Eine bunte Woche

Die 55. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) hat auf Wunsch des DOSB einen Themenschwerpunkt zu Integration und Sport gestaltet. Das Projekt geht vom 1. bis 8. Juni.

DOSB-DJS-Aktionsstempel
DOSB-DJS-Aktionsstempel

Der DOSB hat die Nachwuchsredakteure der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) gebeten, sich Gedanken über den Zusammenhang von Sport und Integration zu machen – frei und unabhängig von Vorgaben, gemäß dem journalistischen Kodex. Herausgekommen ist ein multimediales Projekt, das am 1. Juni mit einer Webreportage über einen charismatischen Münchener Crickettrainer startet und in den darauffolgenden Tagen mit Interviews, persönlichen Erlebnissen und Statements von prominenten und weniger prominenten Menschen online und in den Sozialen Medien (Twitter: @DOSB_Integra) fortgeführt wird. Zum Abschluss der Kooperation am 8. Juni wechseln die DJS-Schüler in den Printbereich und erzählen ihre Geschichten zu Integration durch Sport in der Beilage einer großen deutschen Tageszeitung weiter. Lassen Sie sich überraschen.

Ein Projekteditorial von Luisa Hofmeier, 55. Lehrredaktion der DJS

Obergrenze, Leitkultur, Parallelgesellschaften. Bei vielen Menschen ruft das Thema Einwanderung Ängste hervor. Dass Deutschland sich von der Welt stärker abschotten sollte, ist ein Vorschlag, um die Herausforderung, die Einwanderung mit sich bringt, zu umgehen. Realistisch ist das aber nicht. Denn viele Migranten, die vor Jahren nach Deutschland kamen, sind geblieben. Viele, die erst seit Kurzem da sind, werden ebenfalls bleiben. Die Frage, wie man Integration fördern kann, ist drängend. Wie kann man das Miteinander so gestalten, dass das Neue neben dem Alten bestehen kann, ohne dass das eine das andere verdrängt? Wie finden Migranten ihren Platz in der deutschen Gesellschaft? Und wie verändern sie diese? Sport ist ein Mittel, um Menschen zusammenzubringen. Doch was können Vereine tatsächlich leisten? Und welche Hürden müssen Migranten überwinden?

Wir, die 55. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule in München, haben Geschichten recherchiert, die diesen Fragen nachgehen und dabei die verschiedensten Menschen getroffen. Herausgekommen sind Reportagen, Interviews und Porträts – zunächst hier auf der Website, später auch in einer eigens produzierten Zeitungsbeilage. Geschichten von Syrern, die ihr Leben auf der Flucht über das Mittelmeer riskierten und jetzt als Rettungsschwimmer arbeiten. Von Fußballvereinen, in denen fast nur Migranten oder Menschen spielen, deren Eltern nicht aus Deutschland kommen. Wir diskutieren, ob solche Vereine Integration hemmen oder auch fördern können. Wir erzählen die Geschichte des Pakistani Adschi Keim, der in den 70er-Jahren Deutschland zu seiner Heimat machte und seit über 30 Jahren in seinem Cricket-Verein jungen Migranten die Hilfe gibt, die er selbst nicht hatte. Jede unserer Geschichten erzählt einen kleinen Teil von dem, was wir Integration nennen.

Es sind Geschichten über Menschen, die ihren Platz in Deutschland gefunden haben oder noch suchen. Und über Menschen, die ihnen bei dieser Suche helfen. Die Geschichten zeigen, dass Sport Integration fördern kann. Weil Sportler Kontakte knüpfen, sich kennenlernen, einander helfen, gemeinsame Erfolge feiern. Der Sport kann Menschen einen. Die Geschichten zeigen aber auch, dass Integration viele Wege nehmen kann, vielschichtig ist und Zeit braucht. Unser Projekt in Kooperation mit dem DOSB soll diese Vielfalt und Komplexität widerspiegeln. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

(Quelle: DOSB/DJS)


  • DOSB-DJS-Aktionsstempel
    DOSB-DJS-Aktionsstempel
  • Luisa Hofmeier: "Vor unserem Projekt hatte ich mich noch nie mit dem Sport Cricket beschäftigt. Der Pak Orient Cricket Club hat mir nicht nur gezeigt, wie der Sport, sondern auch wie Integration durch Sport funktioniert – und dass Integration vor allem Zeit braucht." Foto: DJS
    Luisa Hofmeier: "Vor unserem Projekt hatte ich mich noch nie mit dem Sport Cricket beschäftigt. Der Pak Orient Cricket Club hat mir nicht nur gezeigt, wie der Sport, sondern auch wie Integration durch Sport funktioniert – und dass Integration vor allem Zeit braucht." Foto: DJS
  • Sören Götz: "Ich hatte beim Training des SV Türkgücü-Ataspor keine Fans erwartet. Doch dann traf ich dort diese drei Herren. Ihre Wurzeln sind türkisch, aber ihr Bairisch zeigt, dass sie hier ihre neue Heimat gefunden haben. Sie stehen damit für die Entwicklung des Vereins." Foto: DJS
    Sören Götz: "Ich hatte beim Training des SV Türkgücü-Ataspor keine Fans erwartet. Doch dann traf ich dort diese drei Herren. Ihre Wurzeln sind türkisch, aber ihr Bairisch zeigt, dass sie hier ihre neue Heimat gefunden haben. Sie stehen damit für die Entwicklung des Vereins." Foto: DJS

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