ENGSO-Generalversammlung tagt beim DOSB

ENGSO, der Dachverband der europäischen nichtstaatlichen Sportorganisationen, hat seine Generalversammlung am 14. und 15. Juni im Haus des DOSB durchgeführt.

Die Teilnehmenden der ENGSO-Generalversammlung zu Gast beim DOSB. Foto: DOSB
Die Teilnehmenden der ENGSO-Generalversammlung zu Gast beim DOSB. Foto: DOSB

In Frankfurt wurde abschließend über ASPIRE, ein Projekt zur Integration Geflüchteter, beraten. Seit Februar 2017 ist der DOSB Partner bei „Activity, Sport and Play for the Inclusion of Refugees in Europe“, das im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+“ gefördert wird und auf zweieinhalb Jahre angelegt ist.

Unter Führung der ENGSO arbeiten dabei 13 europäische Organisationen aus dem Sport, aus sportnahen Bereichen und aus dem staatlichen Sektor zusammen. Sie verbindet die gemeinsame Einstellung, dass Integration ein Dialog auf Augenhöhe ist, der allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Partizipationschancen bieten sollte. Die teilnehmenden Organisationen verfügen über zahlreiche Erfahrungen im Bereich Integrationsarbeit, psychosoziale Dienstleistungen und interkulturelles Lernen.

Mit dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS), vom Bundesinnenministerium (BMI) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und 2019 genau 30 Jahre alt, leistet auch der DOSB einen wesentlichen Beitrag zur europäischen ASPIRE-Initiative.

ASPIRE war in vier Arbeitsphasen aufgeteilt: Der erste Schritt umfasste eine wissenschaftliche Analyse des ICSSPE (Internationaler Rat für Sportwissenschaften und Physische Bildung), um die Aufgabenstellung für die Initiative klar zu definieren. Auf dieser Basis wurde in der zweiten Phase ein Trainingsmodul entwickelt werden, das Trainer*innen, Ehrenamtliche, Sozialarbeiter* innen, Entwicklungshelfer*innen und Geflüchtete anschließend testeten. In einem letzten Schritt sollte das Modul in allen teilnehmenden Ländern (Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Griechenland, Österreich, Serbien, Spanien, Schweden) eingesetzt werden. Eine Auswertung von ASPIRE ist für den kommenden Sommer geplant.

Weitere Programmpunkte im Rahmen der ENGSO-Versammlung mit mehr als 100 Teilnehmenden aus rund 50 Organisationen, unterstützt vom Europäischen Olympischen Komitee und dem Landessportbund Hessen,  waren ein EU-Seminar mit Beiträgen von Yves Le-Lostecque, dem Leiter des Sportreferats der Europäischen Kommission, und von Stanislas Frossard vom Europarat in Straßburg, sowie ein Workshop, den die ENGSO-Jugend zum möglichen Beitrag des Sports zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) leitete, die von der internationalen Staatengemeinschaft im Rahmen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verabschiedet worden sind und sich nicht nur an Entwicklungsländer, son-dern an alle Nationen weltweit richten.

Die eigentliche General-Versammlung am Samstag wählte ein neues Exekutiv-Komitee. Der bisherige ENGSO-Generalsekretär Stefan Bergh wurde zum neuen ENGSO-Präsidenten ernannt. Der bisherige Präsident, der Portugiese Carlos Cardoso trat nach zweiter Amtszeit nicht erneut an. Michael Leyendecker vom DJK-Sportverband wurde als Kandidat des DOSB zum Schatzmeister gewählt:

Leyendecker, bislang Vorsitzender des ENGSO-Jugend-Komitees, trat deshalb hier nicht mehr zur Wiederwahl an. Dafür wurde Kirsten Hasenpusch, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend (dsj), zum neuen Mitglied gewählt.

(Quelle: DOSB)


  • Die Teilnehmenden der ENGSO-Generalversammlung zu Gast beim DOSB. Foto: DOSB
    Teilnehmende der ENGSO-Generalversammlung stehen für ein Foto vor dem Gebäude des DOSB. Foto: DOSB

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