DOSB-Preis für „Voll auf die Zwölf“

„Voll auf die Zwölf“ heißt der Titel des Berichts, mit dem Jürgen Löhle (2.v.re.) den Frauensport-Preis des DOSB anlässlich der 100-Jahr-Feier des Verbandes Deutscher Sportjournalisten in Berlin erhielt.

Die Preisträger mit Laudatorin: (v.li.) Christian Witt (Focus, 2. Platz), Jörg Hahn (FAZ, Vorsitzender der Jury), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung), Jürgen Löhle (Sonntag Aktuell, Sieger) und Ralf Mittmann (Südkurier, 3. Platz), Foto: Eberhard Thonfeld
Die Preisträger mit Laudatorin: (v.li.) Christian Witt (Focus, 2. Platz), Jörg Hahn (FAZ, Vorsitzender der Jury), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung), Jürgen Löhle (Sonntag Aktuell, Sieger) und Ralf Mittmann (Südkurier, 3. Platz), Foto: Eberhard Thonfeld

Erste Gratulantin in der Jesse-Owens-Lounge im Olympiastadion war die DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers, die erfreut feststellte, dass alle Teilnehmer an diesem Artikel-Wettbewerb "eine sehr feinfühlige und wunderbare Art hatten, sich ausführlich und sensibel mit einem Thema zu beschäftigen", das 2009, im "Jahr der Frauen im Sport“, eine ganz besondere Bedeutung hatte.

"Hingabe, Einsatz und Willen, das sind Attribute, die starke, selbstbewusste Frauen verkörpern, die zudem auch bereit sind, neue Wege zu gehen und mit althergebrachten Vorurteilen aufzuräumen", erklärte Ridder-Melchers in ihrer Laudatio. „Das ist im Spitzensport längst der Fall und setzt sich nach und nach auch auf der so wichtigen Führungsebene fort, obwohl da noch einiges zu tun ist und wir einen Nachholbedarf haben. Aus diesem Grunde wollen wir die vor einem Jahr begonnene Aktion fortsetzen, nicht zuletzt deshalb, um noch mehr Mädchen und Frauen für den Sport zu begeistern.“

Übrigens auch für den Sportjournalismus, wo derzeit der männliche Anteil mit großem Abstand überwiegt und nur 9,5 Prozent Frauen in diesem Job tätig sind. Einiges hat sich gebessert, aber es ist eben längst nicht genug. Schließlich sind von den 27,5 Millionen Mitgliedern im DOSB zehn Millionen, also 40 Prozent, weiblichen Geschlechts.

Ridder-Melchers: "Es sind großartige Artikel über das Thema Frauensport"

Unter der Leitung von FAZ-Sportchef Jörg Hahn gehörten der Wettbewerbs-Jury  die ehemalige NADA-Pressechefin Ulrike Spitz, der Sportsoziologe Prof. Karl Heinrich Bette von der Universität Darmstadt, Gerd Schneider (Mittelbayerische Zeitung) und Jörg Stratmann (DOSB-Presse). Sie waren sich einig, dass der Beitrag des Stuttgarters Jürgen Löhle der beste war. In ihm wird das Schicksal der Box-Weltmeisterin im Superfliegengewicht Alesia Graf geschildert, die 1980 im weißrussischen Gomel, nicht allzu weit von Tschernobyl entfernt, geboren wurde, in ein Waisenhaus kam und später über die Schweiz nach Freiburg gelangte. Dort sah sie in einer Zeitschrift erstmals Bilder von Regina Halmich und setzte sich zum Ziel, ihr nachzueifern. Erschienen war der Artikel in „Sonntag aktuell“ am 8. November 2009 in Leinfelden-Echterdingen.

Auch die beiden anderen Preisträger beschäftigten sich mit der Situation besonders aktiver und ungewöhnlicher Frauen im Sport und dokumentierten das in gelungenen Porträts, so der Zweitplatzierte Christian Witt (Focus, Berlin) unter der Überschrift „Zuckerbrot und Pfeife“ und Ralf Mittmann (Südkurier, Konstanz) als Dritter mit „Die schöne Welt der Krebsfrau“. Für Ilse Ridder-Melchers handelte es sich um drei bemerkenswerte Artikel, die es verdienten, ausgezeichnet zu werden. Gleichzeitig ermunterte sie die Journalisten: „Schreiben Sie weiter so fleißig über die Frauen im Sport.“


  • Die Preisträger mit Laudatorin: (v.li.) Christian Witt (Focus, 2. Platz), Jörg Hahn (FAZ, Vorsitzender der Jury), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung), Jürgen Löhle (Sonntag Aktuell, Sieger) und Ralf Mittmann (Südkurier, 3. Platz), Foto: Eberhard Thonfeld
    Die Preisträger mit Laudatorin: (v.li.) Christian Witt (Focus, 2. Platz), Jörg Hahn (FAZ, Vorsitzender der Jury), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung), Jürgen Löhle (Sonntag Aktuell, Sieger) und Ralf Mittmann (Südkurier, 3. Platz), Foto: Eberhard Thonfeld

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