mithilfe gezielter Strategien und Maßnahmen erhalten. Darüber hinaus hat die dsj eine Arbeitshilfe BNE entwickelt, die sämtlichen Akteur/innen im Sport ermöglicht, BNE ganz praxisnah in ihrer Organisation zu verankern. Einfach, spielerisch und flexibel. Diese wird Anfang des Jahres 2019 herausgegeben.

BNE strukturell in der Bildungslandschaft verankert

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf BNE aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm stellen sie sich ab sofort auf der Internetseite des BNE-Portals vor und profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk.

Hintergrund

Nachhaltige Entwicklung bedeutet Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015–2019) ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Deutschland beteiligt sich mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der im Juni 2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurde.

Weitere Informationen

Die ausgezeichneten Initiativen: www.bne-portal.de/auszeichnungen
Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de/bne
Publikation „Strukturen stärken - Ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung im Porträt“

(Quelle: dsj)


  • Lisa Druba und  Katharina Morlang (mitte, v.li.) nehmen die Auszeichnung von Kornelia Haugg (BMBF) und Walter Hirche (DUK) entgegen. Foto: DUK/Thomas Müller
    Lisa Druba und Katharina Morlang (mitte, v.li.) nehmen die Auszeichnung von Kornelia Haugg (BMBF) und Walter Hirche (DUK) entgegen. Foto: DUK/Thomas Müller

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