„Eine wichtige Säule in Sportdeutschland“

Als Vorsitzender der Bundes-Jury begleitet Walter Schneeloch die „Sterne des Sports“ seit 2006, seitdem hat er auch alle Preisverleihungen in Berlin miterlebt. Mit uns blickt das neu gewählte Ehrenmitglied des DOSB zurück auf die Entwicklung des wichtigsten Wettbewerbs im Vereinssport.

Walter Schneeloch (3.v.r.) bei der Preisverleihung im Januar 2018. (Bild: Darchinger/BVR)
Walter Schneeloch (3.v.r.) bei der Preisverleihung im Januar 2018. (Bild: Darchinger/BVR)

Welche Bedeutung hat der Wettbewerb für Sportdeutschland und seine Vereine?

Die „Sterne des Sports“ sind seit 15 Jahren eine wichtige Säule in Sportdeutschland, weil sie auf besondere Weise zeigen, was Vereine über den reinen Sportbetrieb hinaus für die Gesellschaft leisten. Ein Wettbewerb, der dieser Form des bürgerlichen Engagements eine Bühne gibt und sich von der lokalen bis zur Bundesebene erstreckt, sucht in Deutschland seinesgleichen. Darauf und auf unsere zahlreichen aktiven Vereine, die sich Jahr für Jahr am Wettbewerb beteiligen, können wir stolz sein.

Wie wichtig sind generell Wirtschaftspartner bei der Realisierung von Wettbewerben wie den „Sternen des Sports“?

Die Umsetzung eines Wettbewerbs in dieser Breite und auf diesem Niveau wäre ohne einen starken Teamplayer an der Seite des Sports nicht möglich. Wir haben daher den Vereinswettbewerb „Sterne des Sports“ 2004 gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) initiiert und zu dem gemacht, was sie heute sind: die bundesweit höchste Auszeichnung des Vereinssports. Das genossenschaftliche Verbundsystem des BVR und die damit einhergehende regionale Vernetzung sind ein unschätzbarer Wert, von dem der Wettbewerb auf allen Ebenen profitiert. Darüber hinaus leisten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Banken einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der „Sterne des Sports“. Die Volksbanken Raiffeisenbanken und die Sportvereine verbindet aber noch mehr: Beide wollen Verantwortung in der Region übernehmen – und gemeinsam gelingt das noch besser.

Gibt es etwas, wofür Sie im Rückblick besonders dankbar bzw. stolz sind?

Ich bin dankbar, dass ich die „Sterne des Sports“ in den vergangenen Jahren so eng begleiten und mitgestalten durfte. Als Vorsitzender der Bundesjury hatte ich zudem die Ehre, eine ganz besondere Perspektive im Wettbewerb einnehmen zu dürfen – mit sehr intensiven Einblicken in die großartige Arbeit unserer Sportvereine und die Preisverleihungen, die ich als hochemotional erlebt habe. Diese Eindrücke werde ich in Erinnerung behalten, genau wie die Gespräche mit den vielen Menschen, die sich tagtäglich für die Belange anderer einsetzen und sich und ihren Verein mit der Auszeichnung „Stern des Sports“ ein Stück weit selbst belohnen.

Haben Sie sich schon mal gewünscht, dass es zu Ihrer aktiven Zeit als Fußballspieler und später als Vereinsvorsitzender die „Sterne des Sports“ bereits gegeben hätte?

Ja, das wäre sicherlich eine tolle Sache gewesen – es hätte meinen Vereinen, ob dem Bensberger FV oder später dem TuS Moitzfeld, die Möglichkeit gegeben, unser auch damals schon gelebtes soziales Engagement bekannter zu machen und andere zu eigenen Initiativen zu ermuntern. Umso schöner ist es für die Sportvereine heute, dass es die „Sterne des Sports“ gibt und sie auf diesem Weg die öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

Was wünschen Sie den „Sternen des Sports für die Zukunft?

 

Ich wünsche mir, dass sie auch in den kommenden Jahren Sportdeutschland erhellen und die Volksbanken Raiffeisenbanken weiterhin gemeinsam mit dem DOSB den hellsten Stern am Sporthimmel suchen. Ich hoffe, dass noch mehr Sportaktive in den mehr als 90.000 Vereinen erkennen, wie bedeutsam selbst vermeintlich unbedeutender Einsatz für Mitbürgerinnen und Mitbürger ist, und sich um eine Würdigung im Rahmen des Wettbewerbs bewerben. Gesellschaftliches Engagement und die Frage, wie jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann, sind und bleiben zentrale Herausforderungen der Zukunft. Jede Antwort, die der Sport mit seinen ganz eigenen Stärken darauf liefert, ist wertvoll für ein aktives und verantwortungsvolles Miteinander und leistet einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.


  • Walter Schneeloch (3.v.r.) bei der Preisverleihung im Januar 2018. (Bild: Darchinger/BVR)

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