DJK-Präsident Monnerjahn mit DOSB-Ehrennadel ausgezeichnet

Volker Monnerjahn, Präsident des katholischen Sportverbandes in Deutschland (DJK), ist bei seiner Verabschiedung auf dem DJK-Bundestag mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet worden.

Prof. Gudrun Doll-Tepper überreicht Volker Monnerjahn die DOSB-Ehrennadel beim DJK-Bundestag am 6. Juni in Wissen (Sieg). Foto: DJK
Prof. Gudrun Doll-Tepper überreicht Volker Monnerjahn die DOSB-Ehrennadel beim DJK-Bundestag am 6. Juni in Wissen (Sieg). Foto: DJK

Volker Monnerjahn trat nach elf Jahren Amtszeit nicht wieder zur Wahl des DJK-Präsidiums an. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung des DOSB von der Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung Prof. Gudrun Doll-Tepper, die die besonderen Verdienste Monnerjahns um die Förderung und Entwicklung des Sports würdigte.

„Sport tut gut, keine Frage. Aber ist der Sport an sich immer gut, lobenswert und einwandfrei?“, fragte Doll-Tepper zu Beginn ihrer Laudatio. Wenn es nach Volker Monnerjahn gehe, sagte sie, sei damit ein grundlegendes Problem des Sports benannt: nämlich, dass sich der Sport per se für gut hielte und dass diejenigen, die im Sport arbeiteten und Verantwortung übernähmen, gerne die Augen vor den Gefahren verschlössen, vor den Interessenskonflikten, vor seinen Problemen wie Doping oder Korruption, vor dem Nebeneinander von Amateursport und Berufssport. „Es zeichnet Volker Monnerjahn aus, dass er nicht wegschaut, sondern daran mitarbeitet, in diesem heterogenen System Sport – wie er es nennt – funktionsfähige, und vor allem demokratische Strukturen aufzubauen und zu bewahren.“

Diese Grundhaltung erkenne man an den zahlreichen Ehrenämtern, die Monnerjahn seit der Schulzeit ausübt: im Sport, in Sportorganisationen und im kirchlichen Bereich auf Gemeinde-, Diözesan-, Landes- und Bundesebene, über die Grenzen hinaus im internationalen Zusammenschluss katholischer Sportverbände, des Weltverbandes der katholischen Sportorganisationen (FICEP), dann auch als Mitglied im Kuratorium des DOSB-Ethik-Preises und schließlich als Präsident des DJK-Sportverbandes.

Der Sport- und Biologielehrer Monnerjahn stehe zu den Prinzipien der Ethik des Philosophen Emanuel Kant, die auch für den Sport gelten sollen, „vor allem für die Sportführung“ erläutert Doll-Tepper: „demokratisch, sozial, gerecht, verantwortungsbewusst, in transparenter Arbeitsweise mit der Möglichkeit mitzuwirken – auch kritisch.“ Dafür gebe es einen neudeutschen Begriff: Good Governance, führte die DOSB-Vizepräsidentin aus. So habe es Volker Monnerjahn selbst zusammengefasst, in einem Interview für die Zeitschrift "Scheinwerfer" der Organisation Transparency International Deutschland, in deren Beirat er gleichfalls mitgewirkt hat.

Monnerjahn selbst sage, Good Governance müsse ständig überprüft werden, die Selbstreflexion sei zwingend notwendig, ebenso Kritik von außen. Und all das müsse zu einem ständigen Verbesserungsprozess führen, so Doll-Tepper. „Deshalb setzt er sich dafür ein, konsequent aufzuklären. Gerade im sensiblen ehrenamtlichen Bereich hält er eine Qualifizierung der Betreuer, der Übungsleiter und der Vorstände für absolut notwendig. Auch wenn es dabei gilt, gegen Widerstände anzukämpfen, selbst in den eigenen Reihen.“

Der DOSB verleiht die Ehrennadel an Persönlichkeiten oder Organisationen aus dem organisierten Sport, die sich innerhalb oder außerhalb des DOSB besondere Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben.

(Quelle: DOSB)


  • Prof. Gudrun Doll-Tepper überreicht Volker Monnerjahn die DOSB-Ehrennadel beim DJK-Bundestag am 6. Juni in Wissen (Sieg). Foto: DJK
    Prof. Gudrun Doll-Tepper überreicht Volker Monnerjahn die DOSB-Ehrennadel beim DJK-Bundestag am 6. Juni in Wissen (Sieg). Foto: DJK

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